Archiv für Mai, 2012

Posted in Verschiedenes on Mai 11, 2012 by androsch

„Die moderne Humanität, diese Similisonne des Menschentums, ist den guten und bösen Geistern, den Höhen und Abgründen gleich weit entfernt. Ihr Weg gleicht dem eines Wanderers, den ein grauer Wolkenschirm vor den Strahlen eines unbarmherzigen Lichtes schützt und den eine staubige Landstrasse von den unterirdischen Gewässern trennt. Sie ist ein Traum, aber einer ohne Farbe und Bilder, einer der langweiligsten Träume, auf die man je verfallen ist, ein Traum, wie ihn ein Strassenbahnpassagier um drei Uhr nachmittags träumt. Sie ist eine Angelegenheit der Strassenbahnpassagiere überhaupt. Es ist unmöglich, an ihr teilzuhaben, insofern man sein Leben durch Spannung, Rang und Unterschied bestimmt, insofern man Krieger, Gläubiger oder Dichter, Mann, Weib oder Kind ist, ja schon insofern als man die fehlende halbe Flasche Sekt im Leibe hat.“

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Posted in Verschiedenes on Mai 11, 2012 by androsch

Die große Freiheit

Es ist eine geistesgeschichtliche Tatsache, daß die moderne Naturwissenschaft ein Kind des christlichen Abendlandes ist. Das Hauptwerkzeug der Physik und Chemie, die systematisch-reproduzierbare Messung der Materie, fordert die strikte Trennung von Subjekt und Objekt – von Forscher und Gegenstand der Forschung. Der Mensch muß also in der Lage sein, sich geistig von seiner Umwelt zu befreien. Diese Freiheit aber gibt es erst nach dem seit der Erschaffung des Menschen größten Ereignis der Geschichte: der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Die große Freiheit des Evangeliums heißt: Jeder kann Christ werden und Christ sein unabhängig von seiner Herkunft – seiner Umwelt. Die Freiheit Christi scheidet die Menschen in solche, die ihm nachfolgen, und in solche, die ihn ablehnen. Wo die zur großen Freiheit gehörende große Liebe fehlt, die Liebe bis hin zur Feindesliebe um des Feindes willen, die Jesus Christus uns vorgelebt hat, kann die Scheidung mitten durch Familien und Völker gehen:

„Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter“ (Mt 10, 34-35).
Ohne die große Liebe führt die große Freiheit in die größte Gefangenschaft: in das Gefängnis der Ichsucht, die alle Schuld beim anderen sucht. Die Tragödie der modernen Naturwissenschaft besteht darin, daß die große Freiheit sehr wohl gewollt wurde – aber die große Liebe nicht. Sie will von Gott statt für Gott frei sein und nennt diese Gottlosigkeit Wertfreiheit. Von dieser Wertfreiheit kommt die Bedrohung des Lebens auf der Erde durch die Produkte der Physik, Chemie und Biologie.
Die Macht der Maschine

Als der heilige Apostel Paulus auf seiner Missionsreise in Troas an der Westküste Kleinasiens angelangt war, wurde ihm der Weg nach Westen gewiesen:

„Hier hatte Paulus in der Nacht ein Gesicht: Ein Mazedonier stand vor ihm, bat ihn und sagte: ,Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!“ Als er aber das Gesicht gesehen hatte, suchten wir alsbald nach Mazedonien zu fahren in der Überzeugung, Gott habe uns gerufen, ihnen das Evangelium zu verkünden“ (Apg 16, 9-10).

Das war die Geburtsstunde des christlichen Abendlandes. Dieses christliche Abendland ging viele Jahrhunderte schwanger mit der modernen Naturwissenschaft; geboren wurde sie erst in der Zeitenwende zwischen Renaissance und Barock, also in den Dezenien um das Jahr 1600. Genährt von der Macht der Maschine, die die Vertreter dieser Wissenschaft den Mächtigen der Welt zu geben versprachen („Wissen ist Macht“, sagte Francis Bacon, ein Zeitgenosse Galileis in England), wuchs sie immer schneller zur despotischen Göttin heran, als die sie heute angebetet wird.

Bereits im 18. Jahrhundert war sie durch die ersten Erfolge ihrer Tochter, der Technik, so dreist geworden, daß sie ihre Wertfreiheit als ein Argument zur Befreiung des Menschen von Gott verwendete. Man nannte diese Sünde „Aufklärung“ – und nennt sie heute noch so. Kürzlich hatte der Schriftsteller Max Frisch sich beklagt, daß die „Aufklärung“ gescheitert sei. Viele Begründer dieser Epoche sind als erklärte Atheisten in die Geschichte eingegangen: Voltaire, Rousseau, Diderot, Comte, Laplace, Montesquieu, Lamettrie, Holbach (Encyclopädist), Feuerbach und manche andere. Kant bezeichnete die „Aufklärung“ als das Erwachen des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.
Stichwort „Aufklärung“

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Es ist zwischen der Geisteshaltung der „Aufklärung“ und der Zeit der „Aufklärung“ zu unterscheiden. Die „Aufklärung“ besteht in einer atheistischen oder zumindest agnostischen Weltanschauung, die den Glauben an die moderne Naturwissenschaft an Stelle des Glaubens an Gott setzt. Jedoch gab es in der Zeit der „Aufklärung“ geistige Kräfte, die – im Kampf gegen den Atheismus – zu einer Erneuerung der christlichen Werte führten.

Der Teufel muß eben – so sehr er sich auch dagegen wehrt – letztlich für Gott arbeiten. Daß die Wurzeln der „Aufklärung“ – die als große Verdunkelung in die Geistesgeschichte der Menschheit eingehen wird – in der modernen Naturwissenschaft gründen, bringen die Philosophen Hugo Staudinger und Wolfgang Behler in ihrem Werk „Chance und Risiko der Gegenwart“ treffend zur Darstellung:

„In Deutschland verbindet das Allgemeinbewußtsein mit dem Stichwort Aufklärung in erster Linie Begriffe wie Toleranz, Vernunft, Autonomie, Freiheit. Dagegen denken nur wenige daran, daß nahezu die gesamte Aufklärung gekennzeichnet ist durch den Einbruch methodischer Prinzipien und Vorstellungsmodelle der modernen Naturwissenschaft in das gesamte menschliche Denken.

Dieser Einbruch naturwissenschaftlichen Denkens ist für die weitere Geschichte Europas mindestens ebenso folgenschwer wie die Proklamation humanistischer Forderungen. Daher muß am Anfang von Überlegungen zur Aufklärung auf eine Reihe von Tatsachen und Zusammenhängen hingewiesen werden, die zu Unrecht oft übersehen oder zumindest in ihrer geistesgeschichtlichen Bedeutung unterschätzt werden. Bei vielen Aufklärern wird schon der Begriff der Vernunft selbst beschränkt und einseitig an den Naturwissenschaften orientiert.

So erklärt Dietrich von Holbach, jener Baron aus der Pfalz, der in Paris Freundschaft mit Diderot schloß, sein Haus und sein Portemonnaie den Führern der französischen Aufklärung offenhielt und so nicht zu Unrecht als ,Nährvater der Enzyklopädisten‘ bezeichnet worden ist, Vernunft sei ,nichts anderes als auf das soziale Leben angewandte Naturwissenschaft‘. ,Anwendung‘ der Naturwissenschaft auf andere Gebiete bedeutet zugleich Übertragung ihrer methodischen Vorentscheidungen auf andere Bereiche der Wirklichkeit. Die Folge ist eine neue Gesamtsicht der Welt. In seinem Buch über das System der Natur oder die Gesetze der physischen und moralischen Welt‘ schreibt Holbach: ,Die Welt zeigt uns allenthalben nichts als Materie und Bewegung, sie ist eine unendliche Kette von Ursachen und Wirkungen. Die Materie und die Bewegung ist ewig, und die Schöpfung aus dem Nichts ist ein leeres Wort.‘

Aus dieser Sicht stellt sich schließlich die Frage: ,Und ist denn der Mensch etwas anderes als eine zusammengesetzte, zu immer neuen Gestalten übergehende Materie?‘ (Holbach). Mit solchen Gedanken steht Holbach keineswegs allein. So verfaßte – um noch einen Namen zu nennen – um die gleiche Zeit der zur Tafelrunde Friedrich des Großen gehörende Arzt Lamettrie sein Werk ,L’homme machine‘. Sicher sind Holbach und Lamettrie nicht die bedeutendsten Vertreter der Aufklärung, und unbestreitbar vertreten sie extreme Positionen. Aber auch eindeutig anerkannte Repräsentanten der Aufklärung sind stärker vom naturwissenschaftlichen Denken geprägt, als man weithin annimmt. Zur Verdeutlichung sei auf zwei Persönlichkeiten hingewiesen, die in je eigener Weise für ihre Zeit repräsentativ sind: Friedrich der Große und Immanuel Kant.

Bezeichnenderweise formuliert Friedrich, daß der König ,für das Volk dasselbe wie das Herz für den Mechanismus des Körpers‘ bedeute. Es kommt nicht darauf an, daß der Mensch über den Sinn des Lebens nachdenkt, sondern daß er an seiner Stelle richtig funktioniert und so das Seine dazu beisteuert, daß der Gesamtmechanismus der Gesellschaft optimal in Gang gehalten wird. Kants Endziel ist ,ein Ganzes für Physik und Moral aus einem Prinzip zu stiften‘.

Diese Formulierung erinnert eindeutig an den Titel der Schrift Holbachs: ‚System der Natur oder die Gesetze der physischen und moralischen Welt.‘ Auch hierin zeigt sich der Zusammenhang der geistigen Bewegung. Aber nach welchen Prinzipien soll nach Kants Auffassung das Handeln erfolgen, dessen Moral mit Physik verwandt ist? Der Königsberger Philosoph hat dafür eine Formel gefunden, die einige Generationen von deutschen Gebildeten als .kategorischen Imperativ‘ mit fast religiöser Ergriffenheit zitiert haben: ,Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“
Der „kategorische Imperativ“

Wenn man sich von Gott „befreit“, „befreit“ man sich auch von den Geboten Gottes und beansprucht eine „Freiheit“, in welcher der „Befreite“ selbst bestimmen muß, was gut und böse ist. Daß der Mensch sich dabei verirrt und in die Gefangenschaft seiner selbst gerät, zeigen Staudinger und Behler am Beispiel des „kategorischen Imperativs“: „In der Tat konnte diese Formel tragen und als Grundlage des Handelns dienen, solange sich die Menschen über die Prinzipien einer allgemeinen Gesetzesgebung letztlich einig waren. Das war zur Zeit Kants und noch im vorigen Jahrhundert weitgehend der Fall, da christliche Wert- und Normvorstellungen – wenngleich zum Teil säkularisiert – in allen Schichten der Bevölkerung lebendig waren.

Heute aber liegt die Unzulänglichkeit der Kantischen Formel zutage: Sie kann vom Christen ebenso unterschrieben werden wie vom Nationalsozialisten, vom liberalen Humanisten ebenso wie vom Kommunisten. Ein Handeln nach dieser Formel gewährleistet zwar ein Funktionieren innerhalb einer Gesellschaft, die sich über allgemeine Prinzipien einig ist, sagt jedoch über diese Prinzipien inhaltlich nichts aus. Sie ist in dieser Hinsicht rein formal. Daher gewährleistet sie keine menschenwürdige Ordnung, sondern nur das reibungslose Funktionieren in jeder beliebigen allgemein anerkannten Ordnung in einer Weise, die dem einzelnen das subjektive Gefühl, genau genommen die Illusion der Autonomie gibt.“

Diese treffende Kritik des „kategorischen Imperativs“ weist auf die Tatsache hin, daß die Vertreter der „Aufklärung“ von jener Substanz leben, die sie ablehnen: von den Früchten der christlichen Kultur. Heute, wo das Christentum im Abendland durch das Gift der „Aufklärung“ im argen liegt, ist die Unzulänglichkeit des „kategorischen Imperativs“ durch den Sittenzerfall offensichtlich geworden. Aber die Psychologen suchen die Heilung in verschiedenen „Selbstverwirklichungs“ -Rezepten statt in der Heiligung des Menschen durch Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes.
Die Gebote Gottes

Wer die Gebote Gottes anerkennt und befolgt, kann also auch mit dem „kategorischen Imperativ“ ein gutes Leben führen. Somit ist der Kantische Imperativ überflüssig; aber ohne die Gebote Gottes ist er gefährlich, denn wer den Dekalog nicht beachtet, verirrt sich mit der „Maxime seines Willens“, weil er sein Lebensschiff nach einem Kompaß steuert, der auf sich selbst zeigt. Jeder Kapitän weiß, daß er sein Schiff nur mit einem Kompaß navigieren kann, der nach einem festen Ort außerhalb des Schiffes weist. Und der feste Ort, nach dem die Nadel des Kompaß unseres Lebensschiffes zeigen muß, ist Gott. Dann kann der Heilige Geist in die Segel greifen und die Reise heimwärts – christuswärts – führen. Beispielsweise haben Hitler und seine Anhänger so gehandelt, daß die Maxime ihres Willens „jederzeit zugleich als Prinzip ihrer allgemeinen Gesetzgebung zum Beispiel die Nürnberger Rassengesetze mit Unterstützung namhafter Wissenschaftler) gelten“ konnte.

Wenn Lessing – der sublime Gegner Kants – Christ gewesen wäre, hätte er mit seiner spitzen Feder feststellen können, daß Gott – wäre er nur so gescheit gewesen wie Kant – dem Mose am Sinai statt der Zehn Gebote nur eines hätte übergeben müssen: den Kantischen Imperativ. (Als Kant die Berechnungen über die kinetische Energie – „lebendige Kräfte“ – des großen Mathematikers Leonhard Euler für falsch erklärte, schrieb Lessing: „Herr K. unternimmt ein schwer‘ Geschäfte der Welt zum Unterricht; er schätzet die lebend’gen Kräfte, nur seine schätzt er nicht.“)

In seiner Weisheit verkündete Gott dem Mose den Dekalog, wofür er gewiß gute Gründe gehabt hat. Und diese Gründe gelten heute noch, weil die Wahrheit nicht veraltet, denn Gott ist die Wahrheit. Offensichtlich wollte Kant die konkret und eindeutig formulierten Gebote Gottes umgehen und ist damit bei den Sündern gut angekommen (besser als Gott mit seinem Dekalog).

Etwas vereinfacht gesagt, jedoch im Kern richtig: Wenn alle so wären wie Kant und seine Anhänger, dann wäre die Welt in Ordnung. Mußte die Menschheit seit dem Sinai tatsächlich warten, bis aus Königsberg die Kunde kam, wie das Sittengesetz zu verstehen sei? Auf die Frage, wie man voraussagen könne, daß die Menschheitsgeschichte mit seinem Sittengesetz einen besseren Verlauf nehme, antwortete Kant: „Wenn der Wahrsager die Begebenheiten selbst veranstaltet, die er im voraus verkündet.“ In solchem an Zynismus grenzenden Hochmut besteht die Finsternis der „Aufklärung“.

Im Licht seines Evangeliums verkündet Jesus Christus: „Meinet nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“ (Mt 5, 17).
„Evolutionäre Erkenntnistheorie“

Die materialistische Denkweise veranschaulicht die anima in se curvata – die in sich gekrümmte Seele“, den Geist, der sich aus sich selbst hervorbringen will: Der Materialist betrachtet mit seinem Geist die Materie auf eine Weise, die ihn feststellen läßt, daß dieser Geist nichts anderes sei als ein Produkt eben dieser Materie. Also ist das Betrachtende eine Folge des Betrachteten oder – da das Betrachtete zeitlich nach dem Betrachtenden steht – die Vergangenheit eine Folge der Zukunft. Bei dieser Betrachtungsweise – sie heißt neuerdings „evolutionäre Erkenntnistheorie“ – müßte die Zukunft die Ursache für die Vergangenheit sein.

Solche Irrtümer vermag der materialistische Zirkelschluß hervorzubringen, der sich etwa folgendermaßen dreht: Zuerst war die Materie, die den Geist hervorbrachte, der feststellt, daß die Materie zuerst war und den Geist hervorbrachte, der feststellt, daß die Materie zuerst war und so weiter. Und dieser Zirkel dreht sich so lange, bis die Materie, die den Drehgeist hervorbringt – das Gehirn -, zerfallt und den Zirkel nicht mehr zu drehen vermag. Also bis zum Tod des Materialisten, der für ihn das Ende seiner Existenz bedeutet, weil die Existenz seines Existenzproduzenten geendet hat.

Nur die Wahrheit vermag aus dem Gefängnis von solchen Teufelskreisen zu befreien: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts geworden, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen“ Joh l, 1-5). Der Geist als das göttliche Wort ist Ursache der Materie: „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde“ (Gen l, 1). Zur Finsternis, von der im Prolog des Johannesevangeliums die Rede ist, gehört die Finsternis der „Aufklärung“.

Die aus der Finsternis der „Aufklärung“ geborene Hegelsche Dialektik formuliert in der Sprache des Deutschen Idealismus den idealistisch sublimierten materialistischen Zirkelschluß wie folgt: „Der subjektive Geist, der den göttlichen Geist vernimmt, ist selbst dieser göttliche Geist“ (Hegel). Das ist eine dialektische Formulierung von „sein wollen wie Gott“, also der alten ersten Sünde des Hochmuts. Bei Marx, der – wie er meinte – Hegel vom Kopf auf die Füße gestellt hat, wird die idealistische Dialektik materialistisch und lautet etwa folgendermaßen: Der menschliche Geist, der die Materie erforscht, ist selbst diese Materie. Aus der tiefsten Finsternis der „Aufklärung“ verkündet Feuerbach, daß nicht Gott den Menschen, sondern daß der Mensch Gott ihm zum Bilde gemacht habe. Das Von-Gott-frei-Sein-Wollen der „Aufklärung“ bringt Feuerbach unverblümt zum Ausdruck: „Die Gottheit Gottes kann kein freies menschliches Subjekt neben sich dulden.“ Leider hatten nur wenige von den Exponenten der „Aufklärung“ den Mut zur Demut, sich von diesem Hochmut abzuwenden und ihren Irrtum zu bekennen.

Jedoch Heinrich Heine: „Ich habe mit dem Schöpfer Frieden gemacht, zum größten Ärgernis meiner aufgeklärten Freunde, die mir Vorwürfe machen über dieses Rückfallen in den ‚alten Aberglauben‘, wie sie meine Rückkehr zu Gott zu nennen belieben. Ich bin zurückgekehrt zu Gott wie der verlorene Sohn, nachdem ich lange bei den Hegelianern Schweine gehütet habe.“
Unvernunft und Denken

Die vielen, immer wieder neuen und anderen Theorien von materialistischen Naturwissenschaftlern über eine Selbstorganisation der Materie (um Gott als Schöpfer der Lebewesen und des Menschen auszuschließen), werden damit begründet, daß sie denkbar seien. Und tatsächlich – denkbar sind sie alle. Aber eine Theorie, die denkbar ist, braucht noch lange nicht vernünftig zu sein. In der Natur, welche mit diesen denkbaren Theorien erklärt werden soll, gibt es nichts Unvernünftiges. Wenn man etwas Unvernünftiges will, so muß es gedacht werden – es ist denkbar. Die Unvernunft wird erst durch den Menschen ein Teil der Natur, weil er durch seinen Leib zur Natur gehört. Da es außer dem Menschen in der Natur keine Unvernunft gibt, beweist er durch sein Unvernünftigsein – leider mehr als durch seine Vernunft -, daß er nicht ausschließlich Natur ist. Vernunft und Unvernunft – das Gute und das Böse – sind Teile der Übernatur des Menschen. Goethe läßt zu Beginn seines „Faust“ den Mephistopheles zynisch zu Gott über den Menschen sprechen:

Ein wenig besser würd‘ er leben,
hätt’st du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben;
Er nennt’s Vernunft und braucht’s allein,
nur tierischer als jedes Tier zu sein.

Einzig das Denkbare beinhaltet das Unvernünftige, das es in der Welt gibt. In der Schöpfung gibt es nichts Unvernünftiges, außer der Mensch mißbraucht seine Freiheit und denkt es. Die Wurzel aller Unvernunft besteht im Denken, Gott wegdenken zu wollen, wie das die Materialisten der Selbstorganisation der Materie tun. So sind die vielen, zum Teil sich widersprechenden Evolutionstheorien alle denkbar. Jedoch: Die ganz große Vernunft, die Wahrheit, ist viel mehr als denkbar, sie ist glaubbar, sie ist Gott, der die Liebe ist.

Der heilige Robert Bellarmin, Kirchenlehrer, großer Theologe und Kardinal zur Zeit, wo Galilei in der heute allgemein bekannten, jedoch in ihrer Sache meist unbekannten Auseinandersetzung mit der Kirche stand, war gegenüber den wissenschaftlichen Arbeiten Galileis aufgeschlossen und ausgesprochen wohlwollend eingestellt. Und dies war auch die Haltung von vielen anderen Vertretern der Kirche, die – zum Teil selber Mathematiker und Astronomen – mit Anerkennung von Galileis Entdeckungen sprachen.

Wie der Augsburger Kirchenhistoriker Walter Brandmüller in seinem Buch „Galilei und die Kirche“ mit exakter Geschichtsforschung zur Darstellung bringt, wurde von den Organen der Kirche nicht die wissenschaftliche Arbeit Galileis abgelehnt, sondern dessen Anspruch, aus seinen astronomischen Beobachtungen theologische Schlüsse ziehen zu können. Wie sehr auch die ihm wohlgesonnenen Männer der Kirche davon abrieten, er blieb hartnäckig bei seinem Anspruch, so daß es schließlich nach zwei Jahrzehnten 1633 zum berühmt gewordenen Prozeß gekommen ist.

Obwohl viele der Kleriker, die sich mit den Problemen beschäftigten, die zum Galilei-Prozeß geführt haben, Wissenschaftler und zum Teil sogar bekannte Gelehrte jener Zeit gewesen sind, konnten sie nicht wissen, was aus einer nur von Menschen und nicht zuerst von den Geboten Gottes kontrollierten modernen Naturforschung hervorgehen kann. Aber eine Ahnung davon mochte doch in ihre Herzen eingedrungen sein. Und bereits ein Jahrhundert später begann dann die „Aufklärung“ mit Argumenten aus dieser Wissenschaft, das Licht des Evangeliums zu verdunkeln.
Irrfahrt der Wissenschaft

Wie weit heute die sich für wertfrei – frei von den Geboten Gottes – haltende Wissenschaft gekommen ist, zeigt ein von Hugo Staudinger verfaßter Kommentar in der „Zeitschrift des Deutschen Instituts für Bildung und Wissen“ mit dem Titel „Ein makaberes Dokument der Deutschen Forschungsgemeinschaft“:

„Gegen Ende seines Buches ,Zufall und Notwendigkeit‘ behauptet Jacques Monod in Abkehr von der christlichen Überzeugung von der Schöpfung, daß der Mensch nunmehr Dank der Wissenschaft endlich wisse, ,daß er in der teilnahmslosen Unermeßlichkeit des Universums allein ist, aus dem er zufällig hervortrat. Dieser Satz ist in den vergangenen Jahrzehnten oft zitiert worden.

Weniger bekannt ist die im gleichen Buch erhobene Forderung Monods, die heutige Menschheit sollte die wissenschaftliche Erkenntnis selbst „zum höchsten Wert, zum Maßstab und Garanten aller übrigen Werte“ erheben. Inzwischen scheint sich diese Forderung bei vielen Wissenschaftlern durchzusetzen. Dies bedeutet faktisch die Proklamierung einer wissenschaftlich begründeten absoluten Verfügung über den Menschen. Wenn es noch eines Beweises dafür bedürfte, hat ihn die Deutsche Forschungsgemeinschaft jüngstens erbracht. Sie wehrt sich vehement gegen die Pläne des Bundesjustizministers, menschliche Embryonen vor Experimenten zu schützen.

Der Forschung müsse – zumindest in bestimmten Fällen – Vorrang gegeben -werden vor der Menschenwürde des Fötus und seinem Recht auf Leben. Nach den Vorstellungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft müsse es der Forschung ermöglicht werden, ,Erkenntnisse zu gewinnen, die nach dem Urteil bester Sachkenner geeignet erscheinen, künftig vielen Menschen schweres Leid zu ersparen‘. Nach dem Urteil bester Sachkenner der Vergangenheit allerdings erinnern solche Sätze in makaberer Weise an Argumente, die einst von den Machthabern des Dritten Reiches zugunsten ihrer Experimente mit KZ-Häftlingen angeführt wurden. Auch hier wurde geltend gemacht, es werde durch diese Experimente möglich sein, die Heilungschancen bei bestimmten Schädigungen erheblich zu verbessern und dadurch vielen Menschen zu helfen.

Mit ihren Argumenten und ihren Forderungen befindet sich die Deutsche Forschungsgemeinschaft allerdings in „bester“ internationaler Gesellschaft. Bei der jüngsten Gipfelkonferenz über Fragen der Bioethik, an der auch deutsche Experten teilnahmen, wurde von mehreren Vertretern gefordert, künftig ,nicht-therapeutische Forschung‘ an Kindern freizugeben, wobei insbesondere auf geistig behinderte Kinder als mögliche Objekte derartiger Experimente hingewiesen wurde. Es bedarf keines besonderen Hinweises, daß derartige Forderungen nicht nur der christlichen Ethik, sondern auch einer Grundforderung der Aufklärung, daß der Mensch niemals nur als Mittel gebraucht werden dürfe, Hohn sprechen.

Aber die Wissenschaft setzt sich im Interesse ihrer Forschung über alles hinweg, was sich im Laufe der Jahrtausende an humanen Grundprinzipien herausgebildet hat. In vielen vorchristlichen Religionen war es üblich, Menschen dahinzuopfern, weil man glaubte, dadurch den übrigen Rettung aus Nöten und eine bessere Zukunft zu sichern. Die Wissenschaft, die neue Religion unserer Zeit, ist offensichtlich im Begriff, auf einer anderen Ebene zu dieser Praxis zurückzukehren. Sie hält es für gerechtfertigt, Menschen zu opfern mit dem Hinweis, daß dadurch anderen Nöte erspart und eine bessere Zukunft eröffnet werden könne. Wenn sich diese Auffassung durchsetzt, hat das nachchristliche Zeitalter mit einer neuen durch staatliche Gesetzgebung geregelten absoluten Verfügung des Menschen über den Menschen bereits begonnen.“

Die „Aufklärung“ hat sich mit ihrem „Kompaß, der auf sich selbst zeigt“, selbst überholt. Wer soll auf dieser Irrfahrt die Grenzen dessen bestimmen, was in der Wissenschaft getan und – zuvor – gedacht werden darf. Weil alles, was bewußt getan wird, zuvor gedacht werden muß, darf – da nicht alles getan werden darf, was getan werden kann – nicht alles gedacht werden, was gedacht werden kann. Christus sagt das deutlich:

„Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ,Du sollst nicht ehebrechen.‘ Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau begehrlich anblickt, hat in seinem Herzen schon die Ehe mit ihr gebrochen“ (Mt 5, 27-28). Wie die begehrlichen Gedanken der Deutschen Forschungsgemeinschaft zeigen (und es handelt sich dabei nur um eine unter anderen Ungeheuerlichkeiten), sind die Wissenschaftler offensichtlich nicht in der Lage, die moralisch-ethischen Grenzen für ihr Tun zu erkennen. Der in seinen Ausdrücken sehr zurückhaltende Basler Biologe Adolf Portmann hatte schon vor Jahren vor einem „Scheusal im weißen Labormantel“ gewarnt. Wer also soll die moralisch-ethischen Grenzen der Naturforschung bestimmen? Als Naturwissenschaftler, der ich selber bin, sehe ich keine andere dazu fähige Instanz als die Kirche mit ihrer zweitausendjährigen Weisheit. Die Naturwissenschaft ist eine zu ernste und gefährliche Sache geworden, als daß man die Grenzen ihres Tuns den Wissenschaftlern überlassen kann. Die Finsternis der „Aufklärung“ muß vom Licht des Evangeliums überwunden werden.
Die Frage nach der Wahrheit

Im Evangelium ist die Frage nach der Wahrheit ein Wer: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14, 6). Die Wahrheit ist Person, Gott, der hier in der Zweiten Person des Dreieinen spricht, der Menschensohn Jesus Christus im Namen des Vaters durch den Heiligen Geist. Es gibt nur eine Wahrheit, weil es nur einen Gott gibt. Die „Aufklärung“ hat die Frage nach der Wahrheit auf ein Was reduziert, so daß es bald so viele Wahrheiten gab wie Philosophen, die die Wahrheit bei sich selbst suchen.

Seit der Französischen Revolution ist die Wahrheit ein Gegenstand von Mehrheitsbeschlüssen geworden: Der aufgeklärte Bürger weiß, was wahr ist. Der Dichter Werner Bergengruen meint dazu: „Die Religion ist für die Dummen und für die Gescheiten. Für die Mittelklasse hat man die Aufklärung‘ erfunden.“ Dieser „Mittelklasse“ haben sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil manche – zum Teil prominente – katholische Theologen angeschlossen. So schreibt etwa Gerhard Pfohl, Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin und Medizinische Soziologie an der Technischen Universität München:

„Unsere Kirche ist eine ecclesia docens, nicht eine ecclesia discens, ist also etwas anderes als das, was der Herr Professor Karl Rahner sich so denkt: mit Heinrich Fries hat er 1981 den Sammelband Theologie in Freiheit und Verantwortung herausgegeben, von Rahner selbst stammt der Aufsatz Offizielle Glaubenslehre der Kirche und faktische Gläubigkeit des Volkes; von Rahner wird nun der faktische Glaube des Volkes, auch dort, wo er vom kirchlichen Lehramt abweicht und als verstümmelt und falsch angesehen werden muß, als normative, maßgebende Kraft für die offizielle katholische Glaubenslehre anerkannt.

Das kirchliche Lehramt hat sich also zumindest nicht mehr ausschließlich an der göttlichen Offenbarung zu orientieren, sondern am Glaubensstand der Basis. Das ist Modernismus in Reinkultur! Die Anschauungen der Basis sind also normgebend. Bisher wurde das kirchliche Lehramt von der lehrenden Kirche, der ecclesia docens, ausgeübt; nunmehr wird es degradiert zur lernenden Kirche, zur ecclesia discens. Wen wundert da noch die modernistische anthropozentrische volkskonverse Liturgie! In der ist zu viel Basis, manchmal blanke Soziologie. Lange hat’s gedauert, aber es ist doch geschehen, daß einer dem Professor Rahner einiges gesagt hat: Kardinal Siri 1980 in seinem Buch Gethsemani; Rahner hat mit seinem immanentistisch atheistischen Apriori moderner Denkweise dem katholischen Glauben geschadet.“

In einer immer noch von der Finsternis der „Aufklärung“ verwirrten Welt des Geisteslebens ist es schwer festzustellen, wer wirklich ein großer Theologe ist; vermutlich sind es in einer solchen Zeit eher die weniger berühmten. Wie die Geistesgeschichte lehrt, laufen Berühmtheit und Größe selten parallel. Der Wiener Erkenntnistheoretiker Alfred Locker kritisiert mit begreiflicher Schärfe eine Ansicht Karl Rahners über die Menschwerdung im Mutterleib, die von den Befürwortern einer Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs als Argument übernommen werden kann:

„Wenn Rahner zwischen dem befruchteten Ei des Menschen und dem ,geistbeseelten Organismus‘ mehrere Stufen annimmt, ‚die noch nicht Mensch sind‘, so reaktiviert er unnötigerweise die alte scholastische, dem damaligen naturwissenschaftlichen Kenntnisstand entsprechende, aber von der Kirche längst verlassene Lehre eines Übergangs von einer anima vegetativa über eine anima animalis zu einer anima rationalis. Er widerspricht also dreist der Lehre der Kirche, die er als Ordensmann zu vertreten gehabt hätte, und desavouiert das Bemühen seiner geistlichen Mutter, sich schützend vor das bedrohte Ungeborene zu stellen. Es kann nur seiner (durch Weitschweifigkeit vertuschten) Unfähigkeit zu philosophischer Klarheit zuzuschreiben sein, daß der allzuviel publizierende und viel zu wenig nachdenkende Jesuit davon nicht Kenntnis nimmt, daß ein individuelles Wesen (und erst recht ein Mensch) nur ,mit einem Schlage da sein und nicht allmählich über Zwischenstufen entstehen kann‘, wie das zum Beispiel Leibniz in seiner Monadologie zur Darstellung bringt.“

Ein gläubiger Naturwissenschaftler ist dem Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Joseph Kardinal Ratzinger, dankbar, wenn er den Theologen Karl Rahner in diesem wichtigen Punkt in seiner „Theologischen Prinzipienlehre – Bausteine zur Fundamentaltheologie“ (München 1982, S. 169/180) mit philosophischer Besonnenheit einer überzeugenden Kritik unterzieht.
Krise der Theologie: Entmythologisierung

Es ist nicht weise, theologische Betrachtungen an etwas zu orientieren, das schnell veraltet: an der modernen Naturwissenschaft. Der Herausgeber von „Theologisches“, Msgr. Johannes Bökmann, läßt in der Nummer 2/1988 zu diesem Problem Günter Zehm zu Wort kommen:

„Von hier aus verständlich, warum die Überzeugungskraft des Christentums nachläßt, obwohl sich das religiöse Gefühl kräftig ausbreitet. Statt daß die Kirchen ihre Botschaft aus dem Wettlauf mit den Wissenschaften herausnehmen, machten und machen sie sie ihrerseits zur Wissenschaft. Statt die Botschaft in ihren mythischen Wurzeln zu festigen, wird sie entmythologisiert, historisiert, der Totalkritik unterworfen. Es sind die Theologen selbst, die der Botschaft die Heiligkeit mit nachgerade allen nur denkbaren Mitteln austreiben. So kann diese Botschaft heute auch nicht von der schweren Legitimations-Krise profitieren, in die die Wissenschaft geraten ist, im Gegenteil, sie teilt – und zwar nicht unverdient – voll und ganz das Krisenschicksal der modernen Wissenschaft.“

Darin ist der Grund zu suchen, warum gläubige Naturwissenschaftler, die das Mysterium der Kirche gegenüber den immer noch mächtigen naturwissenschaftlichen Materialisten verteidigen, eine oftmals geradezu gehässige Ablehnung aus Kreisen von (wissenschaftshörigen) Theologen erfahren. Zur treffenden Feststellung von Günter Zehm wäre zu sagen, daß die Wurzeln der christlichen Botschaft viel tiefer gründen: Sie sind nicht mythisch, sondern viel mehr mystisch. Eine Entmythologisierung der Evangelien ist schon deshalb nicht möglich, weil es sich nicht um einen Mythos – eine Sage -, sondern um ein Mysterium – ein Geheimnis – handelt.

Was die Entmythologisierungstheologen wollen, nennt man in der Erkenntnistheorie eine Inkommensurabilität – eine Unvergleichbarkeit. Man kann einen Gegenstand nicht von etwas befreien, das er gar nicht enthält. So ist es zum Beispiel nicht möglich, die Mathematik zu entalchimiesieren, weil in der Mathematik so wenig Alchimie enthalten ist, wie Mythos in den Evangelien.

Die Kirche ist in erster Linie ein Mysterium: Sie ist der mystische Leib Christi, dessen Haupt Er, der Herr, dessen Mutter die allerseligste Jungfrau Maria ist und dessen – zum Teil unwürdige – Glieder wir, die Gläubigen, sind. Nachdem nun die progressistischen Theologen – zum Leidwesen der gläubigen Wissenschaftler – wissenschaftshörig geworden sind, ist es ihnen, wie oben gesagt, nicht möglich, den Zusammenbruch des naturwissenschaftlichen Materialismus für eine Apologetik zu nutzen. Es sei denn, sie würden den Hochmut mit dem größeren Mut zur Demut überwinden und das tun, was Johannes der Täufer an der Schwelle vom Alten zum Neuen und Ewigen Bund gefordert hat: Gesinnungsänderung – Buße und Umkehr.

Andernfalls müssen wir uns nicht wundern, wenn eine Flut von Sekten den Durst nach religiösen Werten ausnutzt und ein ganzes Spektrum von geistigen Giften verabreicht. Besonders gefährlich ist die New-Age-Bewegung, weil sie mit einem weltweiten Netzwerk arbeitet und ihre Lügen mit Hilfe einer Wahrheit verbreitet: mit dem, was die wissenschaftshörigen Theologen nicht wagen, nämlich eine klare Absage an den naturwissenschaftlichen Materialismus mit Argumenten aus der modernen Physik (wie das zum Beispiel einer der Wortführer von New Age, der Physiker Fritjof Capra, tut). Wiederum bestätigt sich die Weisheit des heiligen Thomas von Aquin: „Malum non potest inveniri sine bono“ – „Das Böse kann ohne das Gute nicht eindringen“.
Hierarchie der Kirche

Die Kirche ist eine Hierarchie im eigentlichen Sinne des Wortes und daher von einmaliger Art: die Hierarchie schlechthin – die Herrschaft der Heiligen. Die Glieder des mystischen Leibes Christi, dessen Haupt ER ist, sind die zur Kirche gehörenden Menschen, und zwar die Lebenden und die Verstorbenen. Die Kirche ist also das über Raum und Zeit vom Dies- ins Jenseits ragende Lebewesen, sie ist das Leben überhaupt, weil ihr Haupt das Leben ist: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14, 6). Ohne IHN gibt es kein Leben, weil ER Gott und weil Gott das Leben ist.

Der größte Teil des mystischen Leibes lebt im Jenseits, da es viel mehr Verstorbene, das heißt viel mehr im Jenseits als im Diesseits lebende Menschen gibt. In der Hierarchie der Kirche folgt nach der Person Jesu Christi des Dreieinen Gottes die allerseligste Jungfrau Maria als Mutter der Kirche, weil sie in der alles überragenden Gnade des durch sie Mensch gewordenen Gottes die Muttergottes sein durfte.

Nach ihr folgen in der Hierarchie der Kirche die Erzengel und Engel, dann die Heiligen (es gibt viel mehr Heilige als die von der Kirche heiliggesprochenen Menschen), dann die Bischöfe mit dem Nachfolger Petri, dem Bischof von Rom, dem Papst, an der Spitze ihrer Gemeinschaft, dann die Priester, Ordensleute und Laien. Da die Heiligen über dem Klerus stehen, kann in der Hierarchie der Kirche eine arme Mutter, die ihre Kinder zu einem gottgefälligen Leben erzieht, viel höher stehen als ein in der Politik mächtiger Papst. „Gebt mir heilige Mütter, und ich mache euch eine bessere Welt“, sagte der heilige Papst Pius X.

Ein Beispiel: In dieser unserer Zeit des Mangels an Berufungen zum Priestertum und Ordensleben sind in einem kleinen Ort in der Schweiz aus den acht Kindern eines heiligmäßigen Ehepaars vier Priester und eine Äbtissin hervorgegangen. Eigentlich sind es gerade die Skandale der Kirchengeschichte, die beweisen, daß die Kirche eine von Gott begründete Hierarchie ist: Die Kirche besteht – allen Skandalen zum Trotz – schon nahezu zweitausend Jahre, wogegen jede aus Menschenwerk hervorgegangene Hierarchie spätestens nach ein paar Jahrhunderten untergegangen ist. Leider gibt es immer wieder unwürdige Vertreter der Kirche, Kleriker und Laien, in hoher und untergeordneter Stellung – kranke Glieder des mystischen Leibes Christi.

Aber den Unwürdigen steht eine überwiegende Zahl von Heiligen gegenüber, die allerdings – wie das in der Welt eben ist – viel weniger bekannt sind als die Skandalösen. Die Unheiligen werden von den Heiligen getragen, in der Kirche haben alle Platz, weil jedem Menschen das Tor zur Bekehrung offensteht. Keinem Menschen wird das Sakrament der Buße verweigert. Das Pausenzeichen von Radio Vatikan verkündet die entscheidende Botschaft der Menschheitsgeschichte über die ganze Welt: „Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat!“ – „Christus Sieger, Christus König, Christus Herrscher in Ewigkeit!“ Wer bei der Kirche ist, fährt auf einem unsinkbaren Schiff der ewigen Heimat zu: „Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16, 18).

Manchen Heiligen wurden Offenbarungen gewährt, die – nach einer gründlichen Prüfung durch die verantwortlichen Organe der Kirche – dem Offenbarungsschatz der Kirche beigefügt wurden. Aber – und das ist zu betonen – die Substanz der Offenbarungen, die im Alten Testament Gott durch seine Propheten und im Neuen Testament Gott durch sich selbst in der Person Jesu Christi den Menschen mitteilte, ist weder vertieft noch erweitert, sondern lediglich mit Verfeinerungen in der Darstellung veranschaulicht worden. Die Offenbarungswahrheiten haben mit der Botschaft Jesu Christi ihren Abschluß gefunden.

Wegen der von Gott eingesetzten Hierarchie sind außerhalb eines Konzils Mehrheitsbeschlüsse (Plebiszite) in der Kirche gegenstandslos. Es gibt deshalb keine „Kirche von unten“, es gibt nur die eine heilige katholische und apostolische Kirche. In dieser Kirche haben alle und besonders jene, die unten sind, Platz. In der Kirche geht es nicht um den Willen einer Mehrheit, sondern um den Willen Gottes. Der Wille der Mehrheit kann gut oder böse sein. Böse ist er ganz gewiß dann, wenn die Mehrheit – wie beispielsweise im Kommunismus oder Nationalsozialismus – den Willen Gottes mißachtet.

Und wer sich gegen die Kirche wendet, mißachtet den Willen Gottes. Wenn die Anhänger einer „Kirche von unten“ ein heiligmäßiges Leben führen, rücken sie in der Hierarchie nach oben, um – möglicherweise – nach dem Tod ganz oben anzugelangen. Wer den Willen Gottes tut, lebt den Frieden Christi: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht so, wie die Welt gibt, gebe ich euch“ (Joh 14, 27). Der Friede, den die Welt gibt, führt zum Krieg, weil nicht der Wille Gottes, sondern der Wille der Menschen getan wird.
Dies- und Jenseits

Wir sind heute von Maschinen umgeben, die nach dem Willen der Menschen laufen. Diese von uns gemachte Welt täuscht vor, auch die Schöpfung sei eine Maschine. Aber die Schöpfung ist voller Freiheit, weil sie nach dem Willen Gottes aus Liebe zu den Menschen geschaffen ist. Die nach dem Willen der Menschen gemachte Maschine ist das Gegenteil von Freiheit, sie ist in ihren Sachzwängen gefangen. So wenig ein Fluß oder ein Wasserfall eine Maschine ist, ist ein Segelschiff oder eine Sand- oder gar eine Sonnenuhr eine Maschine.

Auch die Bahnen der Planeten, des Mondes, der Sonne und der Sterne sind keine Maschinen. Seit die Menschen die Zeit mit Maschinen messen, haben sie die Zeit zu Geld entwürdigt, sie haben ihr die Ewigkeit genommen und sie zu einer Zahlenunendlichkeit gelangweilt. In jener Welt, in die Christus aufgefahren ist und wohin er seine Mutter mitgenommen hat, ist jemand um so größer, je kleiner er in dieser Welt sein wollte. Viele von den Größten dieser Welt sind die Kleinsten in jener Welt. Und: Jene Welt ist ewig, diese Welt vergeht, was man beachten sollte, wenn man in dieser Welt groß sein will.

Das gewaltige Zeugnis für diese Wahrheit ist die Gottesmutter Maria. Aber auch alle heiligen Mütter und Väter, Eltern, die ihre Kinder zur Heiligkeit erzogen haben, sind im Himmel größer als alle eitlen Größen der Weltgeschichte. Unter anderem rechtfertigt die Mutter der „Aufklärung“, die materialistische Naturwissenschaft, die lebensbedrohenden Gefahren, die ihrer Tätigkeit erwachsen sind, mit der Verlängerung der mittleren Lebenserwartung der Menschen von 30 auf 70 Jahre (was übrigens nur für die 70jährigen gilt, wie hoch die Lebenserwartung der Neugeborenen oder gar der Nochnichtgeborenen im Mutterleib ist, weiß niemand).

Eine entscheidende Frage kümmert die Materialisten nicht: Wie wurde die Erwartung für das ewige Leben von dieser irdischen Lebensverlängerung beeinflußt? Wie viele Menschen haben durch die Verlängerung des irdischen Lebens das ewige Leben verloren, das sie vielleicht durch ein kürzeres Leben gewonnen hätten? Wie viele alte Herzen wurden durch die Lebensverlängerung böse und verhärtet? Keinesfalls darf ein längeres Leben einem besseren Leben gleichgesetzt werden.

In der Finsternis der „Aufklärung“ ist nur das Wirklichkeit, was man be-greifen, er-greifen, was man haben kann – was der Blinde zu ertasten vermag. Im Licht des Evangeliums leuchtet die Schönheit der ganzen Wirklichkeit der Welt, des Dies- und des Jenseits, des Seins und des Habens: die Schönheit des Lebens. In unseren dunklen Tagen erhellt Hoffnung den Horizont der Zeit. Das Evangelium leuchtet dort besonders hell, wo die Finsternis der „Aufklärung“ am schwärzesten ist: In den Ländern des zur Staats-„Religion“ erklärten Atheismus dringt der Glaube mit unaufhaltsamer Macht in die nach dem Wort Gottes hungernden Herzen ein, denn: „Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat!“ – „Christus siegt, Christus herrscht, Christus regiert!“ Gläubige Christen singen deshalb froh und überzeugend:

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, der erschuf die Welt,
den Sohn, der für uns litt den Tod,
den Heil’gen Geist, der uns erhält.
Wir glauben an die Kirch allein,
die einig, heilig, allgemein,
und an des Leibes Aufersteh’n
und ew’ges Leben in den Höhn. Amen
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Gonzague de Reynold Kleine Bettlektüre für alle „autonomen Geister“, „Freidenker“, „Humanisten“, „Atheisten“ und andere Schrittmacher der Moderne …
16. März 2010 um 13:06 · Gefällt

Posted in Verschiedenes on Mai 11, 2012 by androsch

Nach westlichem Demokratieverständnis hätte Gott zur Zeit Noahs eine Volksabstimmung machen sollen und den Begriff der Sünde abändern müssen. Doch das tat er nicht und das wird er auch nie tun. Sünde bleibt Sünde, auch wenn das ganze Volk einstimmig anderer Meinung ist. Und was Sünde ist und was nicht, bestimmte Gott, und er allein. Er richtete eines Tages alle Menschen, nachdem er sie jahrelang vergeblich hatte warnen lassen.

Damit können wir nun das Gefährliche an der Demokratie in Worte fassen: Sie lässt es zu, dass das trügerische Herz des Menschen über „gut“ und „böse“ entscheidet. Damit werden die Gebote Gottes immer mehr verwässert und belächelt, bis Sünde gar nicht mehr als Sünde empfunden wird. So gehen die Menschen in den demokratischen Ländern ahnungslos dem kommenden Unheil entgegen, denn Jesus warnt uns in Matthäus 24:37 / 38, dass das Gericht Gottes eines Tages wie zur Zeit Noahs plötzlich hereinbrechen wird. „Wie sie nämlich in den Tagen vor der Sintflut schmausten und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging, und es nicht merkten, bis die Sintflut kam und alle hinwegraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.“
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Posted in Verschiedenes on Mai 11, 2012 by androsch

Die von vielen Historikern. Philosophen und Ökonomen bewiesene Tatsache, daß Linke per se gefährliche Wahninnige sind, ist nun auch von einem ausgewiesenen Psychiater bestätigt worden.

Ein Linker ist jemand, der sich eine ideale Welt erträumt in der er sich einredet zu leben oder leben zu können. Linke verhalten sich dabei schizophren, indem sie jeden, der nicht ihre Ansichten teilt, zum Bösen in Menschengestalt erklären. Linke verhalten sich dabei wie die Gefolgsleute von politischen oder religiösen Führern, nur daß sie nicht einer einzigen Person hinterherlaufen, sondern einer fixen Idee, die sie selbst im Angesicht von eindeutigen Beweisen und Argumenten nicht willens sind aufzugeben. Linke sind dabei auch durchaus pathologisch und folgen alle den Idealen ihrer fixen Idee, welche sie als ihre eigene Meinung ausgeben. Wenn Linke die Möglichkeit erhalten, sind sie gegenüber ihren Gegnern weitaus totalitärer als das, was sie vorgeben zu bekämpfen.

„Basierend auf stark irrationalem Glauben und Gefühlen untergraben die Linken unerbittlich die wichtigsten Prinzipien, auf denen unsere Freiheiten gegründet wurden” sagt Dr. Dr. Lyle Rossiter in seinem Buch „The Liberal Mind: The Psychological Causes of Political Madness.” (Der linke Geist: Die psychologischen Ursachen für politischen Wahnsinn). Dr. Rossiter ist nicht irgendwer, sondern hat in seiner 35-jährigen Laufbahn über 1.500 Patienten behandelt und erstellte psychologische Gutachten in über 2.700 Gerichtsverfahren. „Wie verzogene und wütende Kinder rebellieren sie gegen die normalen Verantwortungen von Erwachsenen und fordern, daß ein elterlicher, daß heißt totaler Staat ihre Bedürfnisse von der Wiege bis zum Grab befriedigt.” so Rossiter über die Linken. Rossiter geht davon aus, daß das öffentliche zur Schau gestellte linke Unwesen nur als psychologische Krankheit verstanden werden kann:
„Ein Sozialwissenschaftler, der die menschliche Natur versteht, wird die wichtigen Rolle freier Entscheidungen, freiwilliger Zusammenarbeit und moralischer Rechtschaffenheit nicht abtun, wie die Linken dies tun. Ein politischer Führer, der die menschliche Natur versteht, wird nicht die persönlichen Unterschiede in Talent, Antrieb, persönlichem Einsatz und Arbeitsethos ignorieren, und dann versuchen der Bevölkerung wirtschaftliche und soziale Gleichheit aufzuerlegen, wie die Linken dies tun. Ein Gesetzgeber, der die menschliche Natur versteht, wird keine Gesellschaft schaffen, welche die Bürger eines Landes überreguliert und überbesteuert, ihren Charakter verdirbt und sie zu Zöglingen des Staates macht, wie die Linken dies tun.”

Dr. Rossiter führt weiter aus, wie sich die Linken die Schwächen und Ängste zunutze machen, indem sie der Gesellschaft einreden, daß bestimmte Gruppen benachteiligt wären und sie deshalb ein Recht auf Vorzugsbehandlungen oder sonstige Kompensationen hätten. Außerdem lehnten Linke die Eigenverantwortlichkeit des Individuums ab und ordnen das Individuum vielmehr dem Willen des Staates unter. Auch nährten Linke immer wieder die Gefühle von Neid und Mißgunst.
„Die Wurzeln der Linken – und der damit verbundene Wahnsinn – kann deutlich an der Entwicklung des Kindes vom Säugling bis zum Erwachsenen nachvollzogen werden und wie eine verquere Entwicklung die unvernünftigen Denkweisen des Linken produzieren. Wenn der moderne Gutmensch über imaginäre Opfer heult, Wut gegen imaginäre Bösewichte aufstaut und vor allen Dingen, wenn er das Leben von Menschen bestimmen will, die sehr wohl kompetent sind ihr eigenes Handeln zu bestimmen, dann wird die Neurose des Gutmenschen schmerzlich sichtbar.”

Der französische Schriftsteller und selbsternannte Linksintellektuelle Jean-Louis Servan-Schreiber erkannte in seinem Buch „Die totale Herausforderung. Die Entscheidung der achtziger Jahre” die Gründe, warum so viele Menschen in der heutigen Zeit Selbstverantwortung scheuen und lieber andere Gründe für persönliches Versagen finden: „Eine einzige Idee hat unser Jahrhundert, unterstützt von zwei zeitgenössischen Säulen, der Psychologie von Freud und dem Sozialismus von Marx, dominiert, nämlich daß das Individuum nicht die Hauptverantwortung dafür trägt, was es ist und tut. Diese zwei a priori Konzepte menschlicher Erfahrung machen uns zu verwundbaren und machtlosen Individuen, die umsorgt werden wollen.”
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Posted in Verschiedenes on Mai 11, 2012 by androsch

… In der Ordnung der Lehren ist der Liberalismus Häresie. Häresie nennt man jede Lehre, welche ausdrücklich und hartnäckig einen christlichen Glaubenssatz, leugnet. Der Liberalismus als Lehre leugnet aber erstens alle Glaubenssätze im Allgemeinen und dann jeden einzelnen im Besondern. Er leugnet alle im Allgemeinen, wenn er die absolute Unabhängigkeit der individuellen Vernunft im Individuum und der sozialen Vernunft oder des öffentlichen Kriteriums in der Gesellschaft behauptet oder annimmt. Wir sagen: behauptet oder annimmt, weil man zuweilen in den sekundären Folgerungen das liberale Prinzip nicht behauptet, sondern als vorausgesetzt und angenommen hinnimmt. Er leugnet die unbedingte Gerichtsbarkeit des göttlichen Heilandes über die Menschen und die Gesellschaften und mithin auch die übertragene Gerichtsbarkeit, welche das sichtbare Oberhaupt der Kirche von Gott empfing über alle und jeden einzelnen Gläubigen, welchen Standes und welcher Würde dieselben auch sein mögen. …

(aus ‚Der Liberalismus ist Sünde‘ von Monsignor Dr. Felix Sardà y Salvany)

Das Werk ist leider nur noch sehr schwer zu bekommen (und wenn, dann recht teuer …).
Aber es gibt ja zum Glück das:

-> http://openlibrary.org/books/OL7229376M/Der_Liberalismus_ist_S%C3%BCnde

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Dir, Marco Reese und 6

Posted in Verschiedenes on Mai 11, 2012 by androsch

„Der Laizismus eine Pest! Also eine totbringende Krankheit. Die Päpste haben das Münzrecht im Reich der Ideen. Sie geben jedem Gedanken den rechten Namen und verlangen dann naturgemäß, daß man jedem Wort die ursprüngliche Bedeutung lasse oder sie ihm wieder zurückgebe! Keine Falschmünzerei! Wenn deswegen der Heilige Vater sagt: Der Laizismus ist eine Pest, dann haben wir kein Recht, in ihm nur leichte Unpäßlichkeit der modernen Gesellschaft zu sehen. Der Arzt, der die schwere Erkrankung als harmlose Schwäche behandelte, würde zum Volksfeind und Totengräber. Wenn der Papst Pest sagt, müssen auch wir Pest sagen.“ (Prälat Robert Mäder)
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Posted in Verschiedenes on Mai 11, 2012 by androsch

„Die moderne Humanität, diese Similisonne des Menschentums, ist den guten und bösen Geistern, den Höhen und Abgründen gleich weit entfernt. Ihr Weg gleicht dem eines Wanderers, den ein grauer Wolkenschirm vor den Strahlen eines unbarmherzigen Lichtes schützt und den eine staubige Landstrasse von den unterirdischen Gewässern trennt. Sie ist ein Traum, aber einer ohne Farbe und Bilder, einer der langweiligsten Träume, auf die man je verfallen ist, ein Traum, wie ihn ein Strassenbahnpassagier um drei Uhr nachmittags träumt. Sie ist eine Angelegenheit der Strassenbahnpassagiere überhaupt. Es ist unmöglich, an ihr teilzuhaben, insofern man sein Leben durch Spannung, Rang und Unterschied bestimmt, insofern man Krieger, Gläubiger oder Dichter, Mann, Weib oder Kind ist, ja schon insofern als man die fehlende halbe Flasche Sekt im Leibe hat.“

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