Grausamkeit und Verweichlichung

Grausamkeit und Verweichlichung
Einsortiert unter: AdS-Autoren,Sternbald (A) — sternbald @ 01:38
Tags: Abschaffung des weißen Mannes, Überlebensfähigkeit, Überlebenswille, Dekadenz, deutsche Romantik, Friedrich Nietzsche, Grausamkeit, Jacob Burckhardt, modernes Sklavendasein, Montesquieu, Ritterlichkeit, Sklaven ohne Ketten, Untergang Europas, Verweichlichung

[…] während also die Demokratisirung Europa’s auf die Erzeugung eines zur Sklaverei im feinsten Sinne vorbereiteten Typus hinausläuft, wird, im Einzel- und Ausnahmefall, der starke Mensch stärker und reicher gerathen müssen, als er vielleicht jemals bisher gerathen ist […].

Friedrich Nietzsche

Jan Luyken: „Die Heilige Inquisition“

Grausamkeit ist ein komplexes Phänomen; sie ist in unserem Leben allgegenwärtig und gleichzeitig für den Durchschnittsdeutschen kaum direkt erfahrbar. Als Opfer eines (inzwischen gar nicht mehr so) leisen Genozids sind wir permanent unglaublicher Grausamkeit ausgesetzt, allerdings in Form einer von Vielen gar nicht wahrgenommenen „weichen Gewalt“. Wir werden systematisch dazu gebracht, bestimmte Formen der Grausamkeit hinzunehmen und dabei selbst zu verweichlichen. Grausamkeit wird in den Medien einerseits in der Fiktion verherrlicht, in Bezug auf die Wirklichkeit aber zensiert. In Serien wie Six feet under werden wir an den Anblick von Leichen gewöhnt und verlieren unser Gefühl für Pietät; in den Filmen Quentin Tarantinos werden wir durch eine pervertierte Sympathielenkung dazu gebracht, uns über die brutale Ermordung von Deutschen zu amüsieren. Wirkliche Grausamkeit in unserer unmittelbaren Umwelt wird aber vor uns verborgen und geleugnet. Nicht nur, dass Verbrechen wie die Gruppenvergewaltigung deutscher Mädchen oder die „Steinigung“ deutscher Männer mit Fußtritten durch zugereiste Nutznießer unseres Sozialsystems (eine klassisch orientalische Methode) nach Möglichkeit verheimlicht wird. Gewalt geht angeblich immer nur von Deutschen (bzw. Weißen) aus, auch wenn die meisten von uns wahrscheinlich keiner Fliege etwas zuleide tun können; andere Völker werden prinzipiell als offenherzig, charmant, tolerant und gastfreundlich dargestellt.

Die deutschen Romantiker (hier Moritz von Schwind) verklärten das Mittelalter.
Mehrfach wurde von Kommentatoren auf As der Schwerter geäußert, dass die Deutschen von Natur aus nicht grausam seien und dass uns ein ritterliches Verhalten gut anstehe. Dieser Gedanke ist mir sympathisch, und ich halte ihn bis zu einem gewissen Grad auch für zutreffend, bin mir dabei aber ziemlich sicher, dass sich die für die deutsche Kultur charakteristischen Vorstellungen von Ritterlichkeit erst mit dem Mittelalterkult der Romantiker herausgebildet haben. Inwiefern wir Deutschen mit dieser idealistisch-romantischen Sichtweise allein sind, zeigt uns Wolfgang Venohrs sehr lesenswerte Beschreibung seiner Erfahrungen als SS-Soldat (Die Abwehrschlacht), wo er berichtet, wie er nach dem Kampf an der Ostfront damit rechnete, im Westen einem „ritterlichen Feind“ gegenüberzutreten. Dies bewahrheitete sich nicht. Nach einem eher unritterlichen Kampf mussten viele der unterlegenen Deutschen – wenn sie denn überlebten – die Demütigungen der hohnlachenden britischen und nordamerikanischen Sieger über sich ergehen lassen.

Karl Friedrich Schinkel: Landschaft mit gothischer Kathedrale
Auch in der Gegenwart besteht für alle von uns die Möglichkeit, neben der erwähnten weichen Grausamkeit auch harter Grausamkeit ausgesetzt zu werden; im Falle offener gewalttätiger Auseinandersetzungen eventuell sogar systematisch und umfassend. Wie sollten wir darauf reagieren? Können wir darauf angemessen reagieren? Verwandt mit der Grausamkeit ist die Härte, welche ich für eine positive Eigenschaft halte, solange sie nicht das ganze Wesen bestimmt, so dass man körperlich und seelisch verhärtet. Ebenso gehe ich davon aus, dass man in bestimmten Situationen und gegenüber bestimmten Feinden möglicherweise zu einer Härte, die sich prinzipiell nicht von Grausamkeit unterscheidet, gezwungen sein kann, um das eigene Überleben – auch kollektiv – zu sichern.

Wie uns Nietzsche bestätigt, können wir unser eigenes Potential am besten durch einen Blick auf unsere Vorfahren abschätzen:

Es ist aus der Seele eines Menschen nicht wegzuwischen, was seine Vorfahren am liebsten und beständigsten gethan haben: ob sie etwa emsige Sparer waren und Zubehör eines Schreibtisches und Geldkastens, bescheiden und bürgerlich in ihren Begierden, bescheiden auch in ihren Tugenden; oder ob sie an’s Befehlen von früh bis spät gewöhnt lebten, rauhen Vergnügungen hold und daneben vielleicht noch rauheren Pflichten und Verantwortungen; oder ob sie endlich alte Vorrechte der Geburt und des Besitzes irgendwann einmal geopfert haben, um ganz ihrem Glauben – ihrem “Gotte” – zu leben, als die Menschen eines unerbittlichen und zarten Gewissens, welches vor jeder Vermittlung erröthet. Es ist gar nicht möglich, dass ein Mensch nicht die Eigenschaften und Vorlieben seiner Eltern und Altvordern im Leibe habe: was auch der Augenschein dagegen sagen mag. Dies ist das Problem der Rasse.

Von einem Kommentator (ich glaube, es war Bran) wurde im Hinblick auf unsere Urahnen unser Potential an Grausamkeit so eingeschätzt:

Die Kelten haben Rom gestürmt und die Bande dieser Sandalenträger ziemlich aufgemischt. Dann nahmen sie einen Riesenhaufen Gold mit und verzogen sich wieder in ihre Stammesländer zurück. Sie haben die Römer nicht ausgerottet und doch haben sie damals gesiegt. Die Germanen haben den Römern an einem weiterhin unbekannten Waldrand den Arsch versohlt und ihre Grenzen damit auf lange Zeit unattraktiv gemacht. Sie stürmten nicht weiter und rotteten die Römer aus.

Die Studien des Althistorikers Jacob Burckhardt (das Gesamtwerk ist jüngst günstig bei 2001 neu in zwei Bänden herausgegeben worden) legen ein anderes Szenarium nahe: Von der Zeit des Augustus an wurde das römische Reich zunehmend von Germanen überschwemmt. Ab einem gewissen Zeitpunkt stellten sie in der Armee und dann auch in der Bevölkerung zumindest in Norditalien die Mehrheit. Die Römer gibt es nicht mehr; Rom wurde germanisiert, vom Geburtenüberschuss unserer Urahnen fortgeschwemmt. Norditalien hat noch heute einen stark germanischen Einfluss, man begegnet dort noch blonden und blauäugigen Menschen. Die iberische Halbinsel wurde ebenfalls germanisiert. Selbst in Mexiko gibt es infolge der Kolonialisierung Amerikas noch eine kleine Minderheit an Ariern. Die germanischen Vandalen sind bis nach Nordafrika gewandert (und haben sich dort aufgelöst). Warum konnte Mitteleuropa dominant germanisch-keltisch bleiben? Weil Geburtenüberschuss und rücksichtsloser Expansionsdrang einen Puffer gegen die nichtarischen Völker schafften. Zweifelsohne war die germanische Expansion mit Raubzügen, Plünderungen und Metzeleien verbunden. Auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass sie aus purer Lust an der Grausamkeit handelten, halte ich es ebenso für unwahrscheinlich, dass unsere Vorfahren sich dabei besonders rücksichtsvoll zeigten.

Und warum verschwanden die Römer? Nietzsche ist sich mit Montesquieu darin einig, dass sie eines der rücksichtslosesten, stolzesten und härtesten Völker waren. In den Glanzzeiten der Expansion leisteten sie Unglaubliches: Das Potential überlegener Technik und Strategie wurde durch äußerste Härte gegen sich selbst und den Feind voll ausgeschöpft. Montesquieu veranschaulicht in seiner Rom-Studie (Considérations sur les causes de la grandeur des Romains et de leur décadence) detailliert, wie dieses Kriegervolk (freie Landbesitzer nahmen selbst die Verteidigung ihrer Heimat – und deren Expansion – in die Hand) über die Jahrhunderte so verweichlichte, dass sich gegen Ende des Reiches kaum noch gebürtige Römer dazu bereitfanden, im Heer zu dienen; die letzten zweihundert Jahre wurde das Reich überwiegend von Barbarenkaisern regiert, und die germanischen Söldner machten zuletzt gemeinsame Sache mit den ihnen blutsverwandten Eindringlingen, welche sie eigentlich abwehren sollten.

Friedrich Nietzsche
In Nietzsches Studien zur Genese unserer Werturteile (Jenseits von Gut und Böse und Zur Genealogie der Moral) kann man lesen, wie robust unsere Vorfahren noch vor wenigen hundert Jahren veranlagt waren. Auch literarische Texte wie Kleists Michael Kohlhaas (die Handlung spielt im 16. Jahrhundert) geben davon einen Eindruck: Der sich gegen die korrupte Obrigkeit auflehnende Protagonist wird nach seinen Rachefeldzügen dazu verurteilt, mit glühenden Zangen von Schinderknechten gekniffen, dann gerädert und schließlich gehängt (oder gevierteilt) zu werden. Nach Nietzsche (Genealogie) waren solche öffentlichen Vorführungen für unsere Vorfahren ein „Fest der Grausamkeit“:

Es widersteht, wie mir scheint, der Delikatesse, noch mehr der Tartüfferie zahmer Hausthiere (will sagen moderner Menschen, will sagen uns), es sich in aller Kraft vorstellig zu machen, bis zu welchem Grade die Grausamkeit die grosse Festfreude der älteren Menschheit ausmacht, ja als Ingredienz fast jeder ihrer Freuden zugemischt ist; wie naiv andrerseits, wie unschuldig ihr Bedürfniss nach Grausamkeit auftritt, wie grundsätzlich gerade die »uninteressirte Bosheit« (oder, mit Spinoza zu reden, die sympathia malevolens) von ihr als normale Eigenschaft des Menschen angesetzt wird –: somit als Etwas, zu dem das Gewissen herzhaft Ja sagt! Für ein tieferes Auge wäre vielleicht auch jetzt noch genug von dieser ältesten und gründlichsten Festfreude des Menschen wahrzunehmen; in »Jenseits von Gut und Böse« S. 117 ff. (früher schon in der »Morgenröthe« S. 17. 68. 102) habe ich mit vorsichtigem Finger auf die immer wachsende Vergeistigung und »Vergöttlichung« der Grausamkeit hingezeigt, welche sich durch die ganze Geschichte der höheren Cultur hindurchzieht (und, in einem bedeutenden Sinne genommen, sie sogar ausmacht). Jedenfalls ist es noch nicht zu lange her, dass man sich fürstliche Hochzeiten und Volksfeste grössten Stils ohne Hinrichtungen, Folterungen oder etwa ein Autodafé nicht zu denken wusste, insgleichen keinen vornehmen Haushalt ohne Wesen, an denen man unbedenklich seine Bosheit und grausame Neckerei auslassen konnte (– man erinnere sich etwa Don Quixote’s am Hofe der Herzogin: wir lesen heute den ganzen Don Quixote mit einem bittren Geschmack auf der Zunge, fast mit einer Tortur und würden damit seinem Urheber und dessen Zeitgenossen sehr fremd, sehr dunkel sein, – sie lasen ihn mit allerbestem Gewissen als das heiterste der Bücher, sie lachten sich an ihm fast zu Tod). Leiden-sehn thut wohl, Leiden-machen noch wohler – das ist ein harter Satz, aber ein alter mächtiger menschlich-allzumenschlicher Hauptsatz, den übrigens vielleicht auch schon die Affen unterschreiben würden: denn man erzählt, dass sie im Ausdenken von bizarren Grausamkeiten den Menschen bereits reichlich ankündigen und gleichsam »vorspielen«. Ohne Grausamkeit kein Fest: so lehrt es die älteste, längste Geschichte des Menschen – und auch an der Strafe ist so viel Festliches!

Anschaulich ist auch das Verhalten der Landsknechte im 30jährigen Krieg. Erst in relativ kurz zurückliegender Vergangenheit hat man dann begonnen, den Krieg zu normieren (Haager Landkriegsordnung etc.). Wenn die Teilnehmer sich nicht daran halten (wie die Gegner Deutschlands im 2. Weltkrieg) ist das aber auch nur ein Stück Papier. In den uns möglicherweise bevorstehenden Auseinandersetzungen werden wir eventuell ebenfalls vergleichsweise wenig zartbesaiteten Gegnern gegenüberstehen:

Fußbrett (Deutschland)
Vielleicht that damals – den Zärtlingen zum Trost gesagt – der Schmerz noch nicht so weh wie heute; wenigstens wird ein Arzt so schliessen dürfen, der Neger (diese als Repräsentanten des vorgeschichtlichen Menschen genommen –) bei schweren inneren Entzündungsfällen behandelt hat, welche auch den bestorganisirten Europäer fast zur Verzweiflung bringen; – bei Negern thun sie dies nicht. (Die Curve der menschlichen Schmerzfähigkeit scheint in der That ausserordentlich und fast plötzlich zu sinken, sobald man erst die oberen Zehn-Tausend oder Zehn-Millionen der Übercultur hinter sich hat; und ich für meine Person zweifle nicht, dass, gegen Eine schmerzhafte Nacht eines einzigen hysterischen Bildungs-Weibchens gehalten, die Leiden aller Thiere insgesammt, welche bis jetzt zum Zweck wissenschaftlicher Antworten mit dem Messer befragt worden sind, einfach nicht in Betracht kommen.) Vielleicht ist es sogar erlaubt, die Möglichkeit zuzulassen, dass auch jene Lust an der Grausamkeit eigentlich nicht ausgestorben zu sein brauchte: nur bedürfte sie, im Verhältniss dazu, wie heute der Schmerz mehr weh thut, einer gewissen Sublimirung und Subtilisirung, sie müsste namentlich in’s Imaginative und Seelische übersetzt auftreten und geschmückt mit lauter so unbedenklichen Namen, dass von ihnen her auch dem zartesten hypokritischen Gewissen kein Verdacht kommt (das »tragische Mitleiden« ist ein solcher Name; ein andrer ist »les nostalgies de la croix«).

Ich kann nicht anders, als hier an die zeitgenössische Holocaustreligion zu denken. Geht es hier nicht um eine subtile, seelische Grausamkeit, hinter der zwar ursprünglich und hauptsächlich Kräfte stehen, die nach unserer Zerstörung trachten, in denen sich manch „hysterisches Bildungs-Weibchen“ beiderlei Geschlechts jedoch mit Wonne suhlt?

Als Nietzsche 1886 der Zeit den Puls fühlte, diagnostizierte er bereits treffsicher, was sich inzwischen zu einem Wahnsinn ausgewachsen hat:

Es wäre ein Machtbewusstsein der Gesellschaft nicht undenkbar, bei dem sie sich den vornehmsten Luxus gönnen dürfte, den es für sie giebt, – ihren Schädiger straflos zu lassen. »Was gehen mich eigentlich meine Schmarotzer an? dürfte sie dann sprechen. Mögen sie leben und gedeihen: dazu bin ich noch stark genug!«

Ähnlich mögen unterbewusst auch manche in Rotweingürteln hausenden Wähler ihrer eigenen Henker empfinden, die noch das Glück haben, Eltern blonder Maximilians und Julianen sein zu dürfen. Wenn sich auch durch das von unseren Vorfahren ererbte Potential die überlegene Stärke, die sich in einem solchen Empfinden ausdrückt, im individuellen Vergleich mit unseren unmittelbaren Schädigern bewahrheiten mag, so ist sie doch vor dem Hintergrund des demographischen, innen- und weltpolitischen Szenariums und der tatsächlichen Kräfte, die uns die Schädiger, an denen wir unsere Güte beweisen dürfen, hergeschickt haben, doch ein Selbstbetrug, dessen fatale Folgen wir mit Recht zu fürchten haben.

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Kommentare (112)
112 Kommentare »

1.Zusammen ein paar Kameraden arbeite ich auf Grundlage eigener Erfahrungen in Extremsituationen und unter Heranziehung zeitloser historischer Erfahrungsberichte und anderer Literatur an einer alternativen Konfliktethik, die weltanschauliche Grundlagen für Einstellungen wie z.B. Härte schaffen und gleichzeitig Dämme in Richtung degenerativer Erscheinungen errichten soll. Wir gehen davon aus, dass nach dem Scheitern der gegenwärtig vorherrschenden linksliberalen Moral das Pendel (z.B. bei Konflikten innerhalb Deutschlands) wieder in die andere Richtung ausschlagen wird und dabei Erscheinungen auftreten könnten, die deutschen Anliegen nicht förderlich wären.
Kern dieser alternativen Ethik ist das Ziel des Schutzes bzw. des Überlebens der eigenen Gemeinschaft. Fast jedes ethische Problem ist mit Hilfe dieses Kriteriums lösbar. Was an Härte zur Errichung dieses Zieles erforderlich ist halten wir für ethisch geboten, und was darüber hinausgeht oder dahinter zurückbleibt für ethisch falsch. Besser ist es aber, an Härte zu übertreiben solange das Überleben der Gemeinschaft gesichert ist, als zu untertreiben und dabei die Gemeinschaft zu gefährden.

Kommentar von tos — 22. März 2012 @ 03:55

2.Es ist Gehirnwäsche, die Schlacht gegen Varus als die Großtat Hermanns darzustellen. Seine Heldentat besteht im Sieg über die Römer in ihrem größten Krieg (14 bis 16). Fünf Jahre hatten die Römer für diesen Krieg gerüstet. Wir haben sie besiegt. Hermann hatte uns geeinigt.

Kommentar von Gottfried Feder — 22. März 2012 @ 07:06

3.Rom wurde als deutscher Staat gegründet und ist als Kanakenrepublik untergegangen. Man schaue sich die Bilder der Römer im Laufe der Zeit an. »Spätrömische Dekadenz« ist ein Synonym für Rassenschande und Völkermord.

Wir Deutschen sind die einzigen Nachfolger der Atlanter. Der Weltkrieg hat das endgültig bewiesen. Das atlantische Kernreich lag in Schleswig-Holstein. Die Insel Atlantis befand sich zwischen Helgoland und der Eidermündung. Von dort kam das Kupfer und der Bernstein her. Die Atlanter hatten bereits im goldenen Zeitalter einen Großteil Europas besiedelt. Dafür mußten sie kaum kämpfen, denn Europa war zuvor nur dünn besiedelt. Die Welt wurde erkundet, der Globus erfunden. Unsere Vorfahren wußten, daß die Erde eine Kugel ist. Wir haben Amerika besiedelt (Jahrtausende vor den Indianern) und selbst die Ureinwohner von Neuseeland waren Deutsche. Es gab Expeditionen nach China, die bis nach Japan reichten. Die Ainu zeugen davon. Japaner und Koreaner sehen uns nicht ohne Grund ähnlicher als die anderen Mongoloiden.

Krieg gab es erst, als Atlantis unterging und unsere Heimat unbewohnbar wurde (ausgelöst durch den Stern von Betlehem, dem Halleyschen Kometen). Das war Ragnarök, auch beschrieben in den sieben Plagen der Endzeit in der Bibel. Da fuhren die Überlebenden in den Mittelmeerraum. Alle Küsten bis auf Athen und Ägypten haben wir erobert. Wobei die dortige Bevölkerung in den meisten Fällen bereits durch das Feuer ausgelöscht war oder geflohen war. Einen richtigen Krieg gab es nur gegen Ägypten.

Wir sind die alten Griechen. Und selbst die alten Griechen in Griechenland (nach dem Untergang Atlantis) haben nur die Kultur ihrer Vorfahren von der Nordsee fortgeführt. Wir sind Männer, die ihre Körper stählen und dann im sportlichen Wettkampf antreten. Wenn wir uns ausruhen, sprechen wir über die Schifffahrt. Im goldenen Zeitalter (vor Ragnarök) kannten wir keine Sklaven. Das schließe ich daraus, daß wir im Kernland bis heute reinen Blutes sind. Außerdem spricht unsere Vertrauensseeligkeit dafür.

Das goldene Zeitalter wird so genannt, weil wir unsere Erzeugnisse (Bernstein und Metallwaren) für Gold und Silber an fremde Völker verkauft haben.

Kommentar von Gottfried Feder — 22. März 2012 @ 07:43

4.Daß selbst Adolf Hitler und Heinrich Himmler den Judenhaß als ungermanisch bezeichneten, haben wir von Yehuda Bauer, dem ehemaligen Leiter des Instituts zur Erforschung des Holocaust in Yad Vashem (Jerusalem) erfahren:

“In seiner Niederschrift für Hitler vom Mai 1940 findet sich die Überlegung, daß ‘die bolschewistische Methode der physischen Ausrottung eines Volkes aus innerer Überzeugung als ungermanisch und unmöglich’ abzulehnen sei. Hitler vermerkt dazu am Rand: ‘Sehr richtig’.” (Y. Bauer, Freikauf von Juden, Jüdischer Verlag, Frankfurt 1996, S. 95.)

Im Gegensatz dazu plädierten Marx und Engels für die Ausrottung minderwertiger Völker wie Tschechen und Polen etc.
Wer das nicht glaubt: Sowjet Story anschauen, auf Deutsch: (kommt gleich zu Anfang)
http://vimeo.com/29854607

Rom integrierte zuviele Fremdvölker in sein Reich, die Ausweitung seines Bürgerrechtes (Staatsangehörigkeit) an Migranten führte zum Verlust der Identität. Der völkische Zusammenhalt der Römer ging dadurch verloren. Auch Sparta passierte dasselbe: Zugrunde gegangen an der Fressgier.
Ich halte die Analogie zu Deutschland für nicht gegeben: Wir wollen einfach in Deutschland, dem land der Deutschen, ohne Massen von Kulturfremden leben. Erobern wollen wir niemanden…

Kommentar von rolf — 22. März 2012 @ 07:48

5.Sorry, vergessen: Aus der Filmbeschreibung:

“Unmittelbar nach ihrer Uraufführung im Europäischen Parlament sorgte Die Sowjet-Story für einen weltweiten Aufruhr. Nur in der deutschen Presse und im deutschen Fernsehen wird der Film bis heute ignoriert.”

Wenn etwas in den BRD-Medien total ignoriert wird, dann lohnt es sich umso mehr.
Ist so ähnlich wie beim ZdJ: Wenn der Zeter und Mordio schreit, ist das ein Qualitätssiegel

Kommentar von rolf — 22. März 2012 @ 07:52

6.Fakt ist jedenfalls, daß den Deutschen der Willen zur Selbstbehauptung ausgetrieben wurde.

Kommentar von Karl Eduard — 22. März 2012 @ 08:49

7.@Sternbald: Das Zitat stammt tatsächlich von mir, ich möchte aber dazu anmerken, dass es hierbei weniger um eventuelle Grausamkeit ging, sondern vor allem darum, ob der Gedanke daran, ein Volk auszurotten, als der (nordwest-)europäischen Denkart und Kriegsführung eigen zu bezeichnen wäre. Ich vertrete nach wie vor die Ansicht, dass das Eliminatorische zutiefst unkeltisch und ungermanisch ist.

Grausamkeit hingegen ist eine Eigenschaft, die beim Menschen höchstens eindämmbar aber nie zu vermeiden ist, wenn er in kriegerische Handlungen verwickelt ist. Als die Kelten Rom plünderten, waren sie dabei äusserst grausam und auch das “vae victis” und die damit verbundene Demütigung der besiegten Römer, zeigen einen nicht unbeträchtlichen Sinn für Grausamkeit (wobei diese aber auch immer im Kontext der Zeit gesehen werden muss. Die Römer konnten damals durchaus auch froh sein, dass sie nicht in ihrer Gesamtheit als Sklaven verschleppt und verkauft wurden.). Die Germanen waren bei der Varusschlacht ebenfalls nicht gerade zart besaitet.
Die Unterwanderung Roms durch die germanischen Völker war weniger eine Eroberungsstrategie der Germanen, sondern vielmehr ein Prozess, der von den Römern selber angestossen wurde (in dem reichszerstörenden Ausmass erst viel später als die erwähnte Varusschlacht), indem sie immer mehr germanische Auxiliartruppen rekrutierten und diesen schliesslich immer mehr militärischen Einfluss überliessen, weil die Römer selber anscheinend immer Kriegsmüder oder weichlicher oder auch einfach bescheurter wurden.

Die Ritterlichkeit (die als Ideal schon im Mittelalter existierte bzw. konzipiert wurde, aber wie alle Ideale selten vollumfängliche Manifestation erfuhr) war ein Versuch, diese Grausamkeit zu reglementieren und/oder zu beschränken auf den Kampfplatz. Krieger haben ja die unselige Angewohnheit, die in der Übung und der Schlacht erworbene Härte auch im Zivilleben anzuwenden. Konzepte wie die Ritterlichkeit dienten dazu, den Krieger in Friedenszeiten zu zivilisieren und zu mässigen. Dass dieses Konzept in der Romantik überhöht und das Mittelalter somit in zu prächtigen Farben gemalt wurde, ist meiner Ansicht nach nicht Naivität, sondern es ist lediglich der Mechanismus der Mythenbildung, die ja vor allem dazu dienlich sein soll, den Menschen einen Halt und ein zu erreichendes Ziel an Verhalten und Tugenden zu bieten. Dass derjenige, der sich ritterlich verhält, in der Realität des Krieges erfahren muss, dass der Gegner sich eventuell nicht an diese Ideale hält, ist m.E. kein Argument gegen die Ritterlichkeit (wobei diese ja nicht bedeutet, dass man in der Schlachthandlung nachgiebig oder zögerlich wäre). Es ist einfach eine der Realitäten des Lebens, dass der Edelmütige in der Mehrheit von Unedlen umgeben ist. Naiv ist demzufolge nicht das Hochhalten der Ritterlichkeit, sondern vielmehr die Annahme, dass der Gegner ebenfalls solchen Idealen verpflichtet wäre. Ohnehin dient der Mythos eines Volkes ja nicht dem Verkehr mit anderen Völkern, sondern vor allem der positiven Identifikation des Eigenen. Gerade heute, in denen sämtliche Mythen als Lug und Trug diskreditiert worden sind und unsere Völker sämtlicher tiefwurzelnder Ideale entblösst dastehen, sehen wir ja, wie schwach und hinfällig eine Gemeinschaft ohne Mythen wird.

Die angesprochene Härte haben unsere Völker aber meiner Meinung nach nocht nicht verloren, sie wurde lediglich verschüttet. Ich glaube fest daran, dass die Hirnwäsche und Verweichlichungsstrategie gegenüber den Deutschen und den anderen keltogermanischen Völkern noch nicht lange genug gedauert hat, um solche Eigenschaften auszurotten. Die in einem anderen AdS-Artikel einmal angesprochene Konjunktur der Extremsportarten zeigt meines Erachtens, dass die innere Härte und die Leidensbereitschaft, die unsere Stämme kennzeichnet, nicht ausgestorben, sondern situationsbedingt einfach pervertiert und irregeleitet ist. Die Quelle ist aber immer noch vorhanden und aus ihr wird auch reichlich geschöpft.

Kommentar von branfendigaidd — 22. März 2012 @ 10:07

8.Ah ja, noch als Anmerkung: Ich bin Bran the blessed und dieser Name hier ist einfach kymrisch. Wieso WordPress mich gestern noch als Bran the blessed kommentieren liess und heute als branfendigaidd ist mir ein Rätsel, aber ich bin auch ein sehr ungeübter WordPressuser.

Kommentar von branfendigaidd — 22. März 2012 @ 10:58

9.@Gottfried Feder

“Rom wurde als deutscher Staat gegründet […]“. Solche Formulierungen (überhaupt das ganze “wir”) schmerzen mich. Abgesehen davon, dass sie faktisch einfach nicht stimmen (auch wenn die Römer mit unseren Urahnen verwandt bzw. teilidentisch sind, hat damals niemand von Deutschland gesprochen und v.a. nicht deutsch gesprochen) klingen sie überheblich und großsprecherisch. Diese ganze Atlantistheorie gehört eher dem Bereich der Poesie an. Wissenschaftlich gibt es da zuviele Ungereimtheiten (wobei ich die Aussage, dass Atlantis im Bereich des heutigen Norddeutschlands lag, durchaus für plausibel halte).

Vor allem sprachwissenschaftlich ist der behauptete Zusammenhang hanebüchen. Die komplexesten indogermanischen Sprachen sind das Altgriechische und das Lateinisch. Diese beiden Sprachen sind dem Deutschen und seinen Vorformen zwar weitläufig verwandt, aber in beide Richtungen wäre die Behauptung einer direkten Abstammung blanker Unsinn. Die römische Hochkultur war ganz offensichtlich keine “deutsche” bzw. germanische Hochkultur.

“Das schließe ich daraus, daß wir im Kernland bis heute reinen Blutes sind.” Auch das tut weh. Wer ist denn in Deutschland bitte “reinen Blutes”, und was soll das? Ganz viele aufrichtige, intelligente deutsche Patrioten haben ihren Anteil “fremden Blutes”; es gibt nicht wenige große patriotische Künstler und Denker mit dunkelbraunen Haaren und Augen. Dass wir hier nicht in einem tikkun-olam-Experiment zur Mulattenmischbevölkerung gemacht werden wollen, ist eine völlig andere Sache.

Kommentar von sternbald — 22. März 2012 @ 12:51

10.@ Rolf

“Ich halte die Analogie zu Deutschland für nicht gegeben: Wir wollen einfach in Deutschland, dem land der Deutschen, ohne Massen von Kulturfremden leben. Erobern wollen wir niemanden…”

Es besteht auch keine direkte Analogie in dem Sinne, dass unser Fall identisch mit dem Roms wäre. Natürlich ist er ganz anders. Was sich aber vergleichen lässt, ist das, was von dem Franzosen Bergson als “élan vital” bezeichnet wird. Diese spirituelle Lebensenergie und Spannkraft lässt sich über Indikatoren abschätzen, und von denen sind, denke ich, einige ähnliche gegeben.

Kommentar von sternbald — 22. März 2012 @ 12:55

11.@ Bran

“Dass derjenige, der sich ritterlich verhält, in der Realität des Krieges erfahren muss, dass der Gegner sich eventuell nicht an diese Ideale hält, ist m.E. kein Argument gegen die Ritterlichkeit (wobei diese ja nicht bedeutet, dass man in der Schlachthandlung nachgiebig oder zögerlich wäre).”

Das sehe ich auch so. Aber gerade deswegen müssen wir uns dieser Tatsache bewusst sein, um gewappnet zu sein.

Kommentar von sternbald — 22. März 2012 @ 12:57

12.@ sternbald: Ich spreche von Deutschen. Das ist sicherlich authentischer als Germanen oder Solutrier. Ein anderer authentischer Name ist Hünen. Wir haben uns nie Germanen genannt. Aber wir sprachen schon immer teutsch.

Ernst Gottlob Jäkels Thesen, die er in seinem Buch »Der germanische Ursprung der lateinischen Sprache und des römischen Volkes« (Breslau, 1830) veröffentlicht hat, wurden meines Wissens nie widerlegt. Antideutsche behaupten das zwar, ich habe habe im Weltnetz weder einen Versuch einer Widerlegung gefunden, noch einen konkreten Verweis auf eine Widerlegung. (Das Buch ist als PDF bei Google Books erhältlich.)

Es gibt keinerlei Ungereimtheiten bei der Atlantissage. Sie entspricht offensichtlich der Wahrheit. Man jederzeit zum Steingrund der untergangenen Insel Atlantis tauchen und sich die weit verstreuten Funde von Schwertern aus Helgoländer Bronze in Museen anschauen. Lest endlich Jürgen Spanuth!

»Ohne die Geschichte des Vaterlandes, ohne die Kenntnis seiner Vorteile, kann der Bürger sein Vaterland nicht lieben, ohne die Tugenden seiner Väter zu wissen, kann er ihnen nicht nachstreben; ohne von den Patrioten gehört zu haben, kann er ihnen nicht nacheifern; kurz, ohne die Kenntnis der vaterländischen Geschichte ist der Bürger ein Spielball in der Hand eines schlauen Betrügers.« – Friedrich Ludwig Jahn (1778–1852)

Vielleicht gehörst Du wie ich zu den Opfern des Lateinunterrichts. Ich meine, wir hatten grundsätzlich die Stelle, als Cäsar ein Lager der Helvetier erobert und von seinen Männern erbeutete Schrifttafeln gebracht bekommt, übersetzt. Jedenfalls wurden wir nicht darauf hingewiesen, daß dies ein Beweis ist, daß unsere Vorfahren eben nicht schriftlos waren. Cäsar konnte die Schrift lesen und erkannte, daß es sich um eine Zusammenstellung handelt, wie viel Mann von welchem Stamm sich der gesamtdeutschen Armee unter Helvetischer Führung angeschlossen hatten. Er meinte, die Schrift sei griechisch.

Ein weiterer Beweis ist, daß Karl der Westfranke systematisch alle Schriften einsammeln ließ und vernichtete. Dies wäre nicht nötig und nicht möglich gewesen, wenn es keine deutschen Schriften gegeben hätte.

Die Römer hatten nie eine Hochkultur. Die waren von Anbeginn an degeneriert. Sklaverei und die Erziehung mit der Peitsche sind undeutsch! Jede Römische Eroberung war ein Holocaust. Wieso werden die Römer verherrlicht? Es sind unsere Erzfeinde!

Manfred Huchthausen wohnt in der gleichen Gegend wie seine Vorfahren vor 3000 Jahren. Das ergab die Untersuchung der Leichen in der Lichtensteinhöhle. Wir sind die gleichen Menschen wie unsere Vorfahren. Noch immer sind wir der treudoofe Goliath, der sich vom fremdrassigen David übers Ohr hauen läßt.

Kommentar von Gottfried Feder — 22. März 2012 @ 14:41

13.Daß das Römische Reich unterging, war neben der imperialen Überdehnung (zu groß, um bei den damaligen Transport- und Nachrichtenmitteln rasch genug auf Probleme in fernen Provinzen reagieren zu können; zunehmende Unmöglichkeit des früheren Milizheersystems wegen zu langer Abwesenheit der Bürger bei Feldzügen in fernen Provinzen, deshalb Umstellung auf Berufs- und später zunehmend Söldnerheer mit allen problematischen Folgen) sicher auch Konsequenz der zunehmenden „ethnischen Vielfalt“ im immer größer werdenden Reich, die die Identifikation des Einzelnen mit dem Ganzen immer mehr untergrub. Siehe dazu auch meinen ausführlichen Kommentar # 33 zu Kairos’ Dialog auf der Nebukadnezar – reloaded, worin ich auch die spartanische und die römische Gesellschaft im Zusammenhang mit Karl Poppers Konzept der „Offenen Gesellschaft“ betrachte.

Bei Dennis Mangan gibt es zu diesem Thema auch einen sehr lesenswerten Artikel mit dem Titel Cultural Marxism Having Its Intended Effects on Community Life, worin es darum geht, daß es in den zunehmend „diversifizierten“ westlichen Gesellschaften seit der Babyboomergeneration immer weniger Bereitschaft gibt, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben, am politischen Prozeß teilzunehmen oder sich um andere zu kümmern. Hier sei nur ein kurzer Ausschnitt zitiert:

No one should be surprised by results like these, since an increasingly “diverse” America could be expected to produce them. Robert Putnam, the sociologist who is, or was, entirely in sympathy with the diversity program,

has found that the greater the diversity in a community, the fewer people vote and the less they volunteer, the less they give to charity and work on community projects. In the most diverse communities, neighbors trust one another about half as much as they do in the most homogenous settings. The study, the largest ever on civic engagement in America, found that virtually all measures of civic health are lower in more diverse settings.

“The extent of the effect is shocking,” says Scott Page, a University of Michigan political scientist.

Go ahead and be shocked, Professor Page, but that only shows that there are some things so stupid it takes an intellectual to believe. Like “diversity is strength”.

Diesen Artikel, in dessen Kommentarstrang sich auch Tanstaafl an der Diskussion beteiligt, würde ich am liebsten auch schon wieder übersetzen.

Zum Thema Ritterlichkeit und wo sie angebracht ist hatten wir auch eine Diskussion im Strang zu Über unangebrachte Ritterlichkeit und Entmannung von Anthony M. Ludovici.

Kommentar von Deep Roots — 22. März 2012 @ 15:18

14.Deep Roots, zu dem Wissenschaftler Robert Putnam, den du in deinem Beitrag genannt hast, habe ich vor einigen Jahren eine Seite gemacht und auch einige seiner Aussagen ins Deutsche übersetzt.

Der Wissenschaftler bestätigt auf hochwissenschaftiche Weise mit zehntausenden von Einzelergebnissen genau das, was jeder Normalbürger sowieso fühlt: In seinem eigenen Volk fühlt man sich wohl, in einem Multikultiumfeld ziehen sich alle zurück und jeder mißtraut jedem, sogar auch den Menschen des eigenen Volkes.

Zu den Buchangaben und zu den übersetzten Stellen:
http://www.agriserve.de/Putnam.html

***

Ganz ähnlich schrieb auch Vance Packard schon in den 1950iger Jahren, die beiden Bücher sind auch nach 50 Jahren kein bischen veraltet.
Die unsichtbaren Schranken: Theorie u. Praxis d. Aufstiegs in d. “klassenlosen” Gesellschaft

Packard, Vance Oakley: Verlust der Geborgenheit: unsere kinderkranke Gesellschaft; was d. Vernachlässigung d. Familie für unsere Kinder u.d. Zukunft d. Gesellschaft bedeutet
http://www.agriserve.de/Buch-Vance-Packard.html

Kommentar von Karlfried — 22. März 2012 @ 16:09

15.@GF

“Ich spreche von Deutschen. Das ist sicherlich authentischer als Germanen […]“.

Warum? was ist hier überhaupt authentisch? Ab wann hat man denn begonnen, das Wort “teutsch” zu benutzen?

“Ein anderer authentischer Name ist Hünen.”

So etwas bitte immer näher erklären und wenn möglich auch belegen. Ich habe noch nie davon gehört, und damit ich abschätzen kann, wie plausibel das ist, brauche ich mehr Informationen, sonst klingt das wie eine bloße Behauptung.

“Ernst Gottlob Jäkels Thesen, die er in seinem Buch »Der germanische Ursprung der lateinischen Sprache und des römischen Volkes« (Breslau, 1830) veröffentlicht hat, wurden meines Wissens nie widerlegt. Antideutsche behaupten das zwar, ich habe habe im Weltnetz weder einen Versuch einer Widerlegung gefunden, noch einen konkreten Verweis auf eine Widerlegung.”

Das liegt vielleicht daran, dass ihn überhaupt niemand kennt. Auch hier solltest Du gleich ein paar sprachwissenschaftliche Argumente anführen (Du kennst Dich ja anscheinend aus), damit man diese Behauptung beurteilen kann. Ich bin offen für alle Thesen. Im 19. Jahrhunderte gab es eigentlich so viele patriotische Sprachwissenschaftler, dass es seltsam wäre, wenn wirklich stichhaltige Beweise für diese These bekämpft worden wären. Allgemein hat man sich nämlich durchaus um eine Aufwertung des germanischen Erbes gegenüber dem römischen bemüht. Der Altphilologe Nietzsche z.B. hätte sich sicher brennend für diese Verwandtschaft interessiert.

“Es gibt keinerlei Ungereimtheiten bei der Atlantissage. Sie entspricht offensichtlich der Wahrheit. Man jederzeit zum Steingrund der untergangenen Insel Atlantis tauchen und sich die weit verstreuten Funde von Schwertern aus Helgoländer Bronze in Museen anschauen. Lest endlich Jürgen Spanuth!”

Ich habe doch geschrieben, dass mir die Lagebestimmung durchaus plausibel erscheint. Vieles von den weiteren Thesen aber nicht so sehr.

“Jedenfalls wurden wir nicht darauf hingewiesen, daß dies ein Beweis ist, daß unsere Vorfahren eben nicht schriftlos waren.”

Das ist jetzt aber ein anderes Thema. Dass die Germanen eine Schrift hatten, beweist gar nichts bezüglich der Sprachverwandtschaft; die graphische Ähnlichkeit von Runen und Zeichen des griechischen Alphabets auch nicht. Relevant sind v.a. Ethymologie und Syntax, und da hätte ich gerne stichhaltige Beweise.

“Die Römer hatten nie eine Hochkultur. Die waren von Anbeginn an degeneriert. Sklaverei und die Erziehung mit der Peitsche sind undeutsch!”

Davor hattest Du das hier geschrieben: “Rom wurde als deutscher Staat gegründet und ist als Kanakenrepublik untergegangen.”

Wie war das denn nun? Wer hat wen in diesem “deutschen” Staat versklavt und “mit der Peitsche erzogen”? Wurden degenerierte Deutsche in die römischen Sümpfe verstoßen und gründeten dort eine degenerierte Republik?

Kommentar von sternbald — 22. März 2012 @ 16:19

16.Was genau hat denn unsere Vorfahren (man braucht jetzt gar nicht bis zu den alten Germanen zurückgehen, ich kenne in unserer jüngsten Geschichte Beispiele für herausragendes Soldatentum…) so kriegsstark gemacht, worin liegt diese “Härte” begründet?

Leidesfähigkeit, Härte gegen sich selbst? – Sicher, das ist notwendig und wichtig.

Viel wichtiger ist aber meiner Meinung nach jedoch das Verinnerlichen von Werten,wie Tapferkeit, Würde und Ehre; sowie das Bewusstsein von Volk, Volksgemeinschaft und Nation. Und dazu gehört selbstverständlich auch Selbstbewußtsein, Stolz, ein Bewußtsein von Elite.
Man kann das Eigene nicht hochhalten, ohne das Andere einen Kopf kürzer zu machen. Manche Weltanschauungen (s. meine Buchempfehlung unten) sind eben besser darin, andere weniger brauchbar.

Ebenso wichtig ist vlt. auch der relativ hohe I.Q. unseres Volkes.

Für die Relevanz von Ideologie und innersoldatischem Zusammenhalt möchte ich (zum wiederholten Male, ich weiß) empfehlen:

Thomas Kühne: Die Soldaten des nationalsozialistischen Krieges und das 20. Jahrhundert (2006).

Kommentar von Richard — 22. März 2012 @ 17:58

17.Zitat Rolf #4:

Daß selbst Adolf Hitler und Heinrich Himmler den Judenhaß als ungermanisch bezeichneten, haben wir von Yehuda Bauer, dem ehemaligen Leiter des Instituts zur Erforschung des Holocaust in Yad Vashem (Jerusalem) erfahren:

“In seiner Niederschrift für Hitler vom Mai 1940 findet sich die Überlegung, daß ‘die bolschewistische Methode der physischen Ausrottung eines Volkes aus innerer Überzeugung als ungermanisch und unmöglich’ abzulehnen sei. Hitler vermerkt dazu am Rand: ‘Sehr richtig’.” (Y. Bauer, Freikauf von Juden, Jüdischer Verlag, Frankfurt 1996, S. 95.)

+

Naja, den “Judenhaß” als solchen wohl nicht sondern eben die “physische Ausrottung” von Juden und anderen ethnischen Gruppen.

Kommentar von MourningGlory — 22. März 2012 @ 18:00

18.Ich mag es ebenfalls nicht, wenn Poesie und Geschichtswissenschaft vermengt werden. Entweder unsere Ahnen haben eine Geschichte, auf die wir stolz sein können, oder nicht. Haben sie eine, dann können die linken Ideologen uns das nicht wegnehmen, haben sie keine, dann brauchen wir sie nicht erfinden.

Rom war eine WEISSE Zivilisation, wie alle anderen antiken Hochkulturen auch. Selbst Ägypten war vor seiner Begegnung mit dem Stamm weiß, schaut Euch die Bilder der Pharaonen chronologisch an, dann seht ihr, was passiert ist.

Rom war aber nicht germanisch. Die ursprünglichen Römer waren ein kleiner italischer Stamm. Sie kamen auch nicht aus Griechenland, wie die Sage von Aeneas das behauptet. Die Römer waren kein Kriegervolk, sondern ein Volk von Soldaten. Effizienz und Disziplin, erreicht durch härtesten Drill und unmenschliche Strafen bei Fehlverhalten, machten die römische Armee unbesiegbar.

Im goldenen Zeitalter durften nur freie Römer in der Armee dienen. Sie dienten ihrem Heimatland. Spätestens als Hannibal eine ganze Generation junger Römer im Gefecht niedermetzelte (nach der römischen Aggression gegen Karthago hatte er allen Grund dazu) gab es zuwenig Soldaten, sodass auch römische Staatsbürger, die keine echten Römer waren, sich verpflichten durften. Die Reformen des Marius machten aus dem römischen Heer eine moderne Berufsarmee, mit dem Vorteil, dass die Schlagkraft nocheinmal anstieg und der Personalmangel besiegt wurde und dem Nachteil, dass die Loyalität nicht mehr bei Heimatland und Familie lag, sondern beim Feldherrn.

Die Armeen von Caesar und Pompeius waren schlagkräftig, aber sie führten gegeneinander Krieg, nicht mehr gegen äußere Feinde.

Auch die Umstellung der Republik in eine Tyrannis war notwendig, das Reich war zu groß geworden. Nebeneffekte waren Dekadenz, Nepotismus und Größenwahn der “Gottkaiser.”

Als die germanischen Foederatii sich in Norditalien anzusiedeln begannen, war die Multikulturalisierung schon weit fortgeschritten. Schon Caesar hatte Kelten in den Senat geholt und den Juden Sonderprivilegien verschafft. Die Völkerwanderung war eine Flucht der germanischen Stämme vor den Hunnen, Die Hunnen trieben ganze Völker vor sich her, die im Reich ein neues Zuhause suchten.

Dieser (kurze und sehr vereinfachte) Abriß deckt sich weitgehend mit der Mainstream- Geschichtsschreibung, ich habe nur dort den Fokus drauf gelenkt, wo sie ihren blinden Fleck hat.

Wenn ich mir vergegenwärtige, wie unsere Vorfahren gegen den Koloß Rom bestanden, etwas, das außer den Persern im Osten kein anderes Volk in Europa geschafft hatte, dann erfüllt mich das schon mit Stolz. Wenn ich “Germania” von Tacitus lese, dann wünsche ich mir manchmal diese Zeit zurück. Da war es noch einfach: Der Feind (Rom) kommt in unser Land. Wir werfen ihn wieder raus.

Sternbald hat sehr klar herausgearbeitet, wie viel subtiler die Gewalt ist, die uns heutzutage angetan wird. Vielleicht nennen Historiker in ein paar hundert Jahren das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der “Großen Migration” und wundern sich, wie sich eine so fortschrittliche und entwickelte Zivilisation von Barbaren und Negern verdrängen lassen konnte.

Oder sie machen es wie wir und schieben das auf “Dekadenz und Sittenverfall” und glauben, dass Deutsche schon immer schwarze Haare hatten und kanackisch sprachen.

Oder (das wäre mir am Liebsten) sie erzählen, wie die Deutschen trotz 100 Jahren verdeckter und offener Kriegsführung gegen sie ihr nationales Immunsystem wieder aktivierten und die Besatzer rausschmissen.

Es gibt keine historischen Gesetzmäßigkeiten, die Geschichte wird von Menschen gemacht und Menschen können Entscheidungen treffen.

Natürlich können wir die Geschichte analysieren und wiederkehrende Muster finden, die sich ziemlich wahrscheinlich auch weiter wiederholen werden. Aber wenn wir das tun, dann doch zu dem Zwecke dieses Muster nicht nur durchschauen, sondern auch durchbrechen zu können,

Und deshalb bin ich für eine nüchterne Geschichtsbetrachtung. Den Scheiß, den man uns in der Schule erzählt hat, müssen wir nicht glauben. Aber auch nicht irgendeinen anderen Scheiß,

Alle historischen Fakten, die man äußert, sollten belegbar sein. Und eine geschichtliche Interpretation sollte nachvollziehbar sein.

Kommentar von Kairos — 22. März 2012 @ 20:34

19.@ Sternbald & Kairos

Das Problem ist folgendes:

1. Wir befinden uns was unsere eigene sprachliche und volkliche Frühgeschichte angeht nach wie vor im sprichwörtlichen finsterstern Mittelalter.

2. Die Sprachwissenschaft mit ihrer Indogermanen- und Indoeuropäertheorie und den grimmschen Märchen von den Lautverschiebungen sind akademischer Konsens, aber ebenfalls nur vage Theorien. Es gibt plausible Ansätze alternativer Sprachwissenschaft, die das Gemeingermanische in Gestalt des Althochdeutschen als die Urform aller höheren Sprachen postulieren. Die Orientierung an (vermeintlichen) Rechtsschreibregeln und darauf beruhenden Quellen hilft dabei wenig, weil diese bestimmte Schriftformen kanonisiert haben, um die schriftliche Kommunikation aus pragmatischen Gründen zu standardisieren. Die herkömmliche Etymologie ist daher vielfach zum Scheitern verurteilt, weil sie mögliche Lautententwicklungen jenseits der Schriftsprache ignoriert, obwohl wir an den bis relativ vor kurzem mannigfaltigen deutschen Dialekten die Lautverschiebungen allein im Deutschen im engeren Sinne nachvollziehen können. Besonders das Baskische und das Finno-Ugrische passen nach den gängigen Theorien nicht ins Bild und dürften nicht vorhanden sein, während die alternativdenker diesbezüglich in der lage sind die Widersprüche aufzulösen und im Abgleich mit Althochdeutschen Wortstämmen nachweisen konnten, dass sehr wohl eine Verwandtschaft mit den anderen “indogermsniachen” Sprachen besteht.

Noch dazu bestätigen die Alternativtheorien die babylonische Sprachverwirrung der biblischen Geschichte.

Was aber den Leuten nicht passt ist die herausragende Rolle, die wir Deutschen als unmittelbare Nachkommen darin spielen. Es wird gelegentlich auch auf die sprachliche Verwandtschaft von Goten -> Jüten -> Juden hingewiesen, um deutlich zu machen, dass die jüdische Erfindung und Umlügerei schon viel weiter reichen könnte, evtl sogar die hebraischen Übersetzungen des Alten Testaments betreffen. Genauso interessant ist letztlich die Lautverwandtschaft verscheidene antiker Volker mit uns bekannten Germanen-/ Keltenstämmen:

Dänen -> Danaer

Gallier -> Galiläer

Hessen -> Hethiter

Thüringer -> Dorer -> Syrer -> Assyrer

Schwaben -> Sueben -> Saba -> Samen

Nazarener -> Deutsch (wie in ashkenaz= aus Deutschland kommend)

3. Um Auf Roms Ursprung zu kommen: Dort herrschten die etruskischen Könige, die die Römer “Tusci” (vgl. te-desci, “die Deutschen” auf italienisch) die Griechen “Tyrrhenoi” (vgl. den Wortklang von Thüringer) nannten. Die Römer vertrieben sie und errichteten ihre Republik.

4. Die Thesen von Wilhelm Kammeier (googlen):

a) Es gab bis zur Renaissance keine Romkirche, sondern die ist von Intellektuellen Klerikern erst geschaffen und das Papsttum nach einem Wiederaufbau Roms von Avignon in die “ewige Stadt”, die bis dahin nur noch ein Kuhdorf war, hinverlegt worden.

b) Innerhalb von hundert jahren sind die verbliebenen Quellen insbesondere aus den und über die deutschen Lande und das christliche Leben systematisch so verfälscht worden, das mit der vergleichenden Quellenkritik gar keine sinnvollen Ergebnisse mehr zutage gefördert werden können.

c) Tacitus` (lat. der Schweigende ) Germania ist kompiliert, De bello Gallico ist kompiliert. Die kaiserlichen und fürstlichen Rechte sind verschwunden oder nur noch völlig widersprüchliche Kopien der Codizes vorhanden. Die Originalurkunden der goldenen Bulle gibt es nicht mehr.

d) das massenhafte Auftreten der Ketzer im Hochmittelalter spricht dafür, dass die Christen sukzessive zur Anerkennung der neuen, universal zentralisierten Hierarchie unterworfen wurden, ohne, dass zunächst der alltägliche Gottesdienst verändert worden wäre, Bischöfe gab es auch vorher (Man müsste wahscheinlich mit der Orthodoxie des Ostens vergleichen).

5. Die klassiche Geschichtswissenschaft, wie auch die Geologie und ähnliches gehen nach wie vor von einer linearen Geschichtsentwicklung aus und ignorieren allen frühzeitlichen Berichten zum Trotz die großen Katastrophen der Vorzeit (Ragnarök, Sintflut, Sintbrand, Kometeneinschläge, etc.) und damit einhergehend die Folgen für frühere Hochkulturen und etwaige Kulturabbrüche. Nur bei den Dinos lässt sich das diskutieren.

6. Atlantis ist als Mythos und durch seinen nachweisbaren Urgrund ungeheuer wichtig für die “weiße Rasse”. Das ganze ist noch nicht abgegessen, zu vieles ist noch ungeklärt.

7. Als letztes noch ein paar Büchertipps/Links:
– Erhard Landmann: Weltbilderschütterung
– Johann August Egenolf, HISTORIE DER TEUTSCHEN SPRACHE (1720)
– Friedrich Köhler – Die Offenbarung
(http://www.scribd.com/doc/56576567/Die-Offenbarung)
– Reichsarchiv/ NSL-Archiv dürften ja bekannt sein

Gruß

Kommentar von Druide — 23. März 2012 @ 12:03

20.Naja, den “Judenhaß” als solchen wohl nicht sondern eben die “physische Ausrottung” von Juden und anderen ethnischen Gruppen.

Hass – oder um es etwas gemäßigter auszudrücken: Abneigung – zwischen verschiedenen ethnischen Gruppierungen ist unvermeidlich. Es ist das Hund-Katze-Prinzip oder im Privatleben das, was eintritt, wenn man mit jemandem eine Wohnung teilen muss, dessen Gewohnheiten, ja manchmal sogar schon dessen Aussehen und Geruch, einem in der Seele zuwider sind. Das führt früher oder später unweigerlich zu Hass.

Dieses natürliche Phänomen ist aber im Alltagsleben überhaupt kein Problem. Man vermeidet Hass gegen Leute, deren Gewohnheiten einem zuwider sind, dadurch, dass man sich keine Wohnung mit ihnen teilt. Das ist vernünftig und das funktioniert.

Nationalisten tun genau das: “Gute Zäune schaffen gute Nachbarn!” ist etwas, das mit Türken und uns z.B. wunderbar klappen würde, niemand hatte eine Abneigung gegen Türken, als diese noch geschlossen in der Türkei waren. So lange es Nationalstaaten gibt, deren Grenzen gut gesichert sind, gibt es keine Notwendigkeit zur Ausrottung von Völkerschaften, deren Gewohnheiten einem zuwider sind. Es gibt die Möglichkeit: ZUTRITT VERBOTEN oder – wenn das Kind leider schon im Brunnen liegt – RAUS!

Anders bei Internationalisten, bei einer Gruppierung, die der festen Überzeugung ist, ihnen gehöre die ganze Welt, und sie hätten Anspruch darauf, sich in jedem Land der Welt niederzulassen.

Nicht irgendein kleines Ländchen am Mittelmeer, sondern die ganze Welt ist ihre Nation, oder wie es einer der Vertreter dieser Gruppierung, Edgar Morin, ausdrückt: “Wir haben das gelobte Land nicht, aber wir haben ein Bestreben, einen Wunsch, einen Mythos, einen Traum: Ein globales Vaterland zu verwirklichen.”

Da geht das mit dem “RAUS!” nicht mehr, man kann jemanden aus Deutschland rauswerfen, aber man kann jemanden nicht vom Globus rauswerfen.

Deshalb ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass diese Gruppierung und in ihrem Gefolge Internationlisten aller Art (vom Teilen der Umma bis zu Kommunisten) von Ausrottung und Genozid besessen sind. Die einzige Alternative dazu ist für sie eine unerträgliche Situation. Ihre heiligen Schriften sind voll von Genozid, den ihre Gottheit anordnet, und sie gehen wohl auch davon aus, dass auch andere Völker – wenn sie sich genervt zeigen – auf keine andere Idee als Ausrottung kommen können. Projektion bzw. von sich auf andere schließen.

Für Nationalisten hingegen gibt es eine ganz einfache Alternative: Ausweisung statt Ausrottung.

Für diejenigen, deren Heimatempfinden sich auf eine bestimmte abgegrenzte Region der Erdoberfläche bezieht – aber nicht auf den Rest der Welt – die sesshaftgen Völker – besteht keinerlei Notwendigkeit zu der unnötigen Grausamkeit der Ausrottung. Konflikte kann es lediglich in Form von Grenzstreitigkeiten geben, aber das führt schlimmstenfalls zu begrenzten Kriegen, wenn die militärisch stärkere Seite gewonnen hat und die “ethnische Säuberung” des umstrittenen Gebietes durchgeführt wurde, ist der Konflikt beendet. Es besteht für Nationalisten nicht die geringste Veranlassung, darüber hinaus grausam gegenüber den Leuten auf der anderen Seite des Zauns zu sein. Das wäre – vom moralischen Standpuntk ganz abgesehen – nur unnötige Kraft- und Ressourcenverschwendung.

Sorry für dieses leichte OT, aber das fiel mir eben einfach dazu ein.

————-

Zurück zum Thema im nächsten Kommentar:

Kommentar von osimandia — 23. März 2012 @ 12:52

21.Dieser ausgezeichnete Artikel, der die Geschichte unserer Ahnen und auch anderer unter dem Gesichtspunkt Grausamkeit und Verweichlichung beleuchtet, hat eine gewisse kognitive Dissonanz in mir hoch gebracht, die ich aber schon lange hege, und die auch ein Grund dafür war, dass ich schon während der Schulzeit kein Fach so sehr hasste wie Geschichte:

Was man da lernt, ist eine einzige Ansammlung von Handlungen von Abschaum. Intriganter, hinterlistiger, grausamer Abschaum der regierende Könige, noch minderwertigerer grausamer, perverser Abschaum des Klerus, und das einfache Volk? Dumm, dreckig, und gefühllos brutal – begeistert johlend, wenn jemand auf dem Markplatz bestialisch gefoltert oder zu Tode gebracht wurde.

Und dabei geht es keineswegs um die Nazis. Die sind sogar ein bisschen weniger verstörend, denn meine eigenen Vorfahren, die in dieser Zeit gelebt haben, kenne ich noch persönlich, und die waren mit Sicherheit NICHT SO.

Ich bringe die Geschichte unserer Ahnen mit dem, was ich zu sein glaube und was ich in voller Überezugung für das Wesen unseres Volkes halte , nicht in Einklang. Jaja, wir sind auf gewisse Weise verweichlichter als unsere Ahnen, aber es geht mir nicht um die Härte der Selbstbehauptung oder im Krieg oder das klaglose Verrichten schwerser Arbeit, die als notwendig empfunden wird, es geht mir um das da:

Jedenfalls ist es noch nicht zu lange her, dass man sich fürstliche Hochzeiten und Volksfeste grössten Stils ohne Hinrichtungen, Folterungen oder etwa ein Autodafé nicht zu denken wusste, insgleichen keinen vornehmen Haushalt ohne Wesen, an denen man unbedenklich seine Bosheit und grausame Neckerei auslassen konnte

Das ist nicht hart, das ist nicht stark, das ist schlicht und ergreifend widerlich und verkommen!

Ich muss damit leben, von solchen Ahnen abzustammen, aber ich bin nicht in der Lage, sie zu achten. Ich verabscheue sie, und daran wird sich nichts ändern. Das lässt sich nicht mit “einer anderen, einer härteren Zeit” erklären, es gibt Dinge, die zeitlos sind.

Wenn diese Leute meinen Genpool darstellen, dann hätte ich mich genausogut von einem Afrikaner schwängern lassen können, da wäre nichs von Wert verlorengegangen, über deren Vergnügen an der Grausamkeit, deren abstoßender Freude an einem langsamen und qualvollen Tod ein (weißer) südafrikanischer Richter schreibt: “Dieses Verhalten” so Van Schalwyk “lässt sich in Begriffen, die dem gesunden Menschenverstand zugänglich sind, nicht ausdrücken. ”

Deshalb verstehe ich sehr gut, dass der Wunsch nach einer alternativen Geschichtsschreibung da ist. Der brennende Wunsch, das möge alles gelogen sein, und etwas, wie es Gottfried Feder ansatzweise vorgestellt hat, möge bittebitte der Wahrheit entsprechen. Ich lehne es vollkommen ab, Wunschdenken nachzugeben und die Realität auszublenden, weil es einem besser in den Kram passt.

Aber tut mir leid: Eine Beziehung zu diesen Ahnen wie Nietzsche und viele andere sie beschreiben, habe ich nicht, und will ich auch nicht haben. Der Faden ist gerissen und bleibt gerissen. Es gibt Grenzen beim Verständnis einer anderen Lage. Gerade wir wahren doch diese Grenzen, wenn wir von Grausamkeiten aus Afrika hören, und widersprechen den Gutmenschen, die argumentieren, das läge an der Armut und der Korruption und was weiß ich was.

Das mag eine eher weibliche Sicht auf die Dinge sein. Nun gut. Aber bei Hochzeiten und Volksfesten waren damals ja wohl auch Frauen anwesend, und ich bin fest überzeugt, dass auch heutige Männer es nicht für ein vergnügliches Wochenende halten würden, zuzusehen, wie jemand gequält oder bestialisch zu Tode gebracht wird.

Wir sollen von so etwas abstammen?

Da krampft sich in mir alles abwehrend zusammen.

Dazu kommt auch noch die bildliche Darstellung solcher Folterszenen. Die sind – wo sie aus dem Mittelalter stammen – künstlerischer Müll. Die Gefolterteten haben keinerlei Gesichtsausdruck, sie gucken, als ob ihnen das alles gar nichts ausmacht. Nichtg besser als das Gekritzel in Höhlen aus der Steinzeit, nur naturgemäß vollständiger erhalten. Nun gut, wenn ich sowas malen würde, wär’s auch nicht viel besser – nicht jeder hat Talent- aber das sind doch nicht so viele Generationen, dass eine biologische Evolution vom Halbaffen zum Menschen stattgefunden haben kann, sodass damals rein gar niemand Talent hatte? Es muss doch auch damals schon den einen oder anderen gegeben habe, der besser malen konnte als dieses infantile Gekritzel. Warum ließ man den nicht die Szenen dokumentieren?

Ich verstehe so vieles nicht!

Aber ich belasse es dabei. Ich folge dem Gefühl, das ich schon während der Schulzeit hatte, und lasse die Finger von Geschichte. Meine Vorfahren bestehen für mich aus den zwei Generationen, die ich persönlich kenne und den zweien, die ich aus Erzählungen kenne. Das muss reichen. Die sind wie ich und wie andere heutige Deutsche, auch wenn sie in schwereren Zeiten gelebt haben und sicher teilweise härter waren. An die denke ich gerne, aber das, was davor war, kann mich hintenrumheben, wenn es so war, wie es die Geschichtsschreibung sagt. Achja… und ich vermute: das geht unterschwellig sehr vielen so, und zwar nicht nur Frauen.

Kommentar von osimandia — 23. März 2012 @ 12:52

22.Hallo Osimandia,

ich glaube, was Nietzsche schreibt, ist im Prinzip zutreffend, aber er spitzt gerne zu und interessiert sich für die Extreme. Im weltweiten Vergleich gab es unter unseren Ahnen mit Sicherheit immer viel Edelmut, unseren gegenwärtigen Volkscharakter, der sich ja bereits sehr schön in der deutschen Romantik (natürlich auch hier übertrieben bzw. verklärt) ausdrückt, müssen wir ja auch irgendwo herhaben. Ich mag diese Epoche und ihre Vorstellung von Ritterlichkeit übrigens persönlich. Ein besonders schöner Text ist Ludwig Tiecks “Sternbalds Wanderungen” (der hat übrigens auch “Der gestiefelte Kater” geschrieben).

Da Du die graphischen Darstellungen von Grausamkeit erwähnt hast, habe ich zwei Beispiele in den Artikel eingefügt. Hier ist ein drittes, ebenfalls von Jan Luyken:

Kommentar von sternbald — 23. März 2012 @ 16:41

23.Die Geschichte Europas ist eben kriegerisch wie sonstnochwas und bezüglich der Bestialität als solcher kann man zu weiten Teilen keinen großen Unterschied zu der Barbarei Afrikas feststellen und zwar bis in die jüngere Vergangenheit hinein und ohne die Nazis bemühen zu müssen. Man denke neben den Kriegspraktiken und der Folter auch an die Tierhatzen und ähnliches. So war es in England noch im 19 Jahrhundert üblich, z.B. Kampfhunde auf Stiere zu hetzen, denen man die Beine zur Hälfte abgeschlagen hatte und die auf den Stümpfen stehen mussten – zur Belustigung der Massen. Schon Ovid empfahl, Sex in der Nähe von Folterkammern oder Hinrichtungen zu treiben, der stimulierenden Wirkung der Schreie der Gemarterten auf BEIDE Geschlechter wegen, und aus den Zeiten Casanovas ist uns folgendes überliefert:

Ein klassisches Beispiel erzählt Casanova. Bei der martervollen stundenlang andauernden Abschlachtung des Damiens, der 1755 ein Attentat auf Ludwig XV. versucht hatte, gab sich eine der blutigen Szene unverwandt zuschauende vornehme Frau ihrem Liebhaber hin. Bei derlei Passionen der höchsten Kreise dürfen die vierzig Jahre später vorfallenden Ereignisse der Schreckensherrschaft und das Benehmen des Pöbels angesichts der Hinrichtungen Niemanden Wunder nehmen.

/Der-Sadismus-Wollust-und-Grausamkeit-bei-den-Massen

Der Unterschied zum Neger an sich dürfte wohl darin liegen, daß die weißen Europäer eben mit ihrer ausgeprägteren Fähigkeit zu vorrausschauendem Denken und Handeln sowie zur Kooperation (McDonald hat ja mit seiner Hypothese hinsichtlich der Eiszeiten anschaulich dargelegt, wie sich diese Fähigkeiten herausgebildet haben könnten) dazu in der Lage waren, so etwas wie den westfälischen Frieden zu schaffen, oder eben Vorstellungen von Grundrechten etc. und deren Ausdehnung auch auf nichtmenschliche Lebewesen, um die Gewalt zu kanalisieren, was eben im Laufe der Geschichte mehr und mehr verfeinert und ausgebaut wurde. Im Diskurs hier stellt sich dann halt die Frage, was ist jetzt wirklcih “weiß”, “europäisch”, was schon “Verweichlichung” und/oder Indoktrination/Einfluß “des Stammes” etc.

Kommentar von MourningGlory — 23. März 2012 @ 17:50

24.Ja, Sternbald, wenn man bis zur Romantik zurückkehrt, dann ist da kein Bruch in unserem Volkscharakter, und man kann sogar noch etwas weiter zurückgehen, aber da wird es langsam immer hässlicher, immer mehr so, dass man denkt: Wenn diese Leute mit einer Zeitmaschine anreisen würden, dann müsste man sie schnellstmöglich nach Südafrika deportieren, wo sie den Negern beim Necklacing zugucken (und helfen!) können, damit sie ein bisschen Spaß am Leben haben und es ihnen nicht langweilig wird. Oder sofort in die Geschlossene.

NIetzsche erwähnt diese Grausamkeiten ja auch schon, um seine Zeitgenossen zu erinnern welche vollkommen unnötigen und sinnlosen Grausamkeiten “vor nur kurzer Zeit” an der Tagesordnung waren. Er dachte dabei ja nicht an uns, sondern wollte die damals lebenden Menschen (die offenbar wie wir waren) …schockieren? Was ihm wohl auch gelungen ist. Dass die deutschen Romantiker schon das Bedürfnis hatten, die Vergangenheit zu verklären, zeigt ja, dass sie damit, wie sie wirklich war, nicht zufrieden waren, dass also der Bruch damals schon vorhanden war. Es geht ja nicht so sehr darum, dass Grausamkeiten vorkamen oder auch aus irgendwelchen Gründen als notwendiges Übel empfunden wurden (z.B. um kriminelle Elemente wirksam abzuschrecken) sondern darum, dass sie offenbar als vergnüglich empfunden wurden – was mich wirklich sehr unangenehm an die Abhandlung über Afrika erinnert hat.

Ich hänge nicht der Gutmenschenmeinung an, dass nur wir so schlimm waren, während die edlen Naturvölker besser waren. Nein, ich weiß schon, dass die mindestens genauso schlimm waren – und es heute auch noch sind. Aber unsere Ahnen waren es eben auch!

Die Römer sind auch nicht besser. Was ist das für eine Gesellschaft, in der man riesige Stadien braucht, damit nicht nur eine kleine perverse und verkommene “Elite” sondern ein ganzes Volk von Psychopathen sich an Menschen ergötzt, die von Löwen zerrissen werden, während es in Seelenruhe sein Vesperbrot frisst und Wein trinkt. Brot und Spiele . gut und schön, das hat den Ablenkungseffekt, den wir heute auch haben. Aber wir gucken Fußball, wo eine Herde Mediziner aufs Feld rennt, wenn sich jemand verletzt, und wo zu viel Härte die rote Karte nach sich zieht – und nicht etwas, wo abscheulich zugerichtete blutige Leichen liegenbleiben. Wir würden das noch nichtmal mögen, wenn nur Tiere beteiligt sind. Hahnenkämpfe sind auch ein Negerhobby, hierzulande ist es wohl verboten, aber wenn es nicht verboten wäre, würde es auch keiner tun – außer ein paar Vereinzelten, die wir als Psychopathen einsortieren würden.

Ist das eine schädliche Verweichlichung?

Oder ist das eine Höherentwicklung?

Wären wir aus der Sicht unserer Ahnen aus dem Mittelalter verweichlichte Waschlappen? Oder wären wir aus ihrer Sicht Heilige? Oder zumindest ein Volk von feinsinnigen edlen Prinzen und Prinzessinnen?

Was Nietzsche als das “hysterische Bildungsweibchen” bezeichnet, bezeichnet Hans Christian Andersen als Prinzessin (auf der Erbse). Die Tatsache, dass sie die Erbse durch 20 Matratzen hindurch spürte, galt ihrer Schwiegermutter als Beweis ihrer edlen Herkunft. Aber auch das ist natürlich schon wieder die Vorstellung der Romantik.

Die Darstellungen von Jan Luyken zeigen in der Tat ein gewisses Ausmaß an Emotion. Ich kannte seine Werke nicht. Ich habe nachgesehen, er ist aus dem 17. bis frühen 18. Jahrhundert, und sie sind gekonnt. Was mich irritiert, sind solche Sachen

Ein gewisses Talent ist zwar da, der Künstler hätte es vielleicht sogar realistischer hinbekommen, aber er wollte es wohl nicht, ihm fehlte offenbar jegliche Vorstellung davon, dass es der Hexe etwas ausmachen könnte, was da mit ihr geschieht. Sie schaut vollkommen gelassen.

Es ist merkwürdig, dass seit ungefähr dem 19. Jahrhundert – bis heute! – offenbar ein Problem besteht, die eigenen Ahnen aus der Zeit davor zu verstehen und daraus resultierend “entschärfte” Mythen gestrickt werden, die wiederum so geartet sind, dass sie uns gefallen.

Kommentar von osimandia — 23. März 2012 @ 17:55

25.Das finde ich richtig spannend, und es gibt schon wieder etliche Fährten, denen man nachgehen könnte bzw. müsste. Schön, dass “Druide” im Gegensatz zu GF ein wenig freigebiger mit Quellenangaben war. Ich hoffe, dass ich Zeit finde, einiges davon zu lesen.

Zum Teil muss man sehr aufpassen, dass man nicht Sensationalisten auf den Leim geht, Einzelfälle für die Regel nimmt, oder Poesie mit Wirklichkeit verwechselt. Was beispielsweise Casanova angeht, so handelt es sich hier um autobiographisch ausgerichtete Literatur/Poesie, welche vor dem Hintergrund des im 18. Jahrhundert in Blüte stehenden frivolen Romans in Frankreich zu beurteilen ist. Wenn man von denen mal ein paar gelesen hat, dann sieht man schon, nach welchem Muster diese Textsorte funktioniert und dass es sich sicherlich nicht um Geschichtsschreibung handelt. Auch Ovid ist ein Dichter. Selbst wenn es tatsächlich zu diesem Geschlechtsverkehr während einer Marterung gekommen sein sollte, wäre das aber mit Sicherheit ein Fall von Perversität und nicht die Regel. Was den Brauch in England betrifft: So etwas finde ich widerwärtig, aber die Aussagekraft ist auch nicht dermaßen hoch. Wie verbreitet war das? Handelte es sich um ein Volkspektakel? Stierkampf wird in Spanien immer noch betrieben, und auch wenn ich selbst dieses Spektakel abstoßend finde, kann ich keine Verbindung sehen, die auf eine allgemein höhere Grausamkeit bzw. ein geringeres Kulturniveau der heutigen Spanier hinweisen würde.

“[…] wenn man bis zur Romantik zurückkehrt, dann ist da kein Bruch in unserem Volkscharakter, und man kann sogar noch etwas weiter zurückgehen, aber da wird es langsam immer hässlicher […]” “[…] Dass die deutschen Romantiker schon das Bedürfnis hatten, die Vergangenheit zu verklären, zeigt ja, dass sie damit, wie sie wirklich war, nicht zufrieden waren, dass also der Bruch damals schon vorhanden war.”

Meines Wissens waren die deutschen Romantiker vor allem mit ihrer eigenen Gegenwart unzufrieden. Sie waren Patrioten, die über die Macht- und Hilflosigkeit der Deutschen als großes Volk und die Aufteilung in Kleinstaaten mit oft eigennützigen, kleingeistigen Potentaten unglücklich waren. Daher zeigte das alte, große und starke Reich sich ihnen als Goldenes Zeitalter, an das sie wieder anknüpfen wollten. Die bewundernswerten Kathedralen galten ihnen als Zeugnis der einstigen Größe. Es war also mitnichten so, dass es sich um eine bewusste Revision einer als hässlich empfundenen Vergangenheit handelte, sondern eher um eine Aufwertung der Gegenwart. Die strenge philologische Vorgehensweise, für die die deutschen Geisteswissenschaften dann bald berühmt werden sollten, hatte sich zu dieser Zeit noch nicht entwickelt; außerdem erfolgte dieser Rückgriff ja v.a. erst einmal in der Kunst, für die andere Gesetze gelten; die Wissenschaften kamen dann nach. Die Romantiker beurteilten das Mittelalter und die danachfolgenden Epochen v.a. anhand der Kunstwerke, die ihnen erhalten geblieben waren. Typisch ist diesbezüglich der erwähnte Roman von Tieck, in dem es v.a. um Malerei geht. Der Protagonist Franz Sternbald ist Schüler Albrecht Dürers; zahlreiche Bilder Dürers und anderer Meister werden beschrieben und geben Anhaltspunkte für ein imaginäres Wiederaufleben der damaligen Zeit.

Ich weiß nicht, ob es wirklich einen Bruch gab bzw. frage ich mich wo dieser Bruch, den man dann ja bestimmen können müsste, zu verorten ist. Bis ins 15. Jahrhundert sind mir zahlreiche Zeugnisse der deutschen bzw. und romanischen Geistesgeschichte bekannt, und da gibt es keinen Bruch im eigentlichen Sinne. Es gibt aber einen Humor, der derbe Streiche und Prügelszenen anscheinend lustig findet, so z.B. im von Nietzsche erwähnten “Don Quijote”. Beim Mittelalter bin ich nicht so gut informiert, aber ich glaube, dass zumindest ab Otto I (912-973) viele Quellen vorhanden sind. Ritterlichkeit und Edelmut wurden in der Literatur des Mittelalters ja tatsächlich kultiviert, allerdings handelt es sich da zum Teil wohl auch um literarische Klischees (“Minne”, “höfische Liebe”), die nur von einem sehr kleinen Kreis an Lesern rezipiert und wahrscheinlich auch nicht so gelebt wurden. Davor wird es sicherlich spärlicher. Wirkliche Unterschiede sehe ich im alten Rom, v.a. in der wohl zurecht als dekadent bezeichneten Spätphase. Dieses Zirkus-”Vergnügen” ist nun wirklich noch einmal etwas anderes als der Stierkampf, und es wurde vom Kirchenvater Augustinus (und sicherlich noch anderen) zurecht kritisiert.

Kommentar von sternbald — 23. März 2012 @ 19:03

26.Zu Grausamkeit und Verweichlichung gibt es auch ein hochinteressantes, aber wenig bekanntes Tierexperiment, das 1959 in der Sowjetunion begonnen wurde und bis heute andauert.

Es handelte sich dabei um Silberfüchse. Das sind sehr aggressive Tiere, die in Sibirien als Pelztiere gehalten wurden. Wissenschaftler fingen an, das eine Prozent der Tiere, das am wenigsten Aggressivität zeigt, gezielt untereinander zu paaren. Nach nur sehr wenigen Generationen waren die Nachkommen aus diesem Experiment zahm, und zwar nicht nur ein bisschen, sondern so zahm, dass sie als schmusige Haustiere gehalten werden konnten, auch mit Katzen auskamen und sogar kleine Kinder gefahrlos mit den Tieren spielen konnten.

Parallel dazu wurden auch die aggressivsten Tiere untereinander gepaart, und das Ergebnis war ebenfalls wie erwartet. Die Nachkommen waren besonders aggressiv, und zwar auch dann, wenn sie von einem zahmen Muttertier aufgezogen wurden oder sogar als Embryonen in die Gebärmutter eines sanften Weibchens verpflanzt worden waren.

So weit ist das wohl für uns nur dahingehend erstaunlich, wie schnell das ging.

Was aber wirklich eine Überraschung war, war, dass die zahmen Tiere anfingen, anders auszusehen. Während normale Silberfüchse alle gleich aussehen (wie Tiere das nunmal so an sich haben), entwickelte sich unter den zahmen Tieren eine Vielfalt. Die geraden Schwänzchen waren bei manchen gebogen, manche Öhrchen rund statt spitz, es trat eine Vielfalt von Farben auf, und viele behielten auch im Erwachsenenalter eher ihr typisches niedliches Welpenaussehen. Die zahmen Silberfüchse unterschieden sich von ihren wilden Kollegen äußerlich wie es Hunde von Wölfen tun. Alle Wölfe sehen gleich aus, während es unter Hunden (aber auch anderen Haustieren wie Katzen, Kaninchen, Rinder etc.) eine große Vielfalt von Farben und Formen gibt.

Das war von den Wissenschaftlern nicht geplant. Sie haben nur nach Zahmheit gepaart, nicht nach Äußerlichkeiten. Die äußerliche Vielfalt kam als Überraschung. Die Inzucht unter den besonders aggressiven Tieren brachte diese Vielfalt aber nicht hervor.

Das erklärt wohl, warum in relativ kurzer Zeit so eine riesige Bandbreite an Hunderassen entstanden ist. Es ist zwar anzunehmen, dass die Menschen, die anfingen, Wölfe zu domestizieren, gezielt die zahmsten Tiere auswählten, aber es ist weniger anzunehmen, dass sie damals großen Wert darauf legten, wie die Hunde aussahen. Auch ihnen muss die Vielfalt im Aussehen ihrer Hüte- und Jagdhunde wohl einfach so zugefallen sein (mittlerweile wird das natürlich absichtlich gemacht).

Und jetzt zu Menschen:

Könnte das – zwar nicht als gezieltes Experiment – sondern durch die Tatsache, dass in einer gesicherteren Umwelt immer mehr sanfte und ritterliche Männer und auch bevorzugt die sanftesten Frauen zur Fortpflanzung kamen, eine sehr schnelle Veränderung hin zum “zahmeren” Menschen stattgefunden haben? Und könnte sogar, wenn man noch weiter geht, die große Vielfalt im Aussehen weißer Menschen (Augenfarben, Haarfarben und -beschaffenheit) ein Begleiteffekt einer schon früher begonnenen “Zähmung” sein?

Irgendwie scheinen wir aber zu stören. Irgendwie scheint insbesondere der Stamm das Ergebnis dieser Entwicklung NICHT zu mögen. Es sind ganz offenbar die sanften Weißen, die weg müssen! Es sind wir, in deren Genpool – heute unter dem Druck von vorsätzlichen “Züchtern”, die sich auch recht unverhohlen selber als solche verstehen – wieder die aggressiveren Gene eingepaart werden sollen.

Ja, wir SIND sowohl im geographischen als auch zeitlichen Vergleich wohl die “verweichlichtesten” und “zahmsten” Menschen, die es gibt oder sogar je gab. Und – parallel zu Silberfüchsen und Hunden – auch die mit der größten äußerlichen Vielfalt. Wir sind die einzige wahrhaft farbige Rasse, was Augen und Haare angeht.

Und es scheint von unseren Feinden nicht mit Genugtuung betrachtet zu werden sondern es scheint massiv zu stören?

Die Frage ist: Warum?
Es gibt sehr viele merkwürdige Fragen.

Hier das Silberfuchs-Experiment im Video, falls es jemanden interessieren sollte:

Kommentar von osimandia — 23. März 2012 @ 19:44

27.“Dieses Zirkus-”Vergnügen” ist nun wirklich noch einmal etwas anderes als der Stierkampf, und es wurde vom Kirchenvater Augustinus (und sicherlich noch anderen) zurecht kritisiert.”

Ich denke das ist auch ein Punkt den man nicht ausser acht lassen sollte. Es gab zu dieser Zeit auch schon Kritik aus den “eigenen Reihen”.
Im Mittelalter gab es aber auch nicht nur die Ritterlichkeit und Edelmut kultivierenden Lieder, sondern auch ganz derbe Geschichten von Frauen die bspw. von ihrem Gatten eingemauert wurden weil sie zu anspruchsvoll waren, oder auch sexuell sehr anzügliche Sachen. Ich denke es kommt auch darauf an wo und vorallem wann diese Geschichten vorgetragen wurden. Die hatten vielleicht bei gewissen Anlässen, vielleicht gerade auch dem Karneval, ihren Platz. Im Alltagsleben wäre dann aber das in den Liedern beschriebene Verhalten doch als anstössig empfunden worden. Der Karneval war ja gerade auch ein Ventil, welches die Leute ein wenig zum Alltagstrott rauswerfen sollte. Zudem gibt es beim Karneval gewisse Traditionslinien zurück ins Altertum. Varg beschreibt das auch in einem seiner Texte. Die Sinne der Menschen zu paganistischer Zeit wurden bei gewissen Ritualen quasi überstrapaziert, um das Gleichgewicht des Seelenhaushalts wieder herzustellen. Das ist wohl der Unterschied zu unserer Zeit, wo einem sexuelle Anspielung auf Schritt und tritt verfolgen.
Zudem bin ich mir auch gar nicht so sicher, ob diese Lust am Brutalen bei uns einfach verschwunden ist. Wir haben hier erst kürzlich von Tarantinos sinnfreien Filmen voller Gewaltorgien gesprochen. Klar ist das alles nur gespielt, aber zumindest die visuelle Lust an der Gewalt wird damit befriedigt. Vielleicht auch kanalisiert in dem Sinne, dass man sich gerne solche Filme anschaut, aber nicht zurückzuschlagen traut, wenn ein Türke einem blöd kommt.

Kommentar von nino — 23. März 2012 @ 19:49

28.Irgendwie scheinen wir aber zu stören. Irgendwie scheint insbesondere der Stamm das Ergebnis dieser Entwicklung NICHT zu mögen. Es sind ganz offenbar die sanften Weißen, die weg müssen!

Als die ‘sanften Weißen’ aber noch die ‘harten Weißen’ waren … war es aber auch nicht recht.

Es sind wir, in deren Genpool – heute unter dem Druck von vorsätzlichen “Züchtern”, die sich auch recht unverhohlen selber als solche verstehen – wieder die aggressiveren Gene eingepaart werden sollen.

Meinst du damit die Implementierung von ‘Kültür’, also z.B. sadistisches Tiere totquälen (Halal-Schlachtung), in den öffentlichen Raum (der Bericht vor kurzem auf PI über ’100% Halal-Schlachtung in Paris’ war ein Dokument des Grauens ohne Beispiel (in unserer jüngeren Vergangenheit) … und jetzt weiß ich auch wieder den Unterschied zwischen ‘Kultur’ und ‘Zivilisation’. Nur zur Erinnerung: ‘Zivilisation’ ist das, was Broder vertritt und fordert …. und was durch den Sieg im I. und II. Weltkrieg ‘gesiegt’ hat – und ‘Kultur’ ist das, was eben verloren hat.

Kommentar von Sir Toby — 23. März 2012 @ 22:16

29.@Osimandia

Das ist eine plausible (Teil-) Erklärung: Kein wirklicher Bruch, sondern ein Prozess, der über wenige Jahrhunderte ging. Ganz offensichtlich spielt ja bei der Herausbildung von Nationen (Völkern und Kulturen) auch eine Art Zuchtprozess eine Rolle, das merken wir ja auch instinktiv. Natürlich ist das ein wenig anders als in der überwachten Tierzucht, aber trotz einer gewissen Heterogenität bilden sich dominante Merkmalstendenzen heraus.

Nach Nietzsche hat ja zu unserer “Zähmung” auch maßgeblich das Christentum beigetragen, welches er als Rache der Juden an Rom interpretiert.

“Irgendwie scheinen wir aber zu stören. Irgendwie scheint insbesondere der Stamm das Ergebnis dieser Entwicklung NICHT zu mögen. Es sind ganz offenbar die sanften Weißen, die weg müssen!”

Ich glaube, dass der Schwamm mit der Zähmung an sich ganz zufrieden ist, aber wir stören ihn trotzdem noch. Auch zahm, sanftmütig und unglaublich tolerant sind wir noch zu intelligent, schön und kreativ . Als vom réssentiment beherrschtes Volk erregt das automatisch den Zorn des Schwammes. Darüber hinaus gehört Genozid ja eindeutig zu seinem geistigen Erbe; ob aggressiv oder zahm, wir sind im Weg. Darüber hinaus ist der Zähmungsprozess aber nicht abgeschlossen. Auch ein Haushund kann gefährlich werden. Unter uns gibt es noch einige durchsetzungs- und kampffähige Exemplare, und wir sind in jedem Fall schwerer zu manipulieren als die verbliebenden “Repräsentanten des vorgeschichtlichen Menschen”.

Auch wenn die Zähmungstendenz eindeutig zu beobachten ist, gibt es Faktoren, die ihr entgegenwirken. Athletischer Körperbau etc. sind doch bei Frauen immer noch beliebt. Ich glaube, dass sich gerade in Deutschland viele kultivierte und edelmütige Krieger herausgebildet hatten (von denen leider Millionen im 2. WK gestorben sind). Abgesehen davon hört man doch auch mitunter, dass nicht wenige Frauen mit Vorliebe auf Scheißkerle hereinfallen, was dann eine Garantie für das Fortbestehen weniger gezähmter Individuen wäre.

Kommentar von sternbald — 23. März 2012 @ 22:48

30.Mir ist kürzlich ein für mich recht neuer und überraschender Aspekt zu Bewußtsein gekommen: inwieweit unsere Gegenwart VON DER ZUKUNFT bestimmt wird, nicht so sehr von der Vergangenheit: ich glaube, ich hatte diesen Gedanken im Zusammenhang mit chechars Arbeiten zum Thema wie Kinder behandelt werden, Psychohistory. Chechar vertritt eine Auffassung, wonach das Christentum sich darum durchgesetzt habe, weil es mit Menschenopfern bzw. vor allem Kinderopfern Schluß gemacht habe *s. Anm. unten. Darüber mag man denken was man will… ob das historisch zutreffend sei; ob das der Grund für das Sich-Durchsetzen des Christentums gewesen sei (immerhin greift es eine Fragestellung auf, die mir sehr wichtig erscheint: wie konnte sich vor 2000 Jahren, anscheinend ohne militärische Macht, ein Christentum durchsetzen, welches uns heute als hilflos, und speziell mir in weiten Bereichen als völlig verblödet erscheint? Wie erklärt sich solch ein Rätsel? Was also ist positiv am Christentum? Immer unterstellt das damalige Christentum war weitgehend dasselbe wie das heutige Christentum, eine solche Frage ist natürlich auch noch zu berücksichtigen…)

-> meine Frage in diesem Zusammenhang war: warum sollte Verzicht auf Kinderopfer die Massen bewegen? Unterstellt das Kinderopferthema wäre ein relevanter Aspekt gewesen, so wäre es nur dadurch zu erklären, daß Menschen in die Zukunft denken und sich sagen: will ich, daß die künftigen Kinder so aufwachsen: mit dem Erleben, daß andere Kinder getötet werden? Und sie würden vielleicht sagen: nein: ich glaube, die Welt wird ein besserer Ort sein, wenn die Kinder, die später die Erwachsenen sind, das nicht erleben müssen. Also… unter allem Vorbehalt.

Jedoch las ich letztens, daß dies auch ein zentraler Gedanke Heideggers gewesen sei: daß die Gegenwart von der Zukunft bestimmt sei (http://ef-magazin.de/2012/03/19/3456-oesterreichische-schule-marktwirtschaft-und-kulturelle-identitaet “In „Sein und Zeit“ hat Martin Heidegger beschrieben, wie das Dasein sich immer im Hinblick auf das Sein zum Tode, also auf das Wissen um seine Endlichkeit hin, entwirft und sich die Gegenwart aus der Zukunft ableiten lässt. “). Daß die Mensch so denken: was möchte ich, daß die Menschen in der Zukunft erleben? Ok, irgendwie ist dies auch eine Einbeziehung der Vergangenheit: die Menschen würden so denken, weil sie sagen: was habe ich in der Vergangenheit erlebt? Möchte ich, daß andere das in der Zukunft erleben?

Ok, so wahnsinnig originell ist der Gedanke natürlich nicht; es erscheint recht normal, daß Menschen für ihre Nachkommen eine bessere Welt wünschen. Aber wenn man sich diesen Aspekt bewußt macht, so erscheint es plausibel, daß es einen Entwicklungspfeil für den Menschen gibt, der auf immer größere Schmerzvermeidung hingeht.

Da fällt ein interessanter weiterer Aspekt ein: die Fähigkeit intelligenter Menschen zu abstraktem Denken, also zum Denken in die Zukunft (wurde eben erst in diesem Strang irgendwo erwähnt): Neger sind grausamer, haben eine grausamere Kultur als wir Weißen? Vielleicht weil wir Weißen mehr von der Zukunft her bestimmt werden: da wir sie überhaupt erst denken können! Ein möglicher Hinweis, aber spekulativ…

Jedenfalls scheint mir dies die Bedeutung, welches mögliches Verhalten Vorfahren in der Vergangenheit gezeigt haben mögen, zu verringern; abgesehen davon, daß das Wissen darum notwendigerweise zweifelhaft ist, und daß, wie im Strang erwähnt, viele Aspekte zu bedenken sind, Umstände, Häufigkeit usw.. Aber: tatsächlich ist mir auch der Gedanke nicht angenehm, meine Vorfahren könnten sich an Grausamkeiten belustigt haben, und ich kann es auch nicht so ohne weiteres glauben, denn es scheint mir nicht zu unserem Volkscharakter zu passen und ich kann mir nicht vorstellen, daß sich der so verändert haben sollte (Silberfuchs-Experiment hin oder her… ich spreche davon, was ich in mir an Emotionen, Vorstellungen und Wünschen vorfinde, nicht davon, was gesichertes Wissen ist / zu sein behauptet, oder verschiedenen Experimenten…).

Ein weiterer Gedankensplitter in diesem Zusammenhang: was hat es mit den extensiven Folterszenarien der SM-Szene auf sich (welche dank des Internets jederzeit wahrnehmbar sind und sich fröhlich auszubreiten scheinen)? Ich finde es interessant, daß in dem Moment, wo das menschliche Bewußtsein und Praxis Folter hinter sich gelassen hat, all dies wie zum Hohn nun in sexuellen Rollenspielen ganz identisch wieder auftaucht. Warum, wenn wir Menschen Schmerzvermeidung wünschen und sich das menschliche Bewußtsein und Praxis auch dahingehend entwickelt? Spekulation: der Mensch will immer bis zum Äußersten gehen; vielleicht ist der menschliche Geist so… das Paradoxon der Unendlichkeit läßt nicht los: ja und was ist dahinter? So vielleicht auch bezüglich der Fragen: welche Grausamkeiten sind möglich? Was kann ich aushalten? Vielleicht war solches auch ein Teil der Motivation zu früheren Grausamkeiten. Die Grausamkeiten in sexuellen Rollenspielen sind jedoch verabredet und in gegenseitigem Einverständnis: mir scheint, das könne man als menschlichen Fortschritt interpretieren: Grausamkeit wird, als Suche nach den Grenzen und den Extremen, gesucht, aber dieser Prozeß läuft jetzt humaner ab.
Kann man das ähnlich verstehen wie, daß menschlicher Wettbewerb in den Bereich des Sports verlagert wird, sodaß das Rivalisieren in humaner Form stattfindet und man dadurch echte Gewalt und Krieg vermeidet?

(Zur Frage, warum das Experimentieren mit Grausamkeit gerade im sexuellen Bereich stattfindet, gäbe es noch ein paar Aspekte, wie z.B. daß Dominanz / Submission sexuelle Aspekte sind, männlich-weiblich, z.B. daß die weibliche Rolle im Sex passiver Hingabe bedarf und einer Bereitschaft, sich “durchbohren” zu lassen; das physiologische Phänomen der Umdeutung von Schmerz zu Lust in Zuständen sexueller Erregung deutet in diese Richtung. Phänomene, wonach im Moment von Gefahr und Tod sexuelle Erregung geschieht, vielleicht um rasch noch die Gen-Weitergabe zu ermöglichen, mögen eine Rolle spielen, ein ekelhafter Beleg dafür der Samenerguß Gehenkter…, und daß auf der Suche nach dem sexuellen Kick, der sexuellen Erregung, eben auch auf diese Möglichkeiten zugegriffen wird… einige werden von Erdrosselung erregt und anscheinend sind manche bei solchen Praktiken versehentlich gestorben. Auch ist “Angstlust” ein ganz grundlegender Bereich: das Erleben von angstbesetzten Szenarien im spielerischen Kontext (“Fangen spielen”), und die Tatsache, daß es nur Spiel und nicht Ernst ist, wird als lustvoll erlebt… aber das ist hier nicht das Thema).

*: ich glaube ich las es hier, jedenfalls finde ich jetzt keine bessere Stelle…:
http://chechar.wordpress.com/2012/03/02/translation-of-pages-543-609-of-hojas-susurrantes/

Notwithstanding that we initiated like everybody else, the power of the West lies not only in the fact that the white people have comparatively high IQs, but that both Judeo-Christians and Greco-Romans gave up the practice of sacrificing their children. What remained in Europe was a mere metaphor of such sacrifice. Robert Godwin hit the nail when stating that Christianity’s unconscious message is that when we murder our innocent child we murder God. “The crucifixion of Jesus is meant to be the last human sacrifice, with Jesus standing in for our own murdered innocence.”

Kommentar von Pit — 24. März 2012 @ 01:02

31.Unnötige Grausamkeit und Erniedrigung des geschlagenen Gegners sind “wahrhaft hohen Menschentums” unwürdig, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Es wirkt auf die möglicherweise zu Recht erhobenen eigenen Interessen und Ziele delegitimierend, deswegen ja seit 100 Jahren die pervese und monströse Propaganda gegen Deutschland. Wer will schon Freund sein von Menschen die kleinen belgischen Kindern die Hände abhacken oder Kinder in Öfen schieben.
Was die Verweichlichung heutzutage angeht bin ich mir sicher, dass diese innerhalb kürzester Zeit wieder verschwinden würde, wenn es nötig werden sollte. Als Gegensatz zu Verweichlichung würde ich die Kaltblütigkeit und Härte sehen. Ich spüre, dass es mir im Notfall kein Problem wäre einen Gegner zu eliminieren und ich denke es geht den Meisten hier ebenso. Ich erlaube mir eine mir eindrückliche Stelle aus Ernst Jüngers Buch “Der Kampf als inneres Erlebnis” zu bringen:

” Im Kampfe, im Kriege, der alle Übereinkunft vom Menschen reißt wie die zusammengeflickten Lumpen eines Bettelmannes, steigt das Tier als geheimnisvolles Ungeheuer vom Grunde der Seele auf. Da schießt es hoch als verzehrende Flamme, als unwiderstehlicher Taumel, der die Massen berauscht, eine Gottheit über den Heeren thronend. Wo alles Denken und alle Tat sich auf eine Formel zurückführt, müssen auch die Gefühle zurückschmelzen und sich anpassen der fürchterlichen Einfachheit des Zieles, der Vernichtung des Gegners. Das wird bleiben. Solange Menschen Kriege führen und Kriege werden geführt, solange es noch Menschen gibt.

Da spielt die äußere Form keine Rolle. Ob im Augenblick der Begegnung die Krallen gespreizt und die Zähne entblößt, ob roh gekantete Beile geschwungen, hölzerne Bogen gespannt werden, oder ob sehr feine Technik die Vernichtung zu höchster Kunst erhebt, stets kommt der Punkt, wo aus dem Weißen im Auge des Feindes der Rausch des roten Blutes flammt. Immer löst der keuchende Ansprung, der letzte, verzweifelte Gang dieselbe Summe der Gefühle aus, ob nun die Faust die geschnitzte Keule oder die sprengstoffgefüllte Handgranate schwingt. Und immer auf den Gefilden, wo die Menschheit ihre Sache zur blutigen Entscheidung stellt, mag es der schmale Paß zwischen zwei kleinen Bergvölkern, mag es der weitgeschwungene Bogen moderner Schlachten sein, kann alles Grausige, alle Häufung raffiniertester Schrecken nicht so den Menschen mit Grauen durchtränken wie die sekundenlange Erscheinung seines Ebenbildes, das vor ihm auftaucht, alle Feuer der Vorzeit im verzerrten Gesicht. Denn alle Technik ist Maschine, ist Zufall, das Geschoß blind und willenlos, den Menschen aber treibt der Wille zu töten durch die Gewitter aus Sprengstoff, Eisen und Stahl, und wenn zwei Menschen im Taumel des Kampfes aufeinanderprallen, so treffen sich zwei Wesen, von denen nur eins bestehen kann. Denn diese zwei Wesen haben sich zueinander in ein Urverhältnis gesetzt, in den Kampf ums Dasein in seiner nacktesten Form. In diesem Kampfe muß der Schwächere am Boden bleiben, während der Sieger, die Waffe fester in der Faust, über den Erschlagenen hinwegtritt, tiefer ins Leben, tiefer in den Kampf. So ist der Aufschrei, den solcher Anprall mit dem des Feindes vermischt, ein Schrei, der sich Herzen entringt, vor denen die Grenzen der Ewigkeit schimmern. Es ist ein Schrei, im Flusse der Kultur längst vergessen, ein Schrei aus Erkennen, Grauen und Blutdurst.

Auch aus Blutdurst. Das ist neben dem Grauen das Zweite, was den Kämpfer mit einer Sturzflut roter Wellen überbrandet: der Rausch, der Durst nach Blut, wenn das zuckende Gewölk der Vernichtung über den Feldern des Zornes lastet. So seltsam es manchem klingen mag, der nie um Dasein gerungen: Der Anblick des Gegners bringt neben letztem Grauen auch Erlösung von schwerem, unerträglichem Druck. Das ist die Wollust des Blutes, die über dem Kriege hängt wie ein rotes Sturmsegel über schwarzer Galeere, an grenzenlosem Schwunge nur der Liebe verwandt. Sie zerrt schon im Schoße aufgepeitschter Städte die Nerven, wenn die Kolonnen im Regen glühender Rosen den Morituri-Gang zum Bahnhof tun. Sie schwelt in den Massen, die sie umrasen mit Jubelruf und schrillen Schreien, ist ein Teil der Gefühle, die auf die zum Tode Schreitenden Hektatomben niederschauern. Gespeichert in den Tagen vor der Schlacht, in der schmerzhaften Spannung des Vorabends, auf dem Marsche der Brandung zu, in der Zone der Schrecknisse vorm Kampfe aufs Messer, lodert sie auf zu knirschender Wut, wenn der Schauer der Geschosse die Reihen zerschlägt. Sie ballt alles Streben um einen Wunsch: Sich auf den Gegner stürzen, ihn packen, wie es das Blut verlangt, ohne Waffe, im Taumel, mit wildem Griff der Faust. So ist es von je gewesen.

Das ist der Ring von Gefühlen, der Kampf, der in der Brust des Kämpfers tobt, wenn er die Flammenwüste der riesigen Schlachten durchirrt: Das Grauen, die Angst, die Ahnung der Vernichtung und das Lechzen, sich im Kampfe völlig zu entfesseln. Hat er, eine durch das Ungeheure rasende kleine Welt in sich, die bis zum Platzen gestaute Wildheit in jäher Explosion, dem klaren Gedächtnis für immer verlorenen Augenblicken entladen, ist Blut geflossen, sei es eigener Wunde entströmend oder das des anderen, so sinken die Nebel vor seinen Augen. Er starrt um sich, ein Nachtwandler, aus drückenden Träumen erwacht. Der ungeheuerliche Traum, den die Tierheit in ihm geträumt in Erinnerung an Zeiten, wo sich der Mensch in stets bedrohten Horden durch wüste Steppen kämpfte, verraucht und läßt ihn zurück, entsetzt, geblendet von dem Ungeahnten in der eigenen Brust, erschöpft durch riesenhafte Verschwendung von Willen und brutaler Kraft.

Dann erst erkennt er den Ort, an den ihn der stürmende Schritt verschlagen, erkennt das Heer von Gefahren, denen er entronnen, und erbleicht. Hinter dieser Grenze beginnt erst der Mut.”

PS: Ich lese hier seit etwa 6 Monaten mit und möchte an dieser Stelle mal meinen Dank an alle Autoren, Übesetzer und Kommentarschreiber richten.

Kommentar von Eckhart — 24. März 2012 @ 07:56

32.„Und es scheint von unseren Feinden nicht mit Genugtuung betrachtet zu werden sondern es scheint massiv zu stören?
Die Frage ist: Warum?
Es gibt sehr viele merkwürdige Fragen.“

Weil wir leider nun mal die vorderste Front der Evolution sind und damit die eigentlichen göttlichen Wesen. Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht leben wir dennoch im Einklang mit der Natur.

Sie sind neidisch. Das blöde ist nur wenn wir aus der Geschichte verschwunden sind, werden die „Auserwählten“ immer noch neidisch sein. Sie werden auf alles neidisch sein was sie nicht haben und was sie nicht können. Sie werden selbst auf den anatolischen Bauer Hass haben weil er in der Lage ist, Allah einen guten Mann sein zu lassen und lieber im Teehaus mit seinen Kumpels Backgammon spielt als in die Moschee zum beten geht.

Sie wollen die Menschen zu Konsumidioten erziehen. Die innere Zufriedenheit der Völker soll vernichtet werden. Sie entscheiden wie und wann der Konsumidioten zufrieden ist. (Wer ist der bessere Konsumidioten, wir oder die Fachkraft aus Afrika?)

Haben die „Auserwählten“ überhaupt ein Wort für Zufriedenheit?

Kommentar von pils — 24. März 2012 @ 08:31

33.PS: Ich lese hier seit etwa 6 Monaten mit und möchte an dieser Stelle mal meinen Dank an alle Autoren, Übesetzer und Kommentarschreiber richten.

Solche Rückmeldungen von bislang stillen Lesern sind sehr ermutigend für uns. Danke dafür.

Was die Verweichlichung heutzutage angeht bin ich mir sicher, dass diese innerhalb kürzester Zeit wieder verschwinden würde, wenn es nötig werden sollte.

ich glaube das auch. Obwohl ich auf dem Gebiet schon alleine wegen meines Geschlechts aber auch wegen darüber hinaus gehender Ahnungslosigkeit und Interesselosigkeit an militärischen Dingen ein bisschen wie der Eskimo bin, der über Hitzewellen referiert: Ich meine, dass zu einem guten Krieger auch gehört, dass er nicht blindblöd in jeden Krieg rennt, den ihm jemand aufschwatzen will, sondern es sich vorher sehr gut überlegt, wofür er wirklich kämpfen will, wie die Chancen stehen und ob es nicht auch noch andere Möglichkeiten gibt, ein Problem zu lösen. Wie es aussieht, sind es oft hohe Offiziere (z.B. derzeit in den USA), die von einem kriegerischen Abenteuer abraten, während Politikmarionetten und die Einflüsterer hinter ihnen darauf drängen.

Wir sind auch längst nicht mehr die einzigen, die eine gewisse Verweichlichung besorgt betrachten. Man bemerkt in letzter Zeit mehr und mehr eine gewisse Verdrießlichkeit darüber, dass die “verweichlichten Luschen” Europas nicht so recht als Sklavenarmee für fremde Interessen taugen, und nicht frohgemut mit einem Soldatenliedchen auf den Lippen gen Damaskus oder Teheran marschieren, wann immer gewissen Herrschaften von dort aus eine Laus über die Leber läuft. Schon bei Kabul, Bagdad und Tripolis war die Kriegsbegeisterung zum Ärger gewisser Kreise sehr verhalten. Das Gejammer über den deutschen Militarismus ist sehr leise geworden und hat einem zunehmenden “Ihr blöden, verweichlichten Feiglinge! Auschwitz wurde auch nicht mit Friedensdemonstrationen befreit”-Geschimpfe im Schulhof-Mutprobenstil Platz gemacht.

Und jetzt haben diese Terrormusels es sogar gewagt, vier Juden zu erschießen (nachdem sie tagaus tagein unsere Söhne messern und unsere Töchter vergewaltigen, was “wir aushalten müssen!” und ohne das “Europa nicht überleben wird”!) und das sanfte Gutmenschenvolk ist ärgerlicherweise immer noch nicht im Kriegs- und Rachetaumel. Ja, wo kommen wir denn da hin? Ist es schon wieder so weit? Wo soll man denn da das Kanonenfutter hernehmen, wenn man welches braucht?

Was gegen unser drängendstes Problem (die Migrantenüberflutung) derzeit notwendig wäre, sind zumindest zunächst weniger Kriegertugenden als Verwaltungsaufgaben. Man muss dazu nicht auf Ankara marschieren, sondern Aufenthaltsbescheide nicht verlängern, bwz.Ausweisungsbescheide rausschicken. Ich mache mir keine Illusionen, dass das problemlos funktionieren würde, aber dennoch wäre das der erste Schritt. Und der kommt nicht.

Krieger werden im allgemeinen nicht von selber tätig, sie agieren innerhalb einer Organisation und Befehlskette. Und damit hängt auch die “Alltagsfeigheit” zusammen, die oft beklagt wird. Die Jungs spüren schon, dass der “Oberbefehlshaber” Rückzug verordnet hat – die Türken spüren das von dem ihren nicht!

Kommentar von osimandia — 24. März 2012 @ 11:07

34.OT:
Vielleicht für den einen oder anderen von Interesse:

http://www.davidduke.com/?p=28160

Kommentar von frundsi — 24. März 2012 @ 13:49

35.“Wenn diese Leute meinen Genpool darstellen, dann hätte ich mich genausogut von einem Afrikaner schwängern lassen können, da wäre nichs von Wert verlorengegangen”

Osimandia, wenn deine Vorfahren so gedacht hätten, wärest du verloren gegangen.

“Aber tut mir leid: Eine Beziehung zu diesen Ahnen wie Nietzsche und viele andere sie beschreiben, habe ich nicht, und will ich auch nicht haben. Der Faden ist gerissen und bleibt gerissen.”

Du bist diese Beziehung. Der Faden zerreisst erst für deine Nachkommen, nachdem du dich von Afrikanern schwängern lässt.

“Wir sollen von so etwas abstammen?”

Gute Frage!

Kann jemand beiweisen, dass die Überlieferungen eine adäquate Beschreibung der deutschen Volksseele darstellen?

“Meine Vorfahren bestehen für mich aus den zwei Generationen, die ich persönlich kenne und den zweien, die ich aus Erzählungen kenne. Das muss reichen.”

Es reicht nicht. Deine Vorfahren sind die Menschen, denen du dein Leben verdankst und die in dir und deinen Kindern ein Stück weiterleben.

“Die Römer sind auch nicht besser. Was ist das für eine Gesellschaft, in der man riesige Stadien braucht, damit nicht nur eine kleine perverse und verkommene “Elite” sondern ein ganzes Volk von Psychopathen sich an Menschen ergötzt, die von Löwen zerrissen werden, während es in Seelenruhe sein Vesperbrot frisst und Wein trinkt.”

Wer weiß schon warum das Volk sich das angesehen hat? Kam man dort überhaupt um sonst rein oder trafen dort Bessergestellte zum Netzwerken zusammen?

Ganz sinnlos sind solche Spiele auch nicht. Öffentliches Herabsetzen und Vernichten von Ausgestoßenen hat einen stärkenden Effekt auf das Bestreben sich in die Gemeinschaft einzuordnen.
Ein Kritikpunkt am heutigen deutschen Strafsystem ist, dass es keiner mitkriegt, wenn Mörderbanden (mal) verurteilt werden und keine abschreckende Wirkung, im Zusammenhang mit der Tat, aufkommt. Mit Amphitheatern würde das nicht passieren.

Es gibt sicher noch mehr Positives, das man in dem Verhalten sehen kann, wenn man nur will.

“Brot und Spiele . gut und schön, das hat den Ablenkungseffekt, den wir heute auch haben. Aber wir gucken Fußball, wo eine Herde Mediziner aufs Feld rennt, wenn sich jemand verletzt, und wo zu viel Härte die rote Karte nach sich zieht – und nicht etwas, wo abscheulich zugerichtete blutige Leichen liegenbleiben. Wir würden das noch nichtmal mögen, wenn nur Tiere beteiligt sind.”

(Abgesehen von spanischen Stierkämpfern…)
Und trotzdem sehen “wir” uns freiwillig Filme an, in denen massenweise Menschen getötet werden und zocken Killerspiele und, wie Pit schon angemerkt hat, foltern “wir” aus Vergnügen bei irgendwelchen SM-Praktiken Menschen im gegenseitigen Einvernehmen (was auch immer das in sozialen Beziehung heißen mag – es ist so witzlos wie die mohammedanische Glaubenfreiheit).

“Ist das eine schädliche Verweichlichung?

Oder ist das eine Höherentwicklung?”

Wenn wir von Höherentwicklung sprechen, sind wir immerhin im Gebiet der Evolution. Das finde ich sehr gut. Dann müssen wir uns gleich von der Idee absoluter Moral verabschieden und alle Urteile über “psychopathische Gewalt” vergessen. Gut ist was überlebt und nur das. Unser Moralempfinden selbst ist zum Teil durch die Evolution geprägt, mit der Aufgabe unser Überleben zu sichern, zum Teil Modeerscheinung und zum Teil eingeimpfte Fremdeinwirkung, mit der Aufgabe unser Ableben zu sichern. Eine sehr blöde Situation.

Insgesamt stellen wir sicher keine Höherentwicklung, sondern eine Fehlentwicklung dar. Die Geschwindigkeit, mit der der Wandel zur Selbstaufgabe vollzogen wurde (2-3 Generationen), zeigt, dass es keine biologische Fehlentwicklung ist, sondern eine gesellschaftliche. Du meintest wahrscheinlich eine Höherentwicklung, die davor stattgefunden hat. Zum heutigen Zeitpunkt haben aber nicht wir das Recht uns über unsere Vorfahren zu beklagen, sondern unsere Vorfahren haben dieses Recht gegenüber uns. Ein nachträglicher Völkermord durch die Hand der eigenen Nachfahren ist keine sanfte ritterliche Heldentat, sondern eine schwere psychische Störung die geheilt werden will. Egal wie. Das schließt auch sanfte Heilungen mit ein. Nur funktionieren muss es.

“Wären wir aus der Sicht unserer Ahnen aus dem Mittelalter verweichlichte Waschlappen?”

Das ganz sicher. Aber seine Kinder hat man trotzdem lieb.

Zu den Silberfüchsen:
Ob das alles so stimmt, dazu will ich mich gar nicht äußern.
Der Züchter lässt sich von dem Aussehen der Tiere beeinflussen. Ein aggressives Tier ist leichter an seinem Verhalten zu erkennen als ein zahmes. Wenn er es einmal aggressiv erlebt hat, kann er es direkt mitnehmen und hat schon mal einen Kandidaten. Das zahme Tier muss nach irgendwelchen Kriterien ausgewählt werden, die es von den anderen Unterscheiden. Möglicherweise sehen bei einem Tier nur die Ohren niedlicher aus als bei anderen. Der Züchter hat den Auftrag eine Entscheidung zu treffen. Hier liegt großes Potential für die Verfälschung des Experiments.

Neger weisen untereinander eine höhere genetische Variabilität auf als alle Nichtneger zusammen. Der Grund liegt darin, dass der letzte gemeinsame Vorfahre von Negern länger zurückliegt. Die Vielfalt unter den Weißen (einschließlich Asiaten) ist höchstens optisch größer.

Weiße Haut und nichtschwarze Augen sind durchaus funktional. Sie geben Signale über unsere Emotionen. Sie dienen wichiger gesellschaftlicher Kommunikation, die für den Einzelnen erstmal nachteilig aussieht. Dunkelhäutige Kulturen müssen versuchen die anders zu kommunizieren, damit sich gesellschaftswidrige und unehrliche Absichten verraten können. Ich vermute daher kommt das “aufbrausende Temperament”, oder anders formuliert: daher können wir auf es verzichten.

In dem Sinne ist könntest du mit einer Höherentwicklung Recht haben.

In einer multikulturellen Gesellschaft, in der man gegen den signalarmen Ausländer keine Vorurteile haben darf und selbst offenes Fehlverhalten als kultureller Unterschied verharmlost wird, hat der Fremde natürlich alle Vorteile bei sich. Da kann auchmal ein multikulturell erzogener Backfisch glauben, Abdullah hätte so viel Verständnis für sie, denn er kann leichter verbergen, dass auch er nur an ihre Wäsche will.

Kommentar von reinigungskraft — 24. März 2012 @ 18:18

36.@reinigungskraft: Danke für diese Replik zu Osimandias Vorfahren-Kommentar. Ich wollte in den letzten Tagen eigentlich auch eine Antwort darauf formulieren, habe aber dafür die Zeit nicht gefunden. Wie sich jetzt rausstellt, konntest Du das, was ich auch gedacht habe weniger langfädig und pointierter formulieren, als ich es fertiggebracht hätte.

Kommentar von branfendigaidd — 24. März 2012 @ 20:10

37.Ich danke Dir auch für die Antwort, reinigungskraft. Wir sind nicht unterschiedlicher Ansicht, was das ZIEL angeht.

Ich weiß auch, dass mein Kommentar provozierend sein musste und ich bin absolut der Ansicht, dass es wichtig ist, sich als Bindeglied zwischen Vorfahren und Nachkommen zu sehen. Allein, die meisten tun es nicht!

Warum?

Ganz sicher nicht, weil uns wortwörtlich befohlen worden ist: “Du sollst deine Ahnen hassen.”, sondern weil sie so dargestellt werden, dass die meisten das automatisch tun.

Der Geschichtsunterricht, der uns vorgesetzt wird, trägt sehr viel dazu bei, diese Entfremdung von der eigenen Vergangenheit zu schaffen. Offensichtlich hatten auch schon die Romantiker im 19. Jahrhundert Probleme damit. Hätten sie diese nicht gehabt, wäre es nicht notwendig gewesen, sich ein romantisch überhöhtes Bild vom Mittelalter zu verschaffen, sie hätten ja dann das reale so lassen können, wie es war. Mit dem
Bild, das die Romantiker erschaffen haben, könnte ich übrigens auch sehr gut leben.

Druide hat geschrieben:

Wir befinden uns was unsere eigene sprachliche und volkliche Frühgeschichte angeht nach wie vor im sprichwörtlichen finsterstern Mittelalter.

und Pit hat geschrieben:

tatsächlich ist mir auch der Gedanke nicht angenehm, meine Vorfahren könnten sich an Grausamkeiten belustigt haben, und ich kann es auch nicht so ohne weiteres glauben, denn es scheint mir nicht zu unserem Volkscharakter zu passen und ich kann mir nicht vorstellen, daß sich der so verändert haben sollte

Ich teile diese Skepsis. Und ich werde nicht in die – mögliche(!) – Falle gehen, mich mit etwas zu identifizieren, was mich anwidert, und was möglicherweise gar nicht so wahr ist.

Ein Beispiel: Wenn nach dem 1. Weltkrieg die Gräuelpropaganda nicht aufgeklärt worden wäre, wenn wir also heute noch gelehrt und glauben würden, dass deutsche Soldaten in Belgien kleine Babys in die Luft warfen, um sie dann mit Bajonetten aufzuspießen oder abzuschießen (etwas, das der Kriegsführung nicht dient, sondern reines “Vergnügen” ist) … dann würden die blind Ahnenverehrenden gezwungen, sich irgendwie zu verbiegen, um das zu rationalisieren und “schönzusaufen”,. In Wahrheit hätten sie sich aber dadurch von ihren wirklichen Ahnen – d.h. vom Volkscharakter – entfremdet und etwas Fremdes als Eigenes akzeptiert, denn wie wir glücklicherweise wissen, haben deutsche Soldaten das ja gar nicht gemacht.

Ich denke daher, man hätte die emotionale Verbindung zu seinen Vorfahren aus dem 1 Weltkrieg besser dadurch aufrechterhalten, wenn man klar und deutlich gesagt hat: Mit so einem verkommenen Gesindel habe ich nichts zu schaffen, die ist NICHT unser Volkscharakter.

Der Respekt vor den Ahnen kann sich nur wenige Generationen auf konkrete Individuen beziehen, die man aus persönlichen Erzählungen (des Großvaters über dessen Großvater) ein bisschen kennt. Das kann man übrigens erweitern. Wenn man seinen eigenen Enkelkindern das weitergibt, überspannt man damit schon sieben Generationen. Man kann z.B. auch Initiatator einer Familienchronologie werden, da haben spätere Generationen dann was KONKRETERES als Geschichtsunterricht in der Hand.

Was darüber hinausgeht ist nicht mehr auf Individuen bezogen, sondern eine emotionale Verbindung zu einem Volkscharakter , den man weitergeben will. Und da beißt die Maus keinen Faden ab: Einen Volkscharakter, der zum Teil darin besteht, Vergnügen an bestialischer Grausamkeiten zu empfinden und das nicht als psychopathisch anzusehen, ist nicht meiner, mit dem habe ich nichts zu schaffen und den gebe ich nicht weiter – auch nicht als Zwang, solches Pack ehren zu müssen. Das ist für mich nicht deutsch und wird es niemals sein. Und wenn ich dazu meine Vorfahren verachten muss, ist das das kleinere Übel. Das empfinde ich als Neger- oder Orientalenverhalten. Und das bin ich nicht, und das sind – nebenbei bemerkt – auch meine Nachkommen nicht. Und deswegen identifizieren wir ein solches Verhalten auch nicht mit unserem Volk. (die größere Härte von damals ist etwas anderes, es geht um dekadentes Vergnügen am Leid Wehrloser).

Ganz allgemein denke ich, dass man den Volkscharakter an Lebenden und kürzlich Verstorbenen, die man noch kannte, besser erkennen und erspüren kann, als aus Geschichtsbüchern.

Ich lasse mich von nichts dazu verlocken, mir etwas schönzureden, was mir maßlos gegen den Strich geht. Um keinen Preis, auch nicht um den, als “Ahnenverräterin” dazustehen oder aus abergläubischer Angst, dadurch auf mystische Weise unser Aussterben irgendwie zu befördern. Die Lebenserfahrung sagt übrigens auch, dass da wo man nichts Genaues weiß – weil man nicht dabei war – die gefühlte Wahrheit sich zuweilen wundersamerweise auch als richtiger herausstellen kann als die geschriebene.

Kommentar von osimandia — 24. März 2012 @ 21:41

38.Was die grausame Darstellung in Filmen angeht:

1. weiß man, dass es gespielt ist
2. geht es in den meisten (wohl nicht allen!) Filmen der Identifikationsfigur – und damit dem normalen Zuschauer – darum, diese Dinge zu verhindern und nicht darum, sich daran zu ergötzen.
3. Gelten die Filme, in denen es nicht so ist (Inglorious Bastards) in unseren Kreisen nicht gerade als deutsche Kulturtradition. Und Personen, die das lustig finden, auch nicht als verehrungswürdig, nicht als eigen, sondern als fremd.

Wenn zukünftige Generationen “Inglorious Bastards” ausgraben sollten, wär’s mir sehr recht, wenn sie über die darin Agierenden NICHT sagen würden: “So waren unsere Vorfahren halt, das muss man verstehen.” Wenn sie’s täten, würde ich das eher als Beleidigung empfinden denn als Respekt.

Kommentar von osimandia — 24. März 2012 @ 22:29

39.Osimandia,

seine Vorfahren abzulehnen, das Verhalten seiner Vorfahren abzulehnen und das Verhalten seiner Vorfahren nicht zu kennen, sind drei verschiedene Schuhe, die du dir alle übereinander anziehst.

Der erste Schuh ist aus evolutionärer Sicht nicht akzeptabel. Der dritte Schuh ist ein großes Problem, weswegen ich der Idee vom “Verteidigen des Eigenen” die Manfred hier vorgestellt hatte, äußerst kritisch gegenüberstehe. Das Eigene, dem ich mir sicher bin, ist unser Genpool. Darüber hinaus gibt es nur Fragezeichen. Was bringt es, wenn PIler ihr akutelles kulturelles Eigene (die ewige Schuld gegenüber der Juden) verteidigen?

Wenn zukünftige Geschichtswissenschaftler Anhand von Zeitdokumenten unsere heute Sexualmoral beschreiben müssten, würden sie davon ausgehen, dass die Hälfte der Menschen sich auspeitscht, anpinkelt oder Probleme hat die richtige Öffnung zu finden. Selbst die schlausten und gutwilligsten Menschen können aus verzerrten Informationen keine akurate Beschreibung gewinnen.

Was du dir schönredest und was nicht, bleibt dir überlassen. Am Ende zählt nicht das Schöne zur schönen Zeit zu tun, sondern das Richtige zur richtigen. Was und wann auch immer das sein wird. Ich glaube die, die dabei an maßlose Gewalt denken, machen sich etwas vor und unterschätzen das Problem.

Kommentar von reinigungskraft — 24. März 2012 @ 23:50

40.Mit einigem Erstaunen lese ich hier, wie “schlimm” unsere frühen “grausamen Vorfahren” doch gewütet haben sollen.
Eigenartiger Weise empfinde ich nicht das geringste Bedürfnis, mich für deren “unmenschlichen Taten” zu schämen.

In einem Gespräch mit einem Dänen erfuhr ich, dass man sich für die “Grausamkeiten” der angeblich so blutrünstigen Wikinger so gar nicht schäme.

Ob sich die Franzosen schämen, dass sie eine ganze Spezies während der französischen Revolution guillotiniert haben? Ich glaube es nicht, wenn man die Geschichte ihrer heutigen Nationalhymne kennt. Vielleicht schämen sich ja die Briten wegen ihrer stellenweise recht unrühmlichen Kolonialisierung grosser Teile dieser Welt. Oder vielleicht die Spanier, spätestens seit El Cid. Vielleicht auch die Nachfahren der Azteken, der Inkas, der Mayas. Auch die Zulus in Afrika sollen sehr grausam gewesen sein. Die Hunnen, die Mongolen etc.

An millionenfachen Beispielen fehlt es nicht.
Das uns aus heutiger Sicht “grausame Verhalten” war den jeweiligen Umständen geschuldet. Damit überhaupt einer unserer Vorfahren, deren Lebenserwartung vielleicht 35 Jahre betrug, überleben konnte, waren andere Kriterien zu berücksichtigen als wir uns heute überhaupt vorstellen können. Wäre das soziale Gefüge ein anderes gewesen, ein von Humanität geprägtes, wären wir schon lange ausgestorben.

Abgesehen davon ist die Vergangenheit etwas, auf das wir keinen Einfluß mehr haben und eine Selbstzerfleischung im Rückblick ist destruktiv, weil sie die Handlungsfähigkeit der Gegenwart nur negativ beeinflußt und hinsichtlich der, in gewissen Maß planbaren, Zukunft lähmt.

Kommentar von submarine — 25. März 2012 @ 01:16

41.Was du dir schönredest und was nicht, bleibt dir überlassen.

Ich rede mir doch gerade nichts schön! Ich verstehe sehr gut, dass das Leben früher härter und damit die Menschen auch anders waren. Ich rede es mir aber garantiert nicht schön, dass es – aufgrund von Armut oder einem harten Leben – ganz normal für Weiße ist, sich zu verhalten wie Neger beim Necklacing – über einen langsamen und qualvollen Tod zu jubeln und das als unterhaltsames Festtagsvergnügen zu empfinden. Das ist nicht hart. Das ist pervers. Arm sind die Neger in Südafrika übrigens auch.

Wenn man die Sache so sieht… haben dann nicht die Gutmenschen recht, die sagen: “Wenn wir diese armen Menschen hierherholen und sie all die Armut und Härten hinter sich lassen können, dann sind die genauso wie wir.”?

Ich glaube das nicht!

Fool me once – shame on you
Fool me twice – shame on me!

Ich setze mich mit nichts mehr auseinander, was mir zu dem, was ich als Eigenes und typisch für unser Volk empfinde, in krassem Widerspruch zu stehen scheint, nur weil es in einem Geschichtsbuch steht.

Die Geschichtsschreibung ist so, dass sie allem zuwider sein muss, was wir als richtig und gut und edel empfinden. Da ist ein Bruch. Ich möchte einfach nicht Gefahr laufen, dass ich mich dreimal verbiege, um meine Pflicht zur Ahnenrespektierung erfüllt zu haben, nur um am Ende etwas respektiert zu haben, was möglicherweise nur ein sehr kleiner perverser Teil der Bevölkerung als normal empfand.

Vor einiger Zeit hatte ich Kontakt mit einem Amerikaner, der deutsch lernen wollte. Er fragte mich eine Menge Sachen, u.a. auch, warum wir Substantive groß schreiben. Ich hatte keine Ahnung!

Außer “Wir haben in Moskau Liebe genossen” vs. “Wir haben in Moskau liebe Genossen” fiel mir nichts ein, und solche Sätze muss man an den Haaren herbeiziehen, die taugen nicht recht als Grund (wahrscheinlich gibt es Vergleichbares in anderen Sprachen auch, und die können auch damit leben)

Ich habe dann gegoogelt und unter anderem die These gefunden, dass es in der Zeit des frühen Buchdrucks aufkam und zwar deswegen, weil die Hersteller der Lettern sich bei Großbuchstaben außerordentlich verkünstelt haben. Da hatten sie nun die wunderschön verzierten Großbuchstaben, aber im Druckalltag kamen sie so gut wie nie vor. So ein Mist! Jetzt hat man sich so viel Mühe gegeben und keiner sieht’s! Deswegen gingen sie dazu über, wichtige Wörter groß zu schreiben, was dann langsam zur Regel wurde.

Das ist etwas, was ich so gut nachvollziehen kann. Dass man stolz auf etwas Schönes ist, das man geschaffen hat, eigentlich aber nicht prahlen will, dann aber doch möchte, dass es auch gesehen und benutzt wird. Das ist liebenswert, diese Art von Handwerkerstolz ist noch da. Da empfinde ich wirklich Verbundenheit. Es geht doch nicht darum, dass man SAGT: Ich bin mit meinen Ahnen verbunden. (Genetisch ist das eine Binsenweisheit) sondern dass man diese Verbundenheit SPÜRT.

Kommentar von osimandia — 25. März 2012 @ 01:34

42.Ich empfinde keine “Pflicht” zur Ahnenverehrung. Unter meinen Vorfahren (zwei Generationen zurück) gab es offenbar auch ein Arschloch; nun denn, das muss ich hinnehmen. Dann gab es aber auch einige Leute, die aus einfachen Verhältnissen kamen, trotz geringer Schulbildung und wenig Geld Liebe zur Kunst und Interesse für die Wissenschaft entwickelten und bei deren Kindern sich diese Tendenz fortgesetzt hat; auf die bin ich stolz, und in ihnen erkenne ich mich wieder. Stehen tue ich zu beiden. Ich denke, ein richtiger Mann muss genauso zu seinen Vorfahren stehen wie zu seinen Taten. Auch wenn man sich einmal vertut und es im Nachhinein selbst als falsch bewertet, muss man sagen: Ja, ich habe das getan, und ich stehe dazu; das bin (bzw. war) ich.

Um die Sache mit dem geifernden Pöbel bei der öffentlichen Hinrichtung ein bisschen zu relativieren: Auch damals gab es ja Leute, die sich davon angewidert gefühlt haben (als Beispiel aus der Antike haben wir ja bereits den Kirchenvater Augustinus und die zahlreichen Christen, die ihm zugestimmt haben). Soweit ich weiß, war ein sächsischer König der erste, der ein Gesetz gegen Sklaverei erlassen hat. Heutzutage können wir nicht wissen, ob unsere direkten Vorfahren zu diesen oder jenen gehört haben; also müssen wir uns auch nicht allzusehr den Kopf darüber zerbrechen. Wichtig ist, dass unsere Vorfahren es in ihrer gemeinsamen Entwicklung zu all dem gebracht haben, worauf wir heute zurecht stolz sind.

Kommentar von sternbald — 25. März 2012 @ 03:02

43.Ach ja, und noch ein Punkt: Letztendlich stammen wir doch vom Affen ab. Mit dem identifizieren wir uns aber auch nicht. Wir können also einfach hinnehmen, dass ab einer gewissen zeitlichen Distanz in manchen Belangen mitunter große Unterschiede bestehen (müssen). Dass es dann mit der Identifikation Grenzen hat, ist verständlich.

Kommentar von sternbald — 25. März 2012 @ 03:06

44.Ich glaube nicht, daß ich vom Affen abstamme. Die Evolutionstheorie ist nur eine Theorie. Je genauer man versucht, sie nachzuvollziehen, desto unglaublicher wird sie. Da glaube ich lieber an die Schöpfung und alle Fragen sind geklärt.

Aus diesem Glauben ergibt sich, daß Rassenschande nicht nur ein Verbrechen, sondern auch Gotteslästerung ist.

Kommentar von Gottfried Feder — 25. März 2012 @ 08:35

45.Ich glaube nicht, dass es ein “Festtagsvergnügen” war, zuzuschauen, wenn bspw. einer auf das Rad geflochten wurde. An Sonntagen fand das wahrscheinlich statt, weil dann alle zuschauen konnten, die sonst arbeiteten, die abgeschreckt werden sollten, auf keinen Fall etwas zu tun, damit es ihnen eben nicht so ergehen könnte. Zu den “verfeinerten” Bestrafungen bis zum Tod, z.B. elektrischen Stühlen (USA), Giftgaskammer, St. Quentin (USA), Todesspritze (USA) gelangte man erst in der Neuzeit.

Da wurde in aller Welt munter gehenkt, Köpfe mittels Beil en masse vom Rumpft getrennt (später sogar maschinell), gekreuzigt, zu Tode geschleift, auf Scheiterhaufen verbrannt und was sich sonst noch so zur Bestrafung von ja durchaus nicht Unschuldigen anbot, und wir, speziell wir Deutsche, sollen die verachten, die diese rabiaten Massnahmen durchführten? Im Leben nicht, so “zivilisiert” will ich gar nicht sein. Wenn z.B. ein Lustmörder seinen Kopf verlor, gut so zur damaligen Zeit.

Unsere Vorfahren hatten eben keinen humanen Strafvollzug in dem Mehrfachtäter psychologisch resozialisiert wurden. Wahrscheinlich hätte unseren Vorfahren das Verständnis dafür auch gefehlt.

Kommentar von submarine — 25. März 2012 @ 09:15

46.Lest den aktuellen Pranger von Winkler (die sind sowieso immer super), daraus:

“Wer seine Ahnen verachtet kann Sprösslinge produzieren, aber keine Nachkommen.”

Ich bin auch der Ansicht, dass man eher seiner Intuition als den Geschichtsbüchern folgen sollte, was den Charakter unserer Ahnen angeht. Grausamkeiten, wie sie in Rom Standard waren, weil alle Macht auf der Zurschaustellung von Gewalt fußte, sind von den Germanen nicht überliefert. Im Gegenteil, es gab eine Form der Volksherrschaft ähnlich der in Griechenland (und fairerweise muss man erwähnen, dass es die bis zu Caesars Zeiten auch in Rom gab. Ähnlich wie heuer war aber im 1. Jh. vor Christus die Demokratie in ihrer Bürokratisierung und in ihren dämlichen Interessenkonflikten gefangen, so dass wie so häufig in der Geschichte jemand Ambitioniertes kommen musste, um das Chaos zu beenden, vgl. http://kairostheos.blogspot.de/2011/03/and-now-to-something-completly.html)

Aber neben der Intuition und der Emotion haben wir auch noch die Ratio, um uns der Historie anzunähern. Diese rät uns zwar, nicht zu glauben, was in den Geschichtsbüchern steht, aber auch nicht einfach irgendwas anderes zu glauben – sondern eben nach Beweisen zu suchen.

Wenn es um religiöse Themen geht, dann bin ich einverstanden, wenn sich eine Diskussion in “ich glaube X” und “ich glaube aber Y” erschöpft.

Aber nicht, wenn es um die Abstammungsgeschichte geht! Es gibt sehr viele Beweise dafür, dass es eine evolutionäre Entwicklung der Arten gegeben hat. Ein Kreationist lehnt neben der These der Abstammung des Menschen aus dem Tierreich auch die Erklärung menschlichen Verhaltens mit evolutionären Ursachen ab.

Darwins Theorie hat ihre Lücken (Unwahrscheinlichkeit der Höherentwicklung in beobachtbarem Maße ohne Annahme einer steuernden Kraft / Erklärungsnot beim “Artensprung” – innerartliche Mutation wird zureichend erklärt. nicht aber die Entwicklung von einer Art zur nächsten) und sollte, wie jede andere wissenschaftliche Theorie, zur Diskussion offen sein. An Darwin zu “glauben”, wie manche Humanisten das tun, ist unwissenschaftlich.

Man sollte bei der Diskussion aber nicht “springen” und in völlig andere Bereiche wechseln. Eine Widerlegung Darwins kann nicht durch religiöse, sondern nur durch wissenschaftliche Argumentation geschehen.

“Ich glaube nicht an Darwin” ist genauso falsch wie der oben dargelegte umgekehrte Fall. Wenn es Zweifel an einer wissenschaftlichen Theorie gibt, dann aus guten Gründen, die man nennen sollte.

Zudem – ich weiß nicht, ob das aus dem Schöpfungsglauben ebenfalls folgt, wie G.F. das geschrieben hat – folgt aus der Anwendung der darwinschen Evolutionslehre, dass Rassenvermischung dem göttlichen Plan zuwiderläuft, da die so gezeugten Individuen weder den einen, noch den anderen Umweltbedingungen angepasst sind, wie die unter einem anderen Artikel erwähnten Mischlinge zwischen Braun- und Eisbär.

Es ist die Natur wissenschaftlicher Theorien, dass sie mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten. Wer nach einer “Einheitstheorie” sucht, die alle Fragen beantwortet und einen ruhig schlafen lässt, sollte sich tatsächlich eher im religiösen Bereich umschauen.

Bei aller (richtigen und wichtigen) Kritik am Atheismus und seiner Rationalitätshörigkeit sollten wir aber nicht vergessen, dass nur der fragende, offene Stil des wissenschaftlichen Forschens vielerlei Gutes bewirkt und Schlechtes verhindert.

Ohne wissenschaftliches Forschen nach strenger wissenschaftlicher Methodik kein Fortschritt, weder geistig, noch auf technischem Gebiet. Zudem verhindert die fragende Haltung des wissenschaftlichen Denkens, dass man auf Ideologien hereinfällt, welche die Tendenz haben die Realität zugunsten ihrer ideologischen Prämissen abzuwerten, zu verdrehen oder zu verdrängen.

Kommentar von Kairos — 25. März 2012 @ 09:44

47.Zum ersten Teil meines letzten Kommentars nochmal als Verständnishilfe:

Ich behaupte die Grausamkeit Roms war zweckgerichtet, sie sollte die kaiserliche Autorität stützen. Die Arenen und Schaukämpfe, die wir mit “Rom” verbinden gelangten erst in der Kaiserzeit zur Blüte (auch wenn es die Gladiatoren lange vor Caesar gab). Ein großes, multiethnisches Staatsgebilde benötigt eine solche Autorität, die sich auf Grausamkeit stützt, eine germanische Volksgemeinschaft in den dunklen Wäldern eher nicht.

Das ist ja das verheerende, an der Form von “Demokratie” im vorkaiserlichen Rom, sowie in den freiesten Ländern des Westens. Eine Volksherrschaft wird nur vorgegaukelt, die tatsächliche Macht liegt in den Händen einer korrupten Clique von Plutokraten. Caesar, Napoleon und andere Alleinherrscher waren (zunächst) keine Tyrannen. Ihr Aufbegehren gegen die “Demokratie” wurde vom Volk gestützt, sie waren Führer “popularer” Bewegungen, denn das Volk litt zu allen Zeiten unter der als “Demokratie” bezeichneten Form von Willkürherrschaft. Da reicht es auch nicht aus vom “dummen Volk” zu faseln, das “charismatischen Betrügern” hinterherläuft. Gegen die ungerechte Herrschaft der “Demokraten” hätte sich das Volk in Rom des 1. vorchristlichen Jahrhunderts, Frankreichs nach der “Revolution” oder Weimars, noch mit dem Teufel verbündet.

Erst der Potentat, der den Feind gestürzt hat, muss sich tyrannischer Mittel bedienen. Da es weiterhin eine große “demokratische” Opposition gegen ihn gibt, sowie allerlei Rivalen, die auf seinen Thron scharf sind, kann er sich Milde und Nachsicht nicht leisten. Caesar wurde von genau den Leuten getötet, die er begnadigt hatte, nachdem er sie im Bürgerkrieg besiegt hatte.

Kommentar von Kairos — 25. März 2012 @ 09:57

48.Osimandia,

Das war nicht als Anschuldigung gemeint, sondern wörtlich: “Was du dir schönredest und was nicht, bleibt dir überlassen.”

“Es geht doch nicht darum, dass man SAGT: Ich bin mit meinen Ahnen verbunden. (Genetisch ist das eine Binsenweisheit) sondern dass man diese Verbundenheit SPÜRT.”

Richtig, es geht nicht darum, dass man weiß, dass man genetisch verbunden ist, sondern, dass man auch spürt, dass man genetisch verbunden ist. Wenn das nicht der Fall ist, läuft etwas falsch, denn es ist offensichtlich, eine Binsenweisheit und nicht abstreitbar.

Wenn mir pi-news.net oder spon.de nicht mehr gefällt, distanziere ich mich nicht von meinem Computer, sondern behalte ihn und gehe auf andere Weltnetzseiten. Ich weiß, dass es der selbe Computer ist. Ich spüre es auch. Und bei einem Computer ist das noch nicht mal wichtig, da er kein Teil von mir ist. Er hat mich nicht erschaffen und ich kann seine Linie nicht fortführen. Er ist kalt und leblos und wenn die Zeit kommt, werde ich ihn ersetzen. Aber nicht, wegen pi-news oder spon.

Kommentar von reinigungskraft — 25. März 2012 @ 10:43

49.Heutzutage können wir nicht wissen, ob unsere direkten Vorfahren zu diesen oder jenen gehört haben;

Mit ganz großer Wahrscheinlichkeit zu allen, Sternbald. 1000 Jahre – 35 Generationen – 2 hoch 35 Ahnen – mehr als 34 Milliarden Personen.

Gut, so viele Leute gab’s gar nicht. Ahnen müssen also mehrfach vorkommen, und zwar nicht nur 2 oder 3 Mal, sondern bereits in der relativ kurzen Zeitspanne zwischen heute und dem 11. Jahrhundert Tausende von Malen. Aber selbst wenn man das berücksichtigt, dürften wir so ziemlich mit jedem verwandt sein, der damals in Deutschland (und vermutlich den Nachbarländern zumindest in Grenzgebieten) gelebt hat.

Die schöne Erkenntnis daran ist: Mit derselben sehr hohen Wahrscheinlichkeit sind wir hier alle blutsverwandt Und zwar über mehrerere Ecken und ohne zu Adam und Eva oder haarigen keulenschwingenden Ugah-Ugahs zurückkehren zu müssen, sondern recht nahe. “Ein Volk von Brüdern” also nicht nur poetisch, sondern zumindest eines von entfernten Cousins und Kusinen ganz konkret genetisch.

Ich bilde mir auch nicht ein, von einer Ansammlung besonders netter Leute abzustammen, natürlich haben wir alle Arschlöcher in der Ahnenreihe. Und ich weiß auch, dass Du keine Pflicht zur Ahnenverehrung propagierst. Was aber ein weiterer merkwürdiger Punkt ist, ist das da:

können wir nicht wissen

Richtig!

Oder genauer: Wissen wir nicht. Wir könnten es aber schon wissen. Natürlich würde das schnell von der Zahl her unübersichtlich, aber die eine oder andere Linie könnten wir kennen. Tun wir aber nicht! Das ist kein Einzelfall, es ist bei uns (außerhalb von Kreisen, die heute noch einen Adelstitel haben oder sonst sehr hochgestellt sind) nicht üblich. Das ist nicht alleine unsere Schuld, das haben auch schon mindestens unsere direkten Vorfahren versiebt.

Wir machen das nicht. Das ist eine ganz große Macke, die wir da haben. Etwas, das uns sehr verletzlich macht.

Wenn wir an unsere Ahnen denken, dann ist da ein großes schwarzes Loch, das wir mit Geschichtswissen füllen müssen, weil wir es nicht mit eigenem Wissen füllen können,. (“Und als ich klein war, hat mir mein Großvater hat erzählt, dass sein Großvater einst ein Schreiner war, der die schönsten Stühle weit und breit fertigte, und seine Frau war die schönste Maid aus dem ganzen Dorf, von der man sagte, dass sie die illegitime Tochter eines Prinzen war. Er hatte den Wahlspruch ‘Üb immer Treu und Redlichkeit’ und sie sang ihren Kindern das Wiegenlied, das dir deine Mutter auch gesungen hat…”) Wer hat das schon? Dabei wäre das gar nicht schwer, man redet ja andauernd mit seinen Großeltern, aber viele düften wohl nicht einmal den Vornamen eines einzigen Ururgroßelternteils kennen. (Das oben in Klammern ist ein Fantasiebeispiel!)

Da kann man nichts mehr machen. Man könnte aber neu damit anfangen. Was die Vergangenheit angeht, kann man uns gerade alles erzählen, wir stehen da wie Sheeple, die alles fressen müssen, was man ihnen in der Schule erzählt. Wer Verbundenheit mit den Ahnen für wünschenswert hält – und ich gehöre zu denen – sollte anfangen, aufzuschreiben, was er noch weiß. Und fragen, was er noch fragen kann.

Ich glaube nicht, dass es ein “Festtagsvergnügen” war, zuzuschauen, wenn bspw. einer auf das Rad geflochten wurde.

Ich glaube das auch nicht so recht, submarine. Aber Nietzsche glaubte es. Und schrieb es. Und zwar schrieb er es damals schon, um seine Zeitgenossen zu schockieren und vielleicht sogar zu quälen, denn auch die fanden die Vorstellung, auf einer Hochzeit Hinrichtungen als Festeinlage aufzuführen, nicht angenehm.

Und er ist nicht der einzige. Wenn man sachlich kritisch drangeht, spricht einiges dafür, dass er recht hat. Wie gesagt, wir sind bereits von unseren Ahnen abgerissen. Wir haben nur eine gesichtslose Masse vor uns, wenn wir an Ahnen denken. Und diese gesichtslose Masse benimmt sich – laut Geschichtsschreibung – nicht so, dass wir sie gerne als Nachbarn hätten.

Wenn ich jetzt unsere Ahnen achten soll: Welche soll ich dann achten? Die “Bildungsweibchen” und “Biedermänner” aus dem 19. Jahrhundert, (die Nietzsche offenbar maßlos verachtet hat) die man mit solchen Aussagen schockieren konnte? Oder irgendwelche sehr im Nebel liegenden harten Figuren, die heute als Psychopathen gelten würden?

Müssen es immer die ganz weit zurückliegenden Ahnen sein, die man sich für seine Verbundenheit aussucht? Muss man sich damit auseinandersetzen, wie es kam, dass sie sich wie vergnügt-grausame Neger aufführten, während so viele bereits die eigene Elterngeneration in Bausch und Bogen verdammen, weil die auf die 68er reingefallen sind – und das merkwürdigerweise gar nicht als Ahnenverachtung betrachten?

Ein bisschen zu sanft und gutmenschlich? – Oh möge das grünrote Pack doch verrecken und in der Hölle schmoren!
So richtig grausam, dekadent und brutal? – No Problem! Das sind meine Ahnen, die werden schon richtig gewesen sein! Auch wenn mich das emotional anwidert – Augen zu und durch.

Das kann’s doch irgendwie nicht sein…

Mir geht es wirklich nicht drum, auf die Vergangenheit zu spucken. Mir geht es darum, einen Zugang zu finden, der den meisten unserer heutigen Landsleute auch möglich ist.

Kommentar von osimandia — 25. März 2012 @ 11:59

50.@ Osimandia

Wir haben z.B. ein sehr altes Familienbuch ab 1752 mit mehr als 50 Seiten Chronik, von jeder Generation fortgeführt, insofern sind meine Vorfahren keine gesichtslose Masse für mich. Ausreisser sind ein zehnjähriger Knabe, der dem Pfarrer den Brunnen “vergiftete” in dem er dahinein gepinkelt hat. Oder ein älterer Herr, der sich mit einer sehr jungen Frau aus dem russischen Reich verheiratete, mütterlicherseits, und acht Kinder mit ihr hatte, oder, väterlicherseits, als eine Frau aus Frankreich geheiratet wurde. All dieses steht in dem alten Buch. Ich denke, dass es solche Bücher in vielen Familien gibt. Natürlich setzt eine Chronik voraus, dass mindestens eine/r da war, der sich dafür interessierte und auch schreiben konnte.

Nichts gegen Friedrich Nietzsche…aber!
Nichts gegen die Provokateure …aber!
Wenn unsere Vorfahren alles falsch gemacht hätten, gäbe es uns nicht. Das ist Fakt. Sie haben das getan, und zwar erfolgreich, was nötig war, damit wir leben und überleben.

Überleben!

Erst nach den 68igern wurde “überleben” problematisch, zumindest für die, die geboren werden wollten! Wo kam es her? Man verfolge die Geschichte von Profamilia! Wer verdiente daran? Wem nutzte die Pille davor und die danach?

Gerade habe ich in einem alten Schulatlas nachgeschaut. 1958 -Deutsche in der BRD- 59 Millionen.
Sowjetische Besatzungszone (Berlin) 1 Million.
Sowjetzone 15,9 Millionen
Deutsche Ostgebiete unter sowjetischer und polnischer Verwaltung 9,6 Millionen.

Und heute?

1958 Einwohner Mexiko 41 Millionen
2010 Einwohner Mexiko 112 Millionen

Die 68iger sind im Geiste verarmt. Mögen sie materiell ebenso verarmen wie Hiob! Möge man sie auch namenlos verscharren.

Kommentar von submarine — 25. März 2012 @ 14:08

51.Wir haben z.B. ein sehr altes Familienbuch ab 1752 mit mehr als 50 Seiten Chronik, von jeder Generation fortgeführt, insofern sind meine Vorfahren keine gesichtslose Masse für mich.

Das ist beneidenswert und wunderschön, submarine.

Genau so etwas ist wertvoll und wichtig, Wenn man so etwas hat, ist man nicht so hilflos abhängig von den Nietzsches, den Knopps und anderen.

Ich habe so etwas nicht, und ich fürchte, viele andere haben es auch nicht. Aber jeder kann dem Vorbild Deines Vorfahrs von 1752 ja nacheifern. Er hat sich ja auch nicht hingestellt und gesagt: “Mist! Warum hat das nicht schon mein Vorfahr von 1500 gemacht? Jetzt ist es zu spät!”
Es steht nämlich zu befürchten, dass wir noch nicht an der Talsohle der Orwellschen Geschichtsumschreibung angelangt sind – ich bin nicht ohne Hoffnung, glaube aber, dass es noch eine ganze Weile schlimmer wird, bevor es besser wird.

Nur ein (noch relativ harmloses) Beispiel: Türken verbreiten derzeit, sie hätten Deutschland nach dem Krieg aufgebaut und Politik und Medien stimmen langsam darin ein. Noch gibt es genug Leute, die wissen, dass das nicht stimmt – es wird von der breiten deutschen Mehrheit wohl eher noch (!) nicht geglaubt. Lassen wir noch 20 oder 30 Jahre drüber gehen: Es könnte in jedem Geschichtsbuch stehen und jedes Schulkind würde es glauben, ohne groß drüber nachzudenken.

Orwell hat nicht nur vor der Sprachumkehr gewarnt. Der Beruf seines Hauptcharakters war gewiss nicht umsonst der eines Geschichts-Umschreibers.

Kommentar von osimandia — 25. März 2012 @ 14:29

52.Deutsche Ostgebiete unter sowjetischer und polnischer Verwaltung 9,6 Millionen.

Wie denn das? Ich denke, die sind alle vertrieben worden…? Vorher!

Kommentar von Sir Toby — 25. März 2012 @ 15:14

53.Das hat irgendjemand aufgeschrieben und ins Weltnetz gestellt. Man muss es erst speichern und dann verbreiten.
Wie sagten unsere Vorfahren so treffend: “Lügen haben kurze Beine “

Die Märchen über die Einwanderung nach Deutschland oder wer holte die “Gastarbeiter” .

2. Deutschland im Wandel

Kommentar von submarine — 25. März 2012 @ 15:34

54.Sir Toby,

genauso, wie ich es schrieb, steht es in dem alten Atlas, 1958. ALLE wurden dem Anschein nach nicht vertrieben. Oder vielleicht sind die 9,6 Millionen Deutsche “irgendwie verloren gegangen” und wurden durch andere “Deutsche” ersetzt. Wer will das prüfen, wer wirklich deutsch war von denen, die kamen?

Kommentar von submarine — 25. März 2012 @ 15:43

55.Thomas Finks Kommentar zu “Kony 2012″ passt gut zu unserem Thema hier:

http://ef-magazin.de/2012/03/23/3463-afrika-und-wir-wie-kony-2012-im-wahnsinn-endete

“Als ich das erste Mal von „Kony 2012“ hörte, dachte ich, das ist Afrika; schon mal von Idi Amin gehört? Oder von „General Butt Naked“, der, bevor er in die Schlacht zog, seine Männer das Herz eines frisch geopferten Kindes hat verspeisen lassen und jetzt evangelikaler Prediger ist? Da laufen tausende Joseph Konys rum. Und die verspeisen jeden dieser weißen „Kony 2012“-Jungmänner zum Frühstück. Wenn sie die Möglichkeit dazu haben, im wortwörtlichen Sinne.

Als ich von Russells Zusammenbruch hörte, musste ich an Joseph Conrads Erzählung „Herz der Finsternis“ denken und an die letzten Worte seines Mr. Kurtz: „Der Horror, der Horror, der Horror!“ Mr. Kurtz, der englische Elfenbeinhändler in Afrika, war ein ganz und gar nicht so netter Mensch wie Jason Russell. Aber auch er, beziehungsweise seine Psyche, musste am Ende vor etwas kapitulieren, für dessen Überwindung wir 2.000 Jahre Christenheit benötigten. Russel wird es nicht ausgehalten haben, auf einer tieferen Ebene zu begreifen, dass auch die Opfer eines Joseph Kony, denen er so emphatisch helfen wollte, organischer Teil einer grauenhaften Welt sind.

Unsere Sensibilität für Horror, für Grauen, für Entsetzliches ist Bestandteil unseres Bundes der Zivilisation. Doch die Moral, die eine solche Sensibilität inspiriert, ist nicht universell. Die jeweiligen Schwellen moralischer Empfindlichkeiten sind ganz unterschiedlich bei verschiedenen Völkern. Das Bemerkenswerte an West-und Zentralafrika ist, dass diese Schwellen dort überhaupt nicht zu existieren scheinen. Dort ist Horror ein Teil des lokalen Milieus.”

Kommentar von sternbald — 25. März 2012 @ 18:14

56.Kairos,

Geschichtswissenschaft ist sehr wichtig für strategische Handlungsentwürfe. Besonders für Deutsche ist sie, wegen der Umerziehung durch die Hand der Siegermächte, auch wichtig zur Identitätsfindung. Das weiß leider auch der Feind und gerade Geschichte ist anfällig, für Manipulationen und Fehlinterpretationen.

Osimandias Idee, bei der Identität von heute auszugehen, spielt unseren Feinden in die Hände. Sich Ratschläge in der Geschichte zu suchen, eventuell noch mehr. Man hat es wirklich nicht gut mit uns gemeint.

Ich glaube, wir stehen vor der Aufgabe eine neue deutsche Kultur und Moral zu schaffen, die für heutige Deutsche erträglich ist und unser Überleben sichert.
Spätestens wenn ich vorschlage, wir sollten uns einiges von den Türken abschauen, kriege ich hier wahrscheinlich Haue.

Kommentar von reinigungskraft — 25. März 2012 @ 19:04

57.Osimandias Idee, bei der Identität von heute auszugehen, spielt unseren Feinden in die Hände.

Inwiefern spielt es unseren Feinden in die Hände, wenn Du eine Familienchronik beginnst, und der vielleicht sogar ein paar ausgedruckte Texte beilegst, die Du gut findest, sodass Deine Nachkommen nicht irgendwann wieder “das Rad neu erfinden müssen” – wie wir es im Grunde derzeit tun?

pätestens wenn ich vorschlage, wir sollten uns einiges von den Türken abschauen, kriege ich hier wahrscheinlich Haue.

Was konkret sollen wir von den Türken abgucken?
Ich habe sehr lange um Türken herum gelebt, mir fällt nichts ein. Sie befinden sich in einer anderen Lage als wir – sie sind gehätschelte Co-Juden bei uns. In der privilegierten Situation, in der Türken hier sind, wären wir zehn mal so erfolgreich wie sie und würden schon längst den Bundeskanzler stellen.

Kommentar von osimandia — 25. März 2012 @ 19:42

58.Spätestens wenn ich vorschlage, wir sollten uns einiges von den Türken abschauen, kriege ich hier wahrscheinlich Haue.

Nein, wir müssen uns gar nichts von den Türken ‘abschauen’, denn das, worauf du – mutmaßlich – abzielst, ist ja nur ein Spiegelbild des verdrängten Eigenen. Das heißt: Wir haben das alles – in uns! Es ist nach wie vor da … so wie es schon immer da war. Nur die Form, in der wir leben, und die ‘uns’ angeblich repräsentiert, enthält das nicht mehr … weil diese Form eben nicht … ‘wir’ ist! Und das was wir beispielsweise auch auf diesem Blog betreiben, ist die – möglicherweise staunende – Wiederentdeckung des Eigenen durch seine Neuformulierung. Wobei die ‘Neuformulierung’ einfach nur deshalb notwendig ist, weil die BRD eben NICHT DEUTSCHLAND ist, sprich: nicht die Tradierung unserer Erfahrung, sondern ihr Ersatz durch etwas, das eher ihr Gegenteil ist.

Und die Türken – als Beispiel – sind mit ihren Werten, auf die du wohl angespielt hast, ja nicht eigentlich ein Spiegel, sondern ein Zerrspiegel unseres tatsächlich Eigenen. Nationales Selbstbewußtsein hat nichts mit deren verzerrter kollektiver Identitätshypertrophie zu tun … und mit ihrem frechen sich-einnisten-in-fremden-Revieren und ihrer unverschämten Forderungs- und Beschuldigungskultur auf der Basis völlig selbstverständlicher Geschichtsklitterung möchte ich zumindest mich auch nicht identifizieren. Nein, es gibt an Türken und ähnlichem … Zeug nichts abzuschauen. Wir haben alles was wir sind, in uns selbst – wir müssen es nur neu empfinden und formulieren.

Kommentar von Sir Toby — 25. März 2012 @ 19:48

59.Nein, Reinigungskraft, es ist ja auch nicht das erste Mal, dass Du das sagst.

Ich sehe das aber anders. Wir bewundern die Türken für ihren Zusammenhalt. Doch wie sieht der wirklich aus? Auf einer oberflächlichen Ebene können wir uns darüber freuen, dass sie ein starkes Stammesdünkel besitzen und die Ihrigen einfach den anderen vorziehen. Toll!

Wie sieht denn der Zusammenhalt dann im Einzelnen aus? Wenn Du mit einem Türken Geschäfte machst, wird er Dich übers Ohr hauen, aber er wird auch den Türken übers Ohr hauen, der mit ihm Geschäfte machen will, vielleicht nicht mehr ganz so dreist. Und wenn sein Bruder mit ihm Geschäfte machen will, wird er immer noch einen zu hohen Preis verlangen (aber immerhin pünktlich liefern).
Wenn wir uns darüber aufregen, dass deutsche Einzelmenschen von türkischen Gruppen auf die Schnauze kriegen und wir dazu raten, die Strategie der Gruppenbildung zu kopieren, geht es uns dann wirklich darum, dass die deutschen Kinder “wasguckstdu?!” brüllend rumlaufen sollen, jeden anpöbeln und mit fünf, zehn, zwanzig Mann auf einen Wehrlosen draufschlagen sollen? Oder suchen wir nur nach einer wirksamen Verteidigungsstrategie? Wenn es niemanden (mehr?!) gibt, vor dem eine Bürgerwehr die Nachbarschaft schützen muss, soll die Bürgerwehr dann rumlaufen und selbst Terror verbreiten?

Auch die “Umma” ist nicht so homogen, wie PI es darstellt, aber das muss ich ja nicht weiter ausführen, oder?

Natürlich stehen wir vor genau der Aufgabe, die Du beschreibst, Reinigungskraft, und wir von As der Schwerter versuchen mit Texten wie diesem einen kleinen Beitrag dazu zu leisten.

Ich kann aber Deiner Einschätzung, man würde dem Feind in die Hände spielen, wenn man von der heutigen Identität ausgeht oder sich Ratschläge aus der Geschichte sucht, nicht zustimmen. Woher soll denn diese neue Kultur und Moral kommen, aus dem Nichts?

Ich halte Moral für etwas Ewiges, Du hast mal gesagt, Du würdest Moral gruppenbezogen auffassen. Das würde bedeuten, dass Du die Moral einer Gemeinschaft als Produkt ihrer Kultur ansiehst. Eine Kultur aber muss gewachsen sein, die stampft man nicht aus dem Nichts .Insofern können wir 2000 Jahre Christentum genausowenig ausblenden wie 65 Jahre BRD. Wir können beides als Fehlleistung unserer Kultur auffassen oder versuchen, die negativen Aspekte herauszuschälen und uns die positiven zu erhalten, aber wir können nicht einfach so tun, als wenn das alles nicht gewesen wäre.

Etwas Neues in kulturellem Kontext schaffen heißt, sich auf die Schultern der Alten stellen und es sind große, großartige Schultern, auf denen wir Europäer stehen dürfen! Eine völlig neue Welt aus dem Boden stampfen wäre Utopismus. Wollen wir einen “neuen Menschen” erschaffen wie die Kommunisten? Ich denke nicht, ich denke es geht uns darum, das bestmögliche aus dem herauszuholen, was wir sind.

Kommentar von Kairos — 25. März 2012 @ 19:50

60.@ Kairos: Ich will einen neuen Menschen schaffen, aber nicht wie die Juden. 100 Jahre nach Abschaffung der Schulen werden hier nur noch Arier herum laufen. Schule ist Kindesmißbrauch. Wenn unsere Kinder ihre Persönlichkeiten frei entfalten können, entsteht ein neuer Typus von Mensch.

Kommentar von Gottfried Feder — 25. März 2012 @ 20:33

61.@ GF

“Ich will einen neuen Menschen schaffen […]”

Das klingt nach Größenwahn. Irgendwie scheinst Du die Bodenhaftung verloren zu haben. Eine sachlich-konstruktive Diskussion lässt sich auf solchen Aussagen nicht aufbauen.

Kommentar von sternbald — 25. März 2012 @ 22:31

62.@ sternbald: Findest Du diese Kriecher, die sich derzeit auf dem heiligen deutschen Boden winden, etwa erhaltenswert? Wie schon Nietzsche Zarathustra sagen ließ: „Ich lehre euch den Übermenschen! Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll. Was habt ihr getan, ihn zu überwinden?“

Kommentar von Gottfried Feder — 25. März 2012 @ 22:42

63.@GF

Sicherlich nicht; aber Du und ich sind nicht Zarathustra, und wir können auch keinen neuen Menschen schaffen. Nietzsches “Zarathustra” ist ein bewundernswertes Buch, aber es ist ein poetischer Text (und das ist nicht abwertend gemeint; Nietzsche hat ihn auch als solchen konzipiert; Poesie kann darüber hinaus auch einen Wahrheitsgehalt haben bzw. erkenntnisfördernd sein). Wenn Du hier kommentierst und so etwas schreibst, dann wird das aber nicht als Poesie eingestuft, sondern eher so, wie ich es in meinem letzten Kommentar beschrieben habe. Deinen Beitrag zum “Übermenschen” leistest Du sicherlich nicht dadurch, dass Du Dich selbst als einen solchen darstellst – der Übermensch ist eine Metapher.

Kommentar von sternbald — 25. März 2012 @ 22:49

64.G.F.: Es wäre nett, wenn Du auf meinen längeren Kommentar (Nr. 46) eingehen würdest.

Und ja, ich finde diese “Kriecher, die sich derzeit auf dem heiligen deutschen Boden winden” erhaltenswert. Nicht unbedingt Frau Merkel und ihr Team von Vollidioten, aber den normalen Wald- und Wiesen BRD-ler, den halte ich schon für erhaltenswert. Er ist nämlich ein Deutscher. Ein manipulierter, fehlgeleiteter Deutscher zwar. Aber ein Deutscher.

Mit Utopismus, ob Klassen- oder Rassenorientiert haben wir von As der Schwerter nichts am Hut. Wir sind konservativ in dem Sinne, dass wir ERHALTEN wollen, was wir sind. Du kommentierst doch bei Manfred, wenn ich mich recht entsinne. Dann kennst Du auch seine Ansichten zum Unterschied zwischen Konservatismus und Utopismus. Das sehen wir auch so.

Wir wollen überleben, nicht mehr. Es ist unnötig eine Rasse blondblauäugiger Übermenschen züchten zu wollen. Was haben die denn dann mit uns gemeinsam?

Ich habe auch ein Problem mit Leuten, die Nietzsche nicht als Philosophen lesen, sondern als Propheten. Ich bin einer der größten Nietzscheverehrer, aber er war ein Philosoph und nicht der Erlöser. Also hat er (gute) Diagnosen der Zeitgeschichte und Prognosen gestellt. Aber er hat nicht die Zukunft vorhergesehen oder ewige Wahrheiten verkündet. Also bitte auf dem Teppich bleiben. Gerade die Aussagen zum “Übermenschen” aus dem Zarathustra muss man einfach mal damit vergleichen, was er im Spätwerk zu dem Thema sagte (ich mache es Dir einfach, vgl. z.B. Antichrist, Aph. 4).

Und wir haben ein Problem mit Überheblichkeit und diese sendest Du mit jedem Deiner Kommentare. Sachlichen Diskussionen gegenüber sind wir genauso aufgeschlossen wie einem Austausch von Glaubenswahrheiten (die dann nicht zu einem Konsens führen muss), aber Prediger betrachten wir mit Argwohn.

Kommentar von Kairos — 25. März 2012 @ 22:54

65.Hoppla, Sternbald, unsere Kommentare haben sich überschnitten. Ich stimme Dir zu 100% zu.

Kommentar von Kairos — 25. März 2012 @ 22:55

66.@ Kairos

Auch von meiner Seite volle Zustimmung zu Deinem Kommentar. Bei “nicht erhaltenswert” habe ich die Büttel im Kopf, die aktiv an unserem Genozid beteiligt sind.

Kommentar von sternbald — 25. März 2012 @ 23:03

67.Meine Kritik an der Evolutionstheorie ist wissenschaftlich. Die Idee, daß die DNS (wie Gene abgelesen werden und die Zelle funktioniert) reiner Zufall ist, ist absurd. Unser Geist beeinflußt die Genexpression. Vorgestellte Bewegungen bewirken Muskelverschleiß (mit der Anregung zum Wachstum). Vorgestellte Verbrennungen bewirken Verbrennungen. Der Schlaf ist nicht erklärbar und unverstanden. Das deutet darauf hin, daß die materialistische Weltanschauung unzutreffend und unwissenschaftlich ist. Selbst wenn man annimmt, daß eine Urzelle mit funktionierendem GTCA-Code zufällig entstanden ist, ist es unverständlich, wie dann andere Arten, Vielzeller insbesondere entstanden sein sollen. Genschäden führen zu Mißbildungen. Noch nie wurde ein Fall beobachtet, wo Genschäden zu einer Höherentwicklung führten. Selbst, wenn es das schon mal gegeben hat. Bei einer Art, die sich geschlechtlich fortpfanzt, braucht es zwei Exemplare, um sich fortzupflanzen. Das zusätzliche Dogma, daß neue Organe über lange Zeiträume sich langsam entwickelt haben, macht die Evolutionstheorie nur noch unglaublicher. Wieso sollte sich eine Mißbildung, die zu keinerlei Vorteil führt, durchsetzen? Millionen Jahre später treffen sich zwei Mißgeburten, deren Fehlbildungen Vorarbeit für ein neues Organ darstellen, und deren Nachkommen haben dann endlich ein Herz usw.

Nietzsche war Darwinist. Ich halte ihn für keinen großen Denker.

Wenn Ihr einen neuen Menschen ablehnt, bedeutet das, daß ihr die heutigen Deutschen für die höchste Stufe der Menschheitsentwicklung haltet.

Mein Eugenikprogamm lautet: Alle Fernsehsender bombardieren. Den Schulgang unterbinden. Das Autofahrverbot endlich durchsetzen (keine Sondererlaubnis mehr erteilen).

Nach 100 Jahren gibt es dann keine umerzogenen Deutschen mehr. Ich habe nie gefordert, daß alle nichtblonden und nichtblauäugigen Deutschen getötet werden müssen.

Kommentar von Gottfried Feder — 25. März 2012 @ 23:50

68.Kairos,

“Ich kann aber Deiner Einschätzung, man würde dem Feind in die Hände spielen, wenn man von der heutigen Identität ausgeht oder sich Ratschläge aus der Geschichte sucht, nicht zustimmen. Woher soll denn diese neue Kultur und Moral kommen, aus dem Nichts?”

Das ist genau das Problem, auf das ich hinaus wollte. Wir haben drei schlechte Möglichkeiten aus denen wir etwas kombinieren können müssen, mit dem alle leben können und das auch noch durchgesetzt werden muss. Die größte Rolle spielt also der unmittelbare Zwang kommender Ereignisse.

Das (in dem Fall) Gute an den Türken ist, dass sie direkt vor unserer Haustür sind. Auch sind selbst die Kenntnisse über Teile derer Gesellschaftsordnung die wir ablehnen im Binnenkrieg nützlich. Killerbee kann sich im Gegensatz zu anderen auch was von Koreanern abgucken. Nicht irgendwelche Theorien aus Büchern, sondern Praxis mit all ihren Tücken.

Das Schöne an den guten Teilen der heutigen Identität ist, dass sie schon durchgesetzt und akzeptiert sind.

Das Ideal ist die unverfällschte historische Identität. Aber genau die können wir am wenigsten kennen. Was wir persönlich an Traditionen aus der Zeit des letzten deutschen Reichs, vor den großen Umerziehungsinitiativen der Besatzer, retten können ist mehr Wert als alles andere.

Osimandia,

wir stehen nicht am Anfang des Spiels sondern sind mitten drin. Sir Toby hat es treffend ausgedrückt: “Wobei die ‘Neuformulierung’ einfach nur deshalb notwendig ist, weil die BRD eben NICHT DEUTSCHLAND ist, sprich: nicht die Tradierung unserer Erfahrung, sondern ihr Ersatz durch etwas, das eher ihr Gegenteil ist.”

Von den Türken kannst du dir abgucken, wie eine funktionierende Gesellschaft aufgebaut ist. Im Westen wurde und wird Stück für Stück jedes soziale Moment durch eine Mischung von kurzsichtigem Wettberwerb und kategorischen Imperativ (ebenfalls kurzsichtig und antikonservativ interpretiert) ersetzt.

Ich hatte in “wie wir jemanden erreichen ein fragment” einen Text verlinkt, der unter anderem beschreibt, dass übliche menschliche Moralkomplexe von “Linken” und Liberalen ignoriert werden:
http://www.edge.org/3rd_culture/haidt07/haidt07_index.html

Wir sind schon ein gutes Stück auf dem Weg zum “höheren Menschen”. Nur das dieses “höhere” nicht wirklich höher ist, und schon gar nicht menschlich (im wörtlichen Sinne). Wir müssen nach heutigen Begriffen wieder lernen “niedrigere Menschen” zu werden. Womit nicht unbedingt Menschenopfer und Folterunterhaltung gemeint ist.

Kommentar von reinigungskraft — 26. März 2012 @ 00:09

69.Gottfried Feder,

Genexpression ist keine Veränderung von DNA. Auch werden Effekte ausserhalb der Keimbahn werden nicht weitergegeben. Ausserdem gilt im wesentlichen die Aussage: “Mind is what the brain does”. Prost!

Antibiotikaresistenzen bilden sich durch Mutationen. Das kann man für die Bakterien als Höherentwicklung betrachten. Falls du mit Höherentwicklung die Entstehung neuer Arten meinst: Wenn wir so tun, als ob neue Arten zeitlich gleichmäßig verteilt auftreten, die Neubildung punktuelle Ereignisse darstellen, es 1 Millionen Arten gegeben hätte und die erste vor 2 Milliarden Jahren entstanden wäre, müsste man im Schnitt 2000 Jahre lang alle Arten kontrolliert beobachten um eine Neuentstehung zu sehen. Das nur als grobe Einschätzung, da die Annahmen ebenfalls grob waren.

Evolution wird verständlicher, wenn man nicht jede Mutation als Mißbildung betrachtet.

“Das deutet darauf hin, daß die materialistische Weltanschauung unzutreffend und unwissenschaftlich ist.”

Auch wenn das etwas unglücklich ausgedrückt ist, ja, eine streng materialische Weltanschauung ist falsch. Eine Erweiterung, über das Hinzufügen der Erkenntnis, dass nicht alles materialistisch ist, ist leider beliebig falsch. Auf der anderen Seite aber wieder sehr menschlich und wir müssen wieder dahin kommen, da wir dafür geschaffen sind.

Kommentar von reinigungskraft — 26. März 2012 @ 01:03

70.Ich hatte nicht behauptet, daß Genexpression das Erbgut verändert. Ich brachte dieses Beispiel, um zu zeigen, wie unglaubwürdig es ist, hier Zufall als Erfinder anzusehen.

Übrigens wurde das Dogma, daß nur der schöpferische Zufall das Erbgut verändert, durch den etablierten Wissenschaftsbetrieb widerrufen. Jetzt ändern auch Erlebnisse und Verhalten das Erbgut.

Kommentar von Gottfried Feder — 26. März 2012 @ 08:59

71.Gottfried Feder, ich schließe mich Sternbalds und Kairos’ Kommentaren von 61 – 66 an: Du wirkst in einer Weise überheblich und von Bodenhaftung befreit, daß sachliche Diskussion schwer möglich ist. Deine Vorstellungen von der Gestaltung der Zukunft erinnern auch von der Mentalität her stark an die Tikkun-Olam-Fraktion.
Ob die heutigen Deutschen bzw. Europäer und Weißen insgesamt schon die höchstmögliche Entwicklung des Menschentums darstellen, können wir nicht wissen; gut möglich, daß es da noch Potential gibt. Ich halte es aber für vermessen und nicht wünschenswert, aufgrund irgendwelcher ideologischer Vorgaben (wer bestimmt die?) gezielte Eugenik zu betreiben. Wir sollten bloß die dysgenischen Effekte der heutigen Sozialpolitik und der Vermischung mit fremden Rassen vermeiden und im übrigen dem natürlichen, instinktiven Eugenikprogramm des Menschen Raum lassen, das unter anderem über die Partnerwahl wirkt und uns zu dem hat werden lassen, was wir heute sind. Und wenn es uns tatsächlich noch weiter zu einem höheren Menschentum führen sollte, so soll es uns recht sein. Siehe dazu auch Schönheit, Kunst und Rasse von Kevin Alfred Strom; im dortigen Kommentarstrang habe ich auch in Kommentar Nr. 18 eine Übersetzung von Dennis Mangans Beitrag “Gehirn, Schönheit und Langlebigkeit” eingestellt.

Viel Spaß übrigens beim Versuch, Dein Eugenikprogramm durchzusetzen. Viele Unterstützer wirst Du dafür nicht bekommen, so wie Du den Großteil Deiner heute existierenden Landsleute verachtest. Und aus eigener Machtvollkommenheit wirst Du das kaum durchführen können.

Mir fällt übrigens auf, daß diejenigen, die die Evolutionstheorie als “Dogma” hinstellen, selber sehr dogmatisch sind.

Kommentar von Deep Roots — 26. März 2012 @ 16:34

72.@ Deep Roots: Du solltest mein Eugenikprogramm nochmals (also erstmals) lesen. Dann wird Dir auffallen, daß es keine Regeln enthält, wer keine Kinder, wer nur ein oder zwei und wer beliebig viele Kinder bekommen darf. Denn auch ich meine, daß wir nicht genug wissen, um uns ein sicheres Urteil erlauben zu können, was an körperlichen und geistigen Merkmalen wünschenswert. Deswegen beschränkt sich mein Eugenikprogramm darauf, sicher erkannte negative Einflüsse abzustellen, anstatt auch noch vermeintlich positive Einflüsse vorzuschreiben. Selbstverständlich kann nur ein Deutscher Deutscher sein.

Ich bin überzeugt, daß ein solches zurückhaltendes Eugenikprogramm ausreicht, um das deutsche Volk zu retten. Die Schwierigkeiten liegen doch ganz woanders. Wir brauchen ein Volksbewußtsein und den Willen zum Sieg.

Ich habe das Gefühl, hier von arroganten Schnöseln umgeben zu sein.

Kommentar von Gottfried Feder — 26. März 2012 @ 17:17

73.„Arrogante Schnösel“, soso. Das wird wohl das Echo des Waldes sein, in den Du reingerufen hast.
Hier kommt ein besonders ein besonders deutliches Echo.

Kommentar von Deep Roots — 26. März 2012 @ 17:46

74.Hübsche Diskussionskultur, wenn man auf keine Einträge wirklich substantiell antwortet und dann die anderen als arrogante Schnösel beschimpft. Bemerkenswert auch, dass dieser Vorwurf auf dem Blog fallen gelassen wird, der von arrogantem Schnöseltum so ziemlich am weitesten entfernt ist.
Ohnehin finde ich persönlich dieses “die Deutschen sind die Perle der Welt”-Gerede relativ überflüssig. Wir keltisch und germanischstämmigen Menschen sind in unserem Lebensraum einfach die Menschen, die hierhin gehören und hier Mass setzen können. Ob uns das besser macht als andere oder ob wir die Krone der Evolution darstellen (auch wenn wir z.B. im Lebensraum der Buschmänner ja vermutlich ziemlich traurig abkacken würden), spielt dabei eigentlich keine Rolle. Ich bin selber schon der Ansicht, dass wir ziemlich gut sind, aber das ist nur das Resultat einer subjektiven Präferenz. Was wirklich eine Rolle spielt, ist, dass dies unser Grund und Boden, unsere Länder, unsere Heimat und die Erde ist, auf der unsere Ahnen stritten, fochten und vorwärts gingen. Unser Erbe, unser Territorium, unsere Vaterländer und Muttersprachen. Mehr hochvergeistigtes Genetik- und Zuchtauslese-Geschwurbel ist gar nicht von Nöten. Wer nicht hört, wie sein Land zu ihm spricht, dem hilft auch die Zugehörigkeit zu etwelchen Übermenschen-Fantasien nichts.

Kommentar von branfendigaidd — 26. März 2012 @ 20:25

75.#67

Auch wenn das Thema abgeschlossen scheint:

Genschäden führen zu Mißbildungen.

Dijenigen Chromosomen, die Kinder von ihren Eltern erhalten, sind keine exakten Kopien, sondern mit mehr oder weniger vielen Fehlern behaftet. Immer. Die meisten dieser “Fehler” haben keinen Effekt, zumindest keinen sofort erkennbaren. Unter Umständen kann sich ein solcher “Kopier”fehler allerdings (meist) negativ oder auch positiv auswirken. Letzteres könnte beispielsweise eine Immunität gegenüber einer (zukünftigen) Seuche sein (statistisch ist übrigens eine Große Seuche a la Spanische Grippe überfällig).

Noch nie wurde ein Fall beobachtet, wo Genschäden zu einer Höherentwicklung führten.

Zwar kann man sicherlich darüber streiten, ob weiße Haut und blaue Augen eine Höherentwiclung darstellen (wenn man unser ästhetisches Gefühl ignoriert), diese stellen allerdings zunächst einmal Gen”schäden” dar (die keine größeren evolutionären Nachteile mit sich bringen).

Kommentar von Niemand — 26. März 2012 @ 20:37

76.Auch dieses Thema ist schon ein bißchen schal geworden…

Was die (perversen) Römer (nur die Oberschicht?) in ihrer Freizeit so alles machten, möchte ich gar nicht so genau wissen. Wenn allerdings ein Herr Casanova solche Praktiken aus dem barocken Drankreich beschreibt, stellt sich die Frage, wieviel davon Fiktion und wieviel davon tatsächlich Wahrheit ist (Skandal verkaufte sich sicher auch damals besser).

Zu unseren Vorfahren im Mittelalter: Gesetzt der Fall, ich begäbe mich in eine Greenpeace-Demo (z.B. Anti-AKW), und würde dort den Klimawandel leugnen und seine menschgemachte Ursache, könnte ich mich sicher glücklich schätzen, würde ich nur herumgeschubst (unter dem Gejohle der Herumstehenden). Insofern sehe ich meinen Ur-Ur-…-Großeltern im Mittelalter die Affinität zu öffentlichen Hinrichtungen nach. Die einzige Informationsquelle, die sie hatten, war der Priester. Adel und Klerus werden haben dieseEreignisse sicher gezielt ausgenutzt, um von anderen Problemen abzulenken. Nach der Hinrichtung war die Wut (im allgemeinen, auf den Verbrecher, die Hexe, oder den Klima-Wandel-Leugner) verraucht und man ging wieder anständig seinem Leben nach.

Und daß gewisse Vorfahren die römischen Zenturionen an die Bäume nagelten (grausam), kann ich gut verstehen, wenn ich mir vorstelle, daß davor mein Ur-Ur-…-Großonkel im Kindesalter von römischen Soldaten geschlachtet und meine Ur-Ur-…-Großtante an ihren Haaren hinweg direkt in eines der Bordelle Roms (oder Caesareas, etc) geschleift wurde. Dann denke ich auch nur noch an meine Axt (die große).

Meine Behauptung ist, daß die sogenannte Grausamkeit unserer Vorfahren dieser Zeiten doch relativ begrenzt war; auf Zuruf von Klerus und Adel, oder eben nach konkreten Vorfällen. Im Gegensatz dazu scheint die Gewaltaffinität und das Ausmaß maßloser Grausamkeiten in insbesondere weiten Teilen Afrikas endemisch zu sein. Menschen (oder auch nur deren Körperteile) zu verspeisen, sorgte im Entdeckungsfall auch im Mittelalter für ein Expreß-Ticket auf den Scheiterhaufen – das ließ Psychopathen nicht viel Raum.

Was uns und unsere Vorfahren bis in graue Vorzeiten möglicherweise verbindet, ist das ausgeprägte Gerechtigkeitsgefühl. Von Kairos in #59 schon angesprochen, ist es in weiten Teilen der Welt üblich, wird immer erwartet und im Erfolgsfalle auch bejubelt, daß einer den anderen abzieht. Die Maß-Markierungen an mittelalterlichen Kirchen künden deutlich davon, daß dies schon damals hierzuande nicht erwünscht war. Diese Normen schützen Käufer, aber auch Verkäufer – und zwar sowohl Einheimische als auch fremde Händler.

Das und das damit verbundene allgemeine Gerechtigkeitsempfinden, finde ich, ist ein kultureller Wert, für den man seinen Vorfahren sehr dankbar sein darf.

Kommentar von Niemand — 26. März 2012 @ 21:17

77.Da hast Du einen schönen Punkt herausgehoben, Niemand.

Wir Deutschen haben übrigens auch heutzutage noch genug großartige, lebendige Kultur. Wir haben ein aktives Musikleben und können den Werken großer Komponisten wie Beethoven lauschen (oder auch selbst ein Instrument lernen und sie spielen; und wir können sogar selbst komponieren). Wir haben eine einzigartige literarische Tradition, die immer noch rezipiert wird, und wir haben sogar heutzutage noch einige ganz passable Autoren (und jeder, der Lust dazu verspürt, sollte auch selbst einmal versuchen, literarisch tätig zu werden). Das sind nur herausstechende Beispiele. Auf dem Land haben wir wunderbare regionale Traditionen, schöne Landschaften und Dörfer, von Gemeinsinn erfüllte und selbstbewusste Menschen. Also da gibt es genug Positives, das eindeutig uns gehört und unsere Identität ausmacht und in dem sich eine intakte Verbindung zu unserem Ahnenerbe ausdrückt. Es gibt immer noch viele Deutsche, die den Drang in sich spüren, schöpferisch oder erfinderisch tätig zu werden. Das ist unsere “faustische” Veranlagung, die uns hilft, uns weiter zu entwickeln.

Haben wir es nötig, uns durch den Rückgriff auf Atlantis neu zu erfinden? Der Welt zu beweisen, dass “wir” schon viel früher die tollste Kultur hatten, alle anderen von uns abstammen bzw. uns alles abgeguckt haben etc.? Wirkt das nicht irgendwie krampfhaft und überheblich? Damit will ich nichts gegen ein ehrliches Interesse für Atlantis sagen, das ist schon in Ordnung, aber das zur Ideologie, zur Religion zu erheben, scheint mir ungesund.

Ich werde durch solche Bestrebungen auch zu sehr an so etwas erinnert (http://www.theoccidentalobserver.net/2012/03/review-of-roger-schlaflys-how-einstein-ruined-physics/):

Here’s what an obsessively Jewish web site (JewOrNotJew.com) has to say about the pedigree and character of Albert Einstein:

You can have Leonardo da Vinci. We won’t argue about Isaac Newton. Thomas Edison can take a hike. Archimedes, Pythagoras, Aristotle, Plato, and Socrates are all too ancient to be considered. Copernicus? Galileo? Descartes? No thanks. We have Albert Einstein … the smartest man who ever lived.

The word “genius” gets thrown around so much today. That football coach is a genius! That movie director is a genius! Anyone who has an IQ over some number is a genius! The word’s meaning is ever so diluted. But we’re not here to argue about semantics, we’re here to argue if someone is Jewish or not.

Albert Einstein: Genius. Jew.

But why such a high score for someone who was non-observant? All the proof you need is in Einstein’s own quote, “A Jew who sheds his faith along the way, or who even picks up a different one, is still a Jew.” Besides, anyone whose work was attempted to be discredited by the Nazis as “Jewish physics”, anyone who was offered the presidency of Israel without being its citizen, anyone who has become a prototype for that overused word “genius”, is clearly deserving of the perfect score.

Albert Einstein: Smartest Man Ever. Jew.

Kommentar von sternbald — 26. März 2012 @ 23:02

78.Einen sehr aktuellen Einwurf zu diesem Thema “Gerechtigkeit und Menschenrechte” hat Ponchaud gerade über das Khmer Rouge – Tribunal in Kambodscha gemacht, wo die überlebenden Führer dieses Terrorstaates nach über 30 Jahren nun vor Gericht stehen und des Völkermordes angeklagt werden.
Ponchaud, der als Priester den Terror miterlebte und ein Buch darüber schrieb, bezeichnet das Tribunal als Fehler:

Ponchaud, who returned to his beloved Cambodia in 1993, says the legal process betrays a lack of cultural sensitivity because it imposes a Western idea of justice on a staunchly Buddhist nation.

“It’s a monumental mistake. The Cambodians don’t need this trial, invented by Westerners, that causes more pain than it heals. It just rehashes all this suffering that the Khmer people have begun to forget,” he said.

Ponchaud, who has spent years living alongside rural Cambodians, believes the country has its own way of resolving conflicts, and “it’s not through court verdicts”.

Many survivors and former Khmer Rouge perpetrators have already found a way to “live together”, often side by side in the same village, he said, trusting that karma will set things right in the next life.

“The concept of human rights is a very Judeo-Christian concept,” according to the clergyman. “For a Buddhist, the human person doesn’t exist. When you die, you will be reincarnated.”

Was sagt er?
Es sei ein vom Westen aufgestülptes Tribunal, entspräche einer westlichen Vorstellung von Gerechtigkeit, welches nicht der Kultur Kambodschas entspräche.
Das Konzept der Menschenrechte überhaupt sei ein rein christliches, westliches Konzept, welches nicht zum Buddhismus passe.

Letztlich sieht Ponchaud das so: Universal, also weltweit geltende Menschenrechte gibt es nicht.
Eine solche Vorstellung ist westlich (und naiv), sie entspricht nicht der Realität.

Auch die islamische Welt akzeptiert nicht die UN-Menschenrechtsdeklaration, sie hat sie in der Kairoer Erklärung zu den Menschenrechten explizit unter den Vorbehalt der Scharia gestellt.

“Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam ist eine 1990 beschlossene Erklärung der Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz, welche die Schari’a als alleinige Grundlage von „Menschenrechten“ definiert. Die Erklärung wird von Islam-Apologeten als islamisches Gegenstück zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gesehen, von der sie erheblich abweicht.”

Das passt sehr gut zur Diskussion hier: Das Recht des Einzelnen vor Übergriffen des Staates oder der Mächtigen ist ein europäisches Konzept.
Es vertrieb die Grausamkeit, die Willkür, und führte Europa auf eine höhere Zivilisationsebene.
Die Weissen sind die Krone der Schöpfung/der Evolution.
Weil sie das Recht, das Gesetz über alles stellen.
Das unterscheidet sie von allen anderen Rassen.

Kommentar von rolf — 27. März 2012 @ 04:50

79.“Die Weissen sind die Krone der Schöpfung/der Evolution.”

Nochmal, Rolf, dat isch mir wurscht!

Es geht nicht darum, ob wir die Tollsten und Besten sind, es geht darum, dass wir ganz viel haben, worauf wir stolz sein können und dass wir sehen müssen, dieses zu verteidigen. Verteidigen werden wir es aber nur können, wenn wir unser angestammtes Territorium zurückerobern.

Asiaten und Juden sind nach den meisten Aufstellungen im Schnitt intelligenter als Weiße. Bei Weißen kommt aber übermäßige Intelligenz (“Genies”) vor, bei Asiaten kaum (bei den Juden weiß ich es nicht, Einstein, der “smartest man ever” ist jedenfalls durch das, was wir in letzter Zeit hier über ihn lesen durften, stark entzaubert worden).

Das entspricht den verschiedenen Volkscharakteren: Die Asiaten sind Kollektivisten, der Einzelne zählt wenig. Sie sind nicht sehr innovativ, aber sehr fleißig, vor allem beim Kopieren unserer Erfindungen. Bei uns gibt es einen regelrechten Kult um das Individuum und viel Konkurrenz.

Ist doch schön, dass wir verschieden sind! Klar, wenn jemand uns damit kommt, dass die Aborigines eine genauso tolle Kultur haben wie wir oder dass der Islam total fortschrittlich ist, dann kann man mal darauf hinweisen auf wessen Mist 99% aller Erfindungen gewachsen sind. Ansonsten reicht es mir zu wissen, dass wir einen ganz eigenen Weg haben, dem Göttlichen zu dienen, der anderen Kulturen versperrt ist, während uns der Weg anderer Kulturen zum Göttlichen versperrt ist.

Ich finde das sehr gut so und die Versuche, die Wege der anderen zu verstehen, völlig verkrampft. Der Buddhismus ist keine Lehre, die ein Europäer verstehen kann. Wer von uns will sich schon auflösen, ins Nichts? Wer findet das erstrebenswert? Und doch gibt es, neben dem verwestlichten Pseudobuddhismus der Ökos und Promis, auch in der westlichen Philosophie eine sehr buddhistische Denkrichtung (den Nihilismus).

Wenn Ponchaud davon redet, dass ein Tribunal Judäo (!!!) – christlich ist, dann meint er, dass den Buddhisten das Konzept von Schuld und Sühne fremd ist. Wir verstehen “Karma” als kosmischen Ausgleich, als göttliche Strafe oder Belohnung für schlechte, bzw. gute Taten. Das ist aber Blödsinn, wir stopfen unsere Auffassung von Moral in dieses Konzept. Im Buddhismus gibt es kein “Gut” und “Böse.” Alles Leben ist Leiden. Das Leiden zu beenden heißt auf alles zu verzichten. Das Ziel ist die Erlöschung der eigenen Existenz und Individualität, das “Ins-Nichts-Gehen”, wie Heidegger es ausgedrückt hätte.

Das ist genauso wie das “Necklaching” und die anderen barbarischen Dinge, die Afrikaner so machen: Einfach für uns unbegreiflich.

Es ist total solispistisch und engstirnig von uns anzunehmen, andere Kulturen und Rassen würden ähnlich denken, fühlen und glauben wie wir (bzw. hat man uns das einfach erfolgreich eingeredet). Die Wahrheit ist, dass wir ganz, ganz anders sind und das ist eben nicht nur eine Erziehungssache.

Natürlich können wir daraus ableiten, dass wir uns für die Besten von allen halten. Ich möchte auch in keiner anderen Kultur leben. Aber die anderen Kulturen haben nicht weniger Recht auf ihr Territorium wie wir auf unseres.

Ich glaube Gott hat es absichtlich so eingerichtet, dass die Chinesen in China sitzen und wir eben in Deutschland und wir sollten da nicht dran rumpfuschen.

Alles andere ist Theorie…

Kommentar von Kairos — 27. März 2012 @ 17:12

80.Es ist nicht fair, Kairos, EINEN kurzen Satz meines Kommentars herauszureissen und den nächsten Satz, der mit “WEIL” beginnt wegzulassen.
Auch hast Du nicht verstanden, was Ponchaud gesagt hat.

Er sprach nicht von “Schuld und Sühne”, sondern vom “Konzept der Menschenrechte an sich”
Das ist was völlig anderes.

Ich schrieb:
“Das passt sehr gut zur Diskussion hier: Das Recht des Einzelnen vor Übergriffen des Staates oder der Mächtigen ist ein europäisches Konzept.
Es vertrieb die Grausamkeit, die Willkür, und führte Europa auf eine höhere Zivilisationsebene.
Die Weissen sind die Krone der Schöpfung/der Evolution.
Weil sie das Recht, das Gesetz über alles stellen.
Das unterscheidet sie von allen anderen Rassen.”

Kairos Antwort:
“Nochmal, Rolf, dat isch mir wurscht!”

Na wennste meinst, Kairos…

mach weiter so.
Du bist ein rechthaberischer SPALTER.

Kommentar von rolf — 27. März 2012 @ 19:51

81.Ach Rolf!

Wenn wir diskutieren und nicht einer Meinung sind, dann ist das keine Rechthaberei. Ich respektiere Deinen Standpunkt, aber ich habe eine andere Meinung, die ich äußere. Sollte ich Dich nicht überzeugen können, dann ist das auch in Ordnung.

Ich verbitte mir allerdings Anklagen ohne handfesten Hintergrund und Verdrehungen.

“Wurscht” ist mir, ob wir die Krone der Schöpfung sind oder nicht. Deshalb habe ich dieses Zitat aus Deinem Kommentar “herausgerissen.”

Wenn Du “das Konzept der Menschenrechte an sich” für das Merkmal hälst, das die europäische Zivilisation vor allen anderen auszeichnet, dann hast Du allerdings überhaupt nichts verstanden.

“Die Menschenrechte” sind nichts weiter als ein ideologisches Konstrukt, das dazu da ist Kriege der “westlichen Wertegemeinschaft” zu rechtfertigen. Ich stimme Dir zu, dass wir in einer höheren Zivilisationsstufe leben, als andere, weil wir Willkür und Grausamkeit zugunsten von Recht und Ordnung abgeschafft haben. Die “Menschenrechte” allerdings führen genau diese Willkür durch die Hintertür wieder ein, weil sie eine Rechtfertigung liefern, böse “Tyrannen” wie z.B. Gadaffi umzubringen. Stell Dir die Proteste vor, wenn die NATO gesagt hätte: Wir gehen jetzt Gadaffi killen, weil der Lybien autark gemacht hat, sich kein Geld von unseren Herren leiht und sich vom Weltmarkt abschottet!

Ich finde auch interessant, dass Du ebenfalls bei der Auswahl meiner Aussagen sehr selektiv vorgehst, was Du mir ja unterstellst und anscheinend keinen Anlass siehst die metaphysische Komponente meiner Argumentation zur Kenntnis zu nehmen und meine Betrachtung des Buddhismus (absichtlich oder aus Nachlässigkeit) falsch verstehst.

Ich möchte um eine sachliche Diskussion bitten und vor allem um eine Angabe darüber, was zum Teufel Dich denn jetzt so aufgeregt hat. Ich sehe nämlich den großen Dissens gar nicht. Wenn ich schreibe, dass WIR solipsistisch und engstirnig sind, wenn wir anderen Kulturen unterstellen, sie seien wie wir, dann meine ich auch UNS und nicht Dich persönlich. Du hast das ja gar nicht gemacht. Ich wollte mich in dieser Diskussion nur dagegen verwehren, dass wir uns selbst idealisieren. Das ist gar nicht nötig. Es reicht völlig aus zu sagen, dass dies unser Land ist und alle anderen kein Recht haben hier zu sein. Und da wir in diesem Strang schon Beiträge über Atlantis hatten…

Und ich habe Dir ja insofern zugestimmt, dass ich auch qualitative Unterschiede sehe. Aber ein Begriff wie “Krone der Schöpfung” wird durch ein “weil” nicht besser.

Ich denke jeder andere Leser konnte ja nun Deinen Kommentar zweimal (weil Du ihn wiederholt hast) in ganzer Länge lesen und mag mich darauf hinweisen, wenn ich unfair war oder mich als “Spalter” betätigt habe.

Kommentar von Kairos — 27. März 2012 @ 20:16

82.rolf,

“Die Weissen sind die Krone der Schöpfung/der Evolution.
Weil sie das Recht, das Gesetz über alles stellen.
Das unterscheidet sie von allen anderen Rassen.”

Erster Satz: siehe Kairos Kommentar.
Zweiter Satz: das ist Sklavenmentalität und keine Schöpfungskrone. Pflichterfüllung und Justiz sind verschiedene Dinge.
Dritter Satz: Ich hoffe nicht.

Kommentar von reinigungskraft — 27. März 2012 @ 20:43

83.Sind solche Animositäten wirklich nötig? Und dann sogleich der Griff zum “Spalter”…müsste doch eigentlich nicht sein.

Kommentar von branfendigaidd — 27. März 2012 @ 21:14

84.Ich habe nebenbei bemerkt gar nichts dagegen für die Krönung der Schöpfung gehalten zu werden, teile aber die Meinung nicht. Problematisch wird es, wenn bestimmte Stärken und Schwächen an der Realität vorbeigehen. Das Problem ist auch sonst weit verbreitet.

Züchter stehen hingegen theoretisch in Konflikt zum Erhaltungsgedanken, finde die aber trotzdem noch OK.

Kommentar von reinigungskraft — 27. März 2012 @ 21:38

85.Zum Thema Evolutionstheorie fällt mir noch eine meiner Lieblingsgeschichten ein:

Ein Evolutionstheoretiker geht an einer Baugrube vorbei. Dort liegt ein Haufen Ziegslsteine und Bretter herum. Am nächsten Tag geht er an der gleichen stelle vorbei und sieht einen Rohbau. Am dritten Tag steht an der Stelle ein Haus. Die Frau fragt den Mann: Was ist denn da passiert?” Sein Kommentar dazu: “Das war der Zufall!”

Die Idee, daß zufällige Genmutationen irgendeine vorteilhafte entwicklung auslösen könnten, noch dazu in extrem kurzer Zeit, ist unbewiesen udn absurd, angesichts der Tatsache, daß viele komplexe Organe vielerlei Gene benötigen und daß eine Vielzahl von Organismen gleichzeitig diese Vielzahl von Mutationen aufweisen müßte, um sich duchsetzen zu können. Die Einflüsse sogenannter “Flaschenhals-Effekte” müssen genauso oft destruktiv wie konstruktiv sein und sind daher keine Begründung. Außerdem ist es nicht möglich, aus toter Materie lebende Materie zu machen, es sei denn durch die Wirkung bereits lebender Materie. Ursuppenexperimente konnten kein Leben erzeugen (daß ja angeblich durch Zufall entstanden ist).

Belebtheit ist meiner Ansicht nach eher als eine Art Aggregatzustand der Materie zu betrachten, der eigenen Gesetzen unterliegt, einer davon ist ein dem Leben inhärenter Wille, sich auszubilden, man kann es meintewegen Thumos oder Vril oder sonstwas nennen. Das ist kein Kreatiniosmus sondern eher eine Intelligent-Design-Hypothese.

Es widerspricht außerdem wissenschaftlcihen Standards, Zusammenhänge mit Zufall zu begründen, wenn ene andere Erklärung möglich ist. In einer Stadt leben 50% weiße und 50% schwarze, aber 100% Weiße gehen aufs Gymnasium und 100% Schwarze brechen die Hauptschule ab: Zufall… Diese Argumentation ist unzulässig.

Evolutionstheorie beschreibt richtig einige werkzeuge der Artentwicklung aber nicht deren URSACHE, behauptet dies aber.

Kommentar von Eulenbär — 27. März 2012 @ 23:02

86.Zum Teil muss man sehr aufpassen, dass man nicht Sensationalisten auf den Leim geht, Einzelfälle für die Regel nimmt, oder Poesie mit Wirklichkeit verwechselt. Was beispielsweise Casanova angeht, so handelt es sich hier um autobiographisch ausgerichtete Literatur/Poesie, welche vor dem Hintergrund des im 18. Jahrhundert in Blüte stehenden frivolen Romans in Frankreich zu beurteilen ist. Wenn man von denen mal ein paar gelesen hat, dann sieht man schon, nach welchem Muster diese Textsorte funktioniert und dass es sich sicherlich nicht um Geschichtsschreibung handelt. Auch Ovid ist ein Dichter. Selbst wenn es tatsächlich zu diesem Geschlechtsverkehr während einer Marterung gekommen sein sollte, wäre das aber mit Sicherheit ein Fall von Perversität und nicht die Regel. Was den Brauch in England betrifft: So etwas finde ich widerwärtig, aber die Aussagekraft ist auch nicht dermaßen hoch. Wie verbreitet war das? Handelte es sich um ein Volkspektakel? Stierkampf wird in Spanien immer noch betrieben, und auch wenn ich selbst dieses Spektakel abstoßend finde, kann ich keine Verbindung sehen, die auf eine allgemein höhere Grausamkeit bzw. ein geringeres Kulturniveau der heutigen Spanier hinweisen würde.

Mit dieser Argumentation könnte man auch die genozidalen Gemetzel im AT als Poesie, “Rachephantasien” und überhaupt Fantasy abtun- so wie das auch in der etablierten Wissenschaft größtenteils gehandhabt wird. Und selbst wenn man Casanova und Ovid ebenso wie de Sade oder Gilles de Reis ausschließlich unter “Poesie” einsortiert, so zeugen sie doch davon, daß die weißen Europäer nicht unbedingt die Chorknaben und Klosterschülerinnen waren, als die sie sich so mancher vorstellen mag. Wenn ich dann noch an die ausgefeilten und in jeder Hinsicht perfiden und sadistischen Methen der Hexenjäger denke, die allein darauf abzielten, ihren von vorneherein für schuldig befundenen und chancenlosen Opfern ein “Geständnis” zu entreißen, dann erscheint mir dagegen sogar der monströse Opferkult der schwarzen Könige von Dahomey noch irgendwie kindlich-unschuldig, ging es doch dabei vor allem darum, den Ahnen lediglich ausreichend Dienstboten etc. ins Jenseits zu senden.

Höhere Intelligenz bedeutet halt keineswegs zwangsläufig weniger sondern eher ausgefeiltere Grausamkeit.

Tierkämpfe und -hatzen waren im “weißen” Europa bis in die jüngste Vergangenheit weit verbreitet und zwar unter allen sozialen Schichten, dafür gibt es fürwahr genügend Quellen. Der Adel gönnte sich aufwendige Parforcejagden oder hatte seinen Spaß beim Fuchsprellen, für den kleinen Mann gab´s eben Hahnen- und Hundekämpfe, vor allem dann beim Proletariat der aufkommenden Industriegesellschaften und noch weitgehend ohne Neger. Das sind alles wirklich hinreichend belegte Tatsachen, hier von “Einzelfällen” (sic!) zu reden entbehrt zudem nicht einer gewissen Komik. *g*

Hahnenkampf = “Negerhobby”?

Aus Asien wurde vor etwa 3000 Jahren der ursprünglich zu religiösen Ritualen abgehaltene Hahnenkampf nach Europa gebracht. Jedoch ist auch schon in Julius’ Caesars de bello gallico von Hähnen die Rede, die den römischen überlegen sind. Vor allem in England gibt es eine 2000jährige Hahnenkampfkultur, die erst 1848 per Gesetz verboten wurde. Englische Kolonisten machten „Cockfights“ in Europa zu einem beliebten Wettsport.[1] Während die Kämpfe inzwischen in vielen Ländern verboten sind, gibt es zum Beispiel in Belgien, Frankreich, Mexiko, der Dominikanischen Republik, Italien, den Philippinen, Puerto Rico, Peru und Guam in boxkampfähnlichen Arenen regelmäßige Wettkämpfe mit hohen Wetteinsätzen.

Quelle: Wikipedia

Kommentar von MourningGlory — 28. März 2012 @ 15:57

87.Hier noch eine ergiebige Quelle zu Kampfhunden, Hundekämpfen etc. worin sich auch einiges über diese Tradition in England findet:

Klicke, um auf steinfeldta_2002.pdf zuzugreifen

Ohne “rassistisch” sein zu wollen muss man doch zu dem Schluß kommen, daß auch dies nicht unbedingt von den Negern erfunden wurde. *g*

Kommentar von MourningGlory — 28. März 2012 @ 16:06

88.Zu 75: Die helle Haut, und als Nebeneffekt, Haare und Augen, scheinen zu gewissen Zeiten einen Selektionsvorteil im lichtarmen Norden bedeutet haben, im Zusammenhang mit dem Vitamin-D- und damit Kalziumstoffwechsel, ist etwas kompliziert und nicht unumstritten. Ich müßte mich nochmal in die Materie hineinknien, aber wann…

Kommentar von Hildesvin — 28. März 2012 @ 17:30

89.@ rolf: Ich finde auch nicht, daß Kairos’ Kommentar Anlaß zu einer Reaktion wie Deiner geboten hat.

Ich denke, wir von AdS gelten in unserem Sektor der Blogosphäre als einer der Blogs mit der freundlichsten Diskussionskultur im Kommentarbereich. Wenn wir trotzdem manchmal ungehalten rüberkommen, so hat das diesen Hintergrund:

Wie nicht zum ersten Mal angemerkt, sind wir keine Berufsblogger, sondern machen das in unserer Freizeit (von der wir gerne einen Teil auch für uns selbst und für unser persönliches Umfeld verwenden würden). In dieser Zeit schreiben und übersetzen wir Artikel, lesen fremdsprachige Webseiten, um Anregungen und Texte zum Übersetzen zu finden, und haben auch hinter den Kulissen von AdS blogtechnisch zu tun. Wir kommunizieren untereinander, wir schreiben ergänzende Kommentare zu den hier erscheinenden Artikeln und antworten auf Kommentare unserer Leser. Wenn Du selber einen Blog betreiben würdest, dann wüßtest Du, wie zeitaufwendig das alles ist. Wenn wir dann neben der Abfertigung der unvermeidlichen Gehirngewaschenen und sonstigen Feinde auch noch immer wieder mit Kommentatoren zu tun haben, die sich an einem bestimmten Punkt aufhängen und uns in Rechtfertigungsdiskussionen über unsere Äußerungen verwickeln, uns vorwerfen, „rechthaberisch“ und „SPALTER“ zu sein (oder auch „gereizt“ und „obsessiv“), dann nehmen wir uns heraus, fallsweise mal etwas weniger amikal zu sein.

Themenwechsel: Daß Evolutionsskeptiker wie Gottfried Feder die Mutationen der DNS von Nachkommen gegenüber den Eltern als „Genschäden“ bezeichnen, die grundsätzlich „Mißbildungen“ zur Folge hätten und daher nie zu Höherentwicklung führen könnten, zeigt, daß ihnen nicht an ergebnisoffener Wahrheitsfindung liegt.
Ein gewisses „unschuldiges“ Mißverständnis kann ja aus der Verwendung des auch öfters verwendeten Begriffs „Kopierfehler“ für diese Abweichungen zwischen Original-DNS und Nachkommen-DNS entstehen. Wenn ich z. B. einen Text abtippe und die Abschrift dann Abweichungen gegenüber dem Original enthält, dann sind das natürlich Fehler, denn die Abschrift soll ja genau gleich wie das Original sein. Abweichungen in Genabschnitten, die die Beschaffenheit eines Organismus codieren, können aber in Summe sowohl eine Verschlechterung als auch eine Verbesserung der Überlebens- und Fortpflanzungschancen des betreffenden Organismus zur Folge haben, so wie es auch z. B. bei Autos eine Serienstreuung gibt.

Gegenüber den Thesen der Evolutionsskeptiker bin ich deshalb immer sehr skeptisch, weil sie dabei augenscheinlich immer davon motiviert sind, irgendwelche a-priori-Postulate von ihnen zu untermauern, was wiederum eine Parallele zu der Haltung darstellt, die in Schattenkönigs Artikeln Ethnizität und Physik I – Wie “jüdisch” ist die Relativitätstheorie? und Ethnizität und Physik II – Niels Bohr und die Atome beschrieben wird.

Kommentar von Deep Roots — 28. März 2012 @ 20:09

90.Lieber Deep Roots, ich widerspreche ausdrücklich Deinen Ausführungen zur Evolution. Zum einen ist es tatsächlich so, daß die absolute Mehrzahl aller Mutationen entweder schädlich oder unwirksam sind. Da viele Mutationen durch Umweltgifte und Strahlung ausgelöst werden, sind sie sehr wohl Gen-Schäden. Der Ausdruck Kopierfehler ist meines Erachtens treffend gewählt, insoweit es sich um einen Fehler bei der Zellteilung handelt. Die Aufgabe der Zellkernteilung ist die exakte Reproduktion der DNS, nicht ihre Variation; tritt diese auf, so ist sie zunächst ein Fehler, der sich ann in der Folge angeblich auch ab und an als etwas gutes herausstellen kann. Sicherlich ist ein Rechtschreibfehler unter einer gewissen Betrachtungsweise auch eine “Rechtschreibabweichung” (bzw. Kopierarabweichung), aber das bedeutet nicht, daß der Begriff “Rechtschreibfehler” dewegen unangemessen wäre.

Und überhaupt, was bedeutet “grundsätzlich”? Wir können natürlich nicht jeden Einzelfall sehen, daher ist es ja auch unmöglich, die ET zu beweisen (ex post facto). Aber der Trend geht doch ganz eindeutig in Richtung Genschäden. Im Laufe der Artwerdung haben die Lebewesen nicht bloß ihre Augenfarben geändert, wofür einzelne Gene verantwortlich sind und welches eine Mutation ist, die verhältnismäßig unwichtig ist (und obendrein ganz klar durch sexuelle Selektion – welches im Falle des Menschen unzweifelhaft eine BEWUSSTE Handlung ist, ihre Bedeutung erlangt) , sondern hochkomplexe Entwicklungen durchgemacht, wozu Änderungen multipler Gene notwendig sind. Wie wahrscheinlich sind solche Ereignisse? Wie wahrscheinlich ist, daß Umweltfaktoren diese Erscheinungen demgegegnüber schnell wieder zunichte machen? Auf jede unwahrscheinliche Entwicklung kommen X wahrscheinliche Szenarien, die diese Entwicklung ungeschehen machen, insbesondere dann, wenn es auch noch um geschlechtlich sich vermehrende Organismen mit geringer Reproduktionsrate geht, z.B. Säugetiere geht (im Gegensatz zu etwa Bakterien oder vielen Insekten).

Eine neutrale Wahrheitsfindung, wie Du sie anmahnst, gibt es sowieso nicht, das ist reine Illusion. “…weil sie dabei augenscheinlich immer davon motiviert sind, irgendwelche a-priori-Postulate von ihnen zu untermauern…” Diese Aussage läßt sich problemlos auf alle Wissenschaftler zu allen Zeiten ausweiten, völlig problemlos auch auf die Vertreter der Evolutuionstheorie. wie ich weiter oben aufgezeigt habe, entspricht es normalerweise nicht wissenschaftlichen Grundsätzen, bei signifikanten Zusammenhängen den Zufall als Ursache zu identifizieren, was aber bei der ET gemacht wird. Bei signifikanten Zusammenhängen geht man immer von Ursachen aus (wobei ich damit meine: Ursache ungleich Zufall).

Nochmals zur neutralen Wahrheitssuche: Der Forscher beeinflußt das erforschte Objekt und der Forscher hat Prämissen. Jede Forschung ist immer teilnehmend und niemals objektiv. Auch die Evolutionstheoretiker stellen eine ganze Reihe fragwürdiger Postulate auf, angefangen damit, daß die Sedimente die Erdgeschichte abbilden würden, über die Zuverlässigkeit von isotopenbasierter Alterszuordnung. Wie viele andere Theorien bläht sich auch die ET mit einem immer größer werdenden Ballast an Hilfstheorien auf, auf die sie ihre Fragwürdigkeiten und Widersprüche ablädt und verheimlicht (Theorie der evolutionären Sprünge, kein Bestandteil der ursprünglcihen ET; Theorie der Wirksamkeit von sog. Flaschenhals-/Bottleneck-Ereignissen,;Theorie der Missing links”; Postulat der Analogie von Vorfahrenarten mit Vorfahrenverwandten Arten usw.)

Wissenschaftliche THEORIEN, die im Gegensatz zu wissenschaftlichen BEOBACHTUNGEN darauf aus sind, Erklärungen zu liefern und nicht bloß Werkzeuge herauszuarbeiten, sind (fast ?) immer von a-priori-Überlegungen, Intuitionen, Deduktionen und Vergleichbarem geprägt.
Rein induktive Theorien gibt es nach meinem Dafürhalten gar nicht, man spricht ja auch von sogenannten Forschungs- und Denk”ansätzen” (= a priori-Überlegungen).

Schlußendlich findet sich die ET übrigens in die anderen jüdischen Modelle wie Relativitätstheorie, dialektischer Materialismus und Psychoanalyse ein und nicht in die Geistesgeschichte des Abendlandes, weswegen ich Deinen Verweis von Feder in diese Richtung unpassend finde. ET ist nichts anderes als dialektischer Materialismus im Bezug auf die Biologie, genau wie Reativitätstheorie Materialismus im Bezug auf die Physik und Psychonanalyse Materialismus in Bezug auf Ethik und Psychologie ist. Ein atheistisches Erklärungsmodell daß einem der klarsten und eindeutigsten Beobachtungen des menschlichen lebens gegenübersteht, nämlich: “Nichts Komplexes entsteht durch Zufall!” (denk’ nur mal an die jetzige politische Situation und die klassische Erklärung, diese sei durch “Unfähigkeit” im Gegensatz zu bewußter Planung entstanden).

Kommentar von Eulenbär — 28. März 2012 @ 22:23

91.@ Eulenbär

Als Laie mit einer eher bescheidenen Allgemeinbildung in dem betroffenen Bereich (bzw. keiner richtigen Bildung, sondern eher Erinnerungen an Gehörtes und Gelesenes) bitte ich um Aufklärung:

Im Laufe der Artwerdung haben die Lebewesen nicht bloß ihre Augenfarben geändert, wofür einzelne Gene verantwortlich sind und welches eine Mutation ist, die verhältnismäßig unwichtig ist (und obendrein ganz klar durch sexuelle Selektion – welches im Falle des Menschen unzweifelhaft eine BEWUSSTE Handlung ist, ihre Bedeutung erlangt) , sondern hochkomplexe Entwicklungen durchgemacht, wozu Änderungen multipler Gene notwendig sind. Wie wahrscheinlich sind solche Ereignisse? Wie wahrscheinlich ist, daß Umweltfaktoren diese Erscheinungen demgegegnüber schnell wieder zunichte machen? Auf jede unwahrscheinliche Entwicklung kommen X wahrscheinliche Szenarien, die diese Entwicklung ungeschehen machen, insbesondere dann, wenn es auch noch um geschlechtlich sich vermehrende Organismen mit geringer Reproduktionsrate geht, z.B. Säugetiere geht (im Gegensatz zu etwa Bakterien oder vielen Insekten).

Das klingt für mich so, als würden Selektion durch Partnerwahl und Evolutionstheorie nicht zusammenpassen. Die Partnerwahl als grundlegender Faktor ist so offensichtlich, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass ein Vertreter der Evolutionstheorie ihre Bedeutung bestreitet.

Jede Forschung ist immer teilnehmend und niemals objektiv. Auch die Evolutionstheoretiker stellen eine ganze Reihe fragwürdiger Postulate auf, angefangen damit, daß die Sedimente die Erdgeschichte abbilden würden, über die Zuverlässigkeit von isotopenbasierter Alterszuordnung.

Das überrascht mich auch. Hat man nicht zahlreiche Fossilien und archäologische Stätten ausgebuddelt? Als Laie scheint mir dies darauf hinzudeuten, dass es natürlich ist, dass Dinge, die sich gegenwärtig auf der Erdoberfläche befinden, mit der Zeit von Sedimenten bedeckt werden. Ist das nicht richtig? Auch wenn Bestimmungen nicht punktgenau sind – funktioniert die isotopenbasierte Altersbestimmung nicht prinzipiell?

Wissenschaftliche THEORIEN, die im Gegensatz zu wissenschaftlichen BEOBACHTUNGEN darauf aus sind, Erklärungen zu liefern und nicht bloß Werkzeuge herauszuarbeiten, sind (fast ?) immer von a-priori-Überlegungen, Intuitionen, Deduktionen und Vergleichbarem geprägt.
Rein induktive Theorien gibt es nach meinem Dafürhalten gar nicht, man spricht ja auch von sogenannten Forschungs- und Denk”ansätzen” (= a priori-Überlegungen).

Zufällig lese ich gerade wieder in Schopenhauers “Welt als Wille und Vorstellung”. Über die Wissenschaft sagt er, dass diese unvermeidlich eine Reihe von Erkenntnissen zur Grundlage haben muss, welche aus direkter Anschauung hervorgegangen sind. Nach S. handelt es sich nur bei solchen Erkenntnissen um echtes Wissen; die Anschauung ermöglicht die verstandesmäßige Erschließung der Welt; die Theoriebildung wird dann durch die Vernunft geleistet und sollte in ihren Ergebnissen durch die Anschauung bestätigt werden können. Was die Evolutionstheorie angeht, so dachte ich, dass man Skelette von Lebewesen gefunden hat, die, jeweils auf verschiedenen Stufen, zwischen Affen und Menschen stehen, und dass es Vergleichbares auch bei Tieren, Insekten etc. gibt. Ist dies nicht eine anschauliche Grundlage, die die Beschäftigung mit einer Evolutionstheorie (und wir sprechen ja hier davon, dass es nur eine Theorie ist) als sinnvoll erscheinen lässt? Gibt es denn Gegenargumente, die etwas anderes als die Evolutionstheorie als vielversprechender erscheinen lassen?

Schlußendlich findet sich die ET übrigens in die anderen jüdischen Modelle wie Relativitätstheorie, dialektischer Materialismus und Psychoanalyse ein und nicht in die Geistesgeschichte des Abendlandes, weswegen ich Deinen Verweis von Feder in diese Richtung unpassend finde. ET ist nichts anderes als dialektischer Materialismus im Bezug auf die Biologie, genau wie Reativitätstheorie Materialismus im Bezug auf die Physik und Psychonanalyse Materialismus in Bezug auf Ethik und Psychologie ist.

Bei dieser Aussage kann ich nicht sicher nachvollziehen, was Du damit meinst. Könntest Du die entsprechenden Analogien näher erläutern?

Vielen Dank für die Aufklärung.

Kommentar von sternbald — 29. März 2012 @ 01:33

92.@ Mourning Glory

Ich möchte Deine Argumente und Beispiele keineswegs als irrelevant abtun. Wie mein Essay wohl auch erkennen lässt, stimme ich Nietzsches ein wenig überspitzt provokanter These, dass unsere Vorfahren robuster und auch grausamer als wir selbst waren, durchaus zu. Schwierig ist nur, den Grad zu bestimmen. Das ist durchaus wichtig, denn es ist ein Unterschied, ob man sagt “damals waren eben andere Zeiten”, oder ob man sagt “Oh Gott, ich stamme ja von Monstern ab.” Die Paarung während einer Marterung ist schon etwas besonders Extremes, und daher finde ich, dass es legitim ist, zu untersuchen, in welchem Kontext davon berichtet wird. So wie heutzutage nur ein gewisser Prozentsatz sich für Boxkämpfe interessiert, wird auch damals nur ein gewisser Prozentsatz sich für Hahnenkämpfe interessiert haben. Aber prinzipiell halte auch ich Folgendes für wahrscheinlich: Hahnenkämpfe etc. fanden damals großen Anklang und tun es heute weniger. Das ist mit Sicherheit ein guter Indikator. Bei der Literatur bin ich ein wenig penibel, weil dies eines meiner Hobby ist und ich auch einiges selbst gelesen habe, so auch die erwähnten frivolen Romane. Das von Dir erwähnte alte Testament ist eine völlig andere Textsorte als Casanovas mit Fiktion durchsetzte Selbstlebensbeschreibung: Während der religiöse Text einen normativen bzw. einen perlokutiven Charakter hat (nach der Sprechakttheorie bedeutet dies, dass er von den Gläubigen als Aufforderung verstanden wird), handelt es sich bei Casanovas Memoiren um Unterhaltungsliteratur. Linguistisch und literaturwissenschaftlich liegen Welten dazwischen. Ich weiß aber, worauf Du hinaus willst, und denke, dass die anderen Beispiele einige Aussagekraft haben.

Kommentar von sternbald — 29. März 2012 @ 02:27

93.Bei der Literatur bin ich ein wenig penibel, weil dies eines meiner Hobby ist und ich auch einiges selbst gelesen habe, so auch die erwähnten frivolen Romane. Das von Dir erwähnte alte Testament ist eine völlig andere Textsorte als Casanovas mit Fiktion durchsetzte Selbstlebensbeschreibung: Während der religiöse Text einen normativen bzw. einen perlokutiven Charakter hat (nach der Sprechakttheorie bedeutet dies, dass er von den Gläubigen als Aufforderung verstanden wird), handelt es sich bei Casanovas Memoiren um Unterhaltungsliteratur. Linguistisch und literaturwissenschaftlich liegen Welten dazwischen.

So besehen hast du natürlich vollkommen Recht. Anmerken möchte ich allerdings noch, daß z.B. die Werke von Sade zwar keinesfalls unter religiösen Texten einzuordnen sind, aber durchaus auch eine Weltsicht im Sinne von absoluter Amoral, Mitleidslosigkeit und überhaupt “Umwertung aller Werte” repräsentieren in der der Stärkere all seine Gelüste auf Kosten der Schwächeren rücksichtslos ausleben darf – dies hat durchaus auch ein aufforderndes Element, der moderne “Satanismus” greift ja ähnliches auf. De Sade ist so auch “darwinistisch” in der negativen Auslegung dieses Begriffes. Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang, daß der “Göttliche Marquis” immer auch ein Liebling der Linken war und von diesen teilweise als mißverstandener Gesellschaftsreformer wenn nicht gar “Menschenfreund”, der nur die herrschenden Verhältnisse anprangern und karikieren wollte, gehandelt wurde und wird.

Eine Freundin schenkte mir mal “Josephine Mutzenbacher – die Geschichte einer wienerischen Dirne/meine 365 Liebhaber” einen erotischen Unterhaltungsroman, Werk eines anonymen Autors gegen Ende des 19 Jahrhunderts. Ich kannte den Stoff damals grade vom Titel irgendwelcher albernen “Verfilmungen”, so 70er-Jahre-Sexfilmchen halt, die mit der Vorlage fast gar nichts mehr zu tun haben. Bei der Lektüre war ich nämlich überaus erstaunt, daß die sexuellen Aktionen über viele Seiten hinweg fast ausschließlich von Kindern bestritten wurden und Szenen, in denen Erwachsene ohne irgendeine Beteiligung von Kindern kopulierten, schon die Ausnahme darstellten. Das alles wurde in einem explizit pornographischen Stil geschildert, bis hin zu grausigen Vergewaltigungen von kleinen Mädchen im Rahmen rauschender großbürgerlicher Salonfeste. Ich war bei der Lektüre echt sprachlos und fragte mich gerade angesichts des Kinderporno- und Mißbrauchshypes zu der Zeit (anfang 90er) wie sowas frei verkäuflich sein kann. Naja, dachte ich mir, Klassiker halt, von dem jeder mal gehört den aber kaum einer gelesen hat. Nicht lange darauf wurde das Werk tatsächlich von der Bundesprüfstelle indiziert, wegen Kinderpornographie.

Nun denn, ich halte die Mutzenbacher nicht für einen Tatsachenbericht, trotzdem meine ich, daß sie einiges über die Abgründe und Obsessionen des Bürgertums (oder gewisser Teile davon) im Wien des Fien de siecle aussagt. Daß ich dir, Sternbald, das nicht erklären muss ist mir schon klar, wollte es aber einfach der Vollständigkeit halber anfügen.

Ganz allgemein wollte ich darauf raus, daß die Weißen Europäer vom reinen Gewaltpotential her ursprünglich nicht hinter irgendwelchen anderen Völkerschaften zurückstanden, daß aber die Kräfte/Dynamiken die dem entgegenwirkten ebenfalls sehr stark ausgeprägt sind, was seinen Ursprung durchaus in den Umweltbedingungen des prähistorischen Europa haben kann: vermehrter Zwang zu Kooperation (auch unter Nichtverwandten) und vorausschauendem Handeln während der Eiszeiten, wie es von Kevin McDonald dargelegt und den Gruppenstrategien semitischer Wüstenstämme gegenübergestellt wurde. Auf Exzesse wie den 30jährigen Kieg folgen Verhandlungen und Kooperationen, die darauf abzielen so etwas in Zukunft zu verhindern. Ich würde auch den Gedanken, daß ein zuviel an Gewalt in der Gesellschaft letztlich immer auch eine Gefahr für die öffentliche Ordnung (Verrohung der Sitten) ist, als typisch europäisch bezeichen – solche Überlegungen führten auch zum Verbot der meisten Tierkämpfe in den europäischen Ländern in der jüngeren Vergangenheit. Auch Gegner der Todesstrafe können ihre Auffassung, die Todesstrafe führe zu gesellschaftlicher Verrohung und Brutalisierung immer recht eindrucksvoll mit allerhand Satistiken untermauern, nach denen in Gesellschaften mit Todesstrafe die Rate an Gewaltverbrechen deutlich die von Ländern ohne Todesstrafe übersteigt, daß mit Abschaffung der Todesstrafe die Verbrechensrate sinkt, mit ihrer Wiedereinführung wieder ansteigt etc.

Allerdings sollte man in dem Zusammenhang auch bedenken, daß die Scharfrichter und Halsgerichte des Mittelalters und der Renaissance im Wesentlichen nicht dazu dienen sollten, sadistische Gelüste einer gewaltgeilen Masse zu befriedigen, sondern ihrer Bestimmung nach das bestehende Gesellschaftsgefüge sichern und stabilisieren sollten – durch das drastische “Blutritual” wurde die Alltagswelt des mittelalterlichen Menschen wieder zurechtgerückt, mittlerweile sind wir ja mit quasi Straffreiheit für überführte Vergewaltiger und Totschläger beim anderen Extrem angekommen.

Kommentar von MourningGlory — 29. März 2012 @ 18:41

94.#88

Zu 75: Die helle Haut, und als Nebeneffekt, Haare und Augen, scheinen zu gewissen Zeiten einen Selektionsvorteil im lichtarmen Norden bedeutet haben, im Zusammenhang mit dem Vitamin-D- und damit Kalziumstoffwechsel, ist etwas kompliziert und nicht unumstritten. Ich müßte mich nochmal in die Materie hineinknien, aber wann…

Ich hatte das eigentlich nur als das erste (und blödeste) Beispiel angeben wollen, das mir einfiel. Wie etwa der Übergang von krauseligem zu glattem Haar. Was soll das bringen? Oder überhaupt, warum wachsen unsere Haare so lang? Wenn ich in der afrikanischen Steppe herumlaufe, ist das sicher von allergrößtem Nachteil. Das kann sich also erst später entwickelt haben. Hatte dann aber sicher keinen Überlebensvorteil mehr.

Zurück zur hellen Haut. Ich kenne zwar auch die Erklärung, daß das angeblich so toll sein soll im hohen Norden. Nur. Wenn man da mal eine Zeit lang drüber nachdenkt, paßt die Geschichte nicht. Also: Nehmen wir mal 50 Männlein und 50 Weiblein. Alle maximalpigmentiert. Da wir uns in früher Vorzeit befinden, gehen wir davon aus, daß jedes Päärchen zwar viele Kinder bekommt, aber nur 2-3 auch das Erwachsenenalter erreichen (der Einfachkeit halber nehmen wir an, daß keine Frau im Kindbett stirbt). Wir nehmen dann noch an, daß in Schweden, der geringen Sonneneinstrahlung wegen, ein gewisser Prozentsatz anfälliger für Krankheiten ist und stirbt. Als Vergleich nehmen wir ein Päärchen etwas heller (oder auch nur einer der beiden etwas heller), die ebenfalls 2,5 Kinder haben (bitte keine Beschwerden wegen der halben Kinder, ja?). Hier stirbt aber niemand an Krankheiten wegen zu geringer Sonneneinstrahlung.(*)
Das Problem ist jetzt, daß sich beide Gruppen mit der gleichen Wachstumsrate (2,5) vermehren. Die Sterblichkeit der ersten Gruppe wirkt nur auf den Koeffizienten der Exponentialfunktion. Mit anderen Worten, die kleinere Population (das waren die helleren) kann die größere niemals einholen.

Deswegen glaube ich das Geschichten mit dem evolutionären Vorteil der helleren Haut nicht mehr. Vielmehr dürfte es so gewesen sein, daß sich die mit hellerer Haut größerer Popularität erfreuten. Die Mädels konnten sich den geschicktesten Jäger aussuchen, der natürlich mehr und vor allem regelmäßiger Essen heimbrachte, weswegen mehr Kinder überlebten. Die Männer hatten öfter die Gelegenheit für ein kleines Stelldichein, oder konnten sich ihr angetrautes Eheweib unter den schärfsten Fegern des Stammes aussuchen. Deren Kinder wiederum sahen nicht nur gut aus, sondern hatten auch noch hellere Haut. S.o.

Soweit mein Hobby-Biologismus.

(*) Das ist natürlich ein ganz einfaches Modell. In realiter müßten die Kinder der helleren Eltern sich natürlich Partner aus der anderen Gruppe suchen. etc. Das einfache Modell sollte aber reichen, meine Argumentationslinie zu stützen.

Kommentar von Niemand — 29. März 2012 @ 21:20

95.# 86

Wenn ich dann noch an die ausgefeilten und in jeder Hinsicht perfiden und sadistischen Methen der Hexenjäger denke

Das war aber doch gerade nicht das Gefühl des Volkes. Klar, die jubelten (eventuell) am Scheiterhaufen, aber der Parrer hatte denen ja auch gesagt, daß das eine ganz geile Sache wäre.

Das einfache Volk hat aber sicher nicht gefoltert. Noch nicht einmal der Dorfpfarrer dürfte sich im allgemeinen getraut haben, Mitglieder des Dorfes zu denunzieren (in solch kleinen Dörfern fällt man nach dem Bierchen auch schon mal leicht Kopf voraus in den Bach).
Eine Interpretation des Hexenjagd-Unwesens kommt vom Heinson (dem Gunnar aus Bremen), daß nämlich die Obrigkeit, also Adel und Klerus, ob der niedrigen Geburtenrate besorgt war (kein Kanonenfutter mehr). Eine andere kommt von mir (dem Hobby-Historiker): Zu der Zeit, als die Inquisition aufkam, war der Führungsanspruch der katholischen Kirche in Europa schon nicht mehr unangefochten. Ja und wann wird ein diktatorisches Regime so richtig repressiv? Wie isses denn heute? Der eigentlich Zweck der Hexenverbrennungen war sicherlich, die Bauern (*) einzuschüchtern (bestrafe eine,…) und vor allem, die letzten Reste des alten Wissens zu vernichten.

Nicht daß ich unsere Vorfahren zu Heiligen erklären möchte. Das waren sie sicher nicht. Aber auch in den grausamsten Zeiten des 30-jährigen Krieges wurde niemand aus rituellen Gründen geschlachtet und gegessen (ob der ein oder andere aus Hunger heimlich genagt hat, ist nicht auszuschließen).

Um vielleicht einen Vergleich zu treffen: Das letzte Todesurteil in Deutschland wurde wegen eines Raubmordes vollstreckt (es ging um einen Kanister Benzin, wenn ich mich recht erinnere). Die Männer nach dem Krieg waren natürlich “verroht”, hatten Hunger und waren das Töten gewöhnt. Da fackelte man nicht lang. Ähnlich dürfte es auch zu anderen Zeiten gewesen sein.
Umgekehrt: Wir sind nur deswegen so lieb&kuschelig, weil wir es so lieb und kuschelig haben. Wenn wir erst die Kartoffeln gegen Serkan&Erkan verteidigen müssen (die auch hungrig sind), wachsen uns auch wieder Zähne und Krallen.

(*) die Städter natürlich auch

Kommentar von Niemand — 29. März 2012 @ 21:41

96.Mutationen sind im allgemeinen negativ, weil sie Information vernichten. Erst die Selektion siebt einige wenige gute Mutationen heraus.
Wenn mehr Mutationen auftreten als die Selektion verarbeiten kann, “entwickeln wir uns zurück”. Wenn der Selektionsdruck stärker ist als das Potential in den Mutationen, sterben wir aus.

@Niemand

Ich zitiere mich mal selbst:

Weiße Haut und nichtschwarze Augen sind durchaus funktional. Sie geben Signale über unsere Emotionen. Sie dienen wichiger gesellschaftlicher Kommunikation, die für den Einzelnen erstmal nachteilig aussieht. Dunkelhäutige Kulturen müssen versuchen die anders zu kommunizieren, damit sich gesellschaftswidrige und unehrliche Absichten verraten können. Ich vermute daher kommt das “aufbrausende Temperament”, oder anders formuliert: daher können wir auf es verzichten.

Ich verstehe nicht, warum so wenig Deutsche einen (nicht-ästethischen und nicht Stoffwechselartigen) Vorteil in leichterer Pikmentierung sehen wollen. Da steckt vermutlich auch irgendwie der Fokus auf das Individuum drin. Die evolutionäre Überstrategie ist das Gruppenleben. Ich hasse es Geschäfte mit Menschen zu machen, die nicht rot werden, wenn sie mich verarschen und deren Pupillen sich nicht ständig erkennbar verändern. Lebenslange Familienbünde kann ich mir so schon mal gar nicht vorstellen.

@ sternbald

“Gibt es denn Gegenargumente, die etwas anderes als die Evolutionstheorie als vielversprechender erscheinen lassen?”

Es gibt keine anderen, die sich in Formeln darstellen lassen, Vorhersagen treffen können die sich bestätigen, im Einklang mit allen Entdeckungen auf molekularer Ebene sind, die nach der Postulierung der Theorie stattfanden und die auch praktische Verwendung außerhalb ihres Ursprungsbereichs finden. (z.B.: als Optimierungsalgorithmus)
Deswegen ist auch Eulenbärs Vergleich mit anderen, wenig praktischen Wissenschaftsdisziplienen irreführend. Darwin war auch kein Theoretiker im Elfenbeinturm, sondern ist Jahrzehnte durch die Welt gereist ist und hat Daten gesammelt.

Deinen Kommentar, dass Selektion durch Partnerwahl und Evolutionstheorie nicht zusammenpassen würden (wenn man davon ausgehen würde, dass Eulenbärs Abschnitt, auf den du dich beziehst stimmen würde) kann ich nicht nachvollziehen. Selektion durch Partnerwahl ist seit Darwin Bestandteil der Evolutionstheorie.

Selbst ohne “Wahl”, bei Windbestäubung, hat es Vorteile, was die Toleranz von Mutationen angeht. Es erleichtert beispielsweise sehr den Umbau lebenswichtiger Komponenten über mehrere Mutationen (dafür reicht auch Selbstbestäubung) und Kombinationen. Es senkt also die Anforderungen an Superzufälle.

In Bakterien gibt es auch eine Art Sexualität, deren Selektionsvorteile wir bei dem Wettlauf gegen Antibiotikaresistenzen miterleben dürfen.
http://en.wikipedia.org/wiki/Plasmid

Kommentar von reinigungskraft — 29. März 2012 @ 23:42

97.Lieber Sternbald, ich gehe mal ganz kurz auf die von Dir aufgeworfenen Punkte ein und bedanke mich, dass Du meine NAchricht gelesen hast.

“Das überrascht mich auch. Hat man nicht zahlreiche Fossilien und archäologische Stätten ausgebuddelt? Als Laie scheint mir dies darauf hinzudeuten, dass es natürlich ist, dass Dinge, die sich gegenwärtig auf der Erdoberfläche befinden, mit der Zeit von Sedimenten bedeckt werden. Ist das nicht richtig? ”

Das ist sicher richtig, aber wer sagt, welche Schicht für welches Alter steht? Bisweilen werden uns Äonen als dünne zentimeterdicke Schicht präsentiert, dann wieder sehen wir einzelne Vulkanausbrüche, die meterdicke Sedimentierungen hinterlassen, sogar eine vor einer historisch kaum wahrnehmbaren Zeit untergegangene Stadt Troja hinterläßt meterdicke Schutthügel, aber die Schicht, die Kreide und Tertiär trennt ist nur ein paar Zentimeter dick? Das ist teilweise sehr seltsam.

“funktioniert die isotopenbasierte Altersbestimmung nicht prinzipiell?”

Hier mal Argumente der Kritiker dieser Methode: http://creationwiki.org/Carbon-14_dating
Die Kritik geht in die Richtung, daß wir zwar das Zeitintervall eines Zerfalls von Kohlenstoffisotopen beobachten können, aber sich die absolute Menge dieser Isotopen in verschiedenen erdgeschichtlichen Epochen unklar war und uns daher die Vergleichsmöglichkeiten finden. Wenn wir nicht wissen, was wann normal war, können wir auch nicht entscheiden, wie lange der Isotopenverfall vor sich gehen mußte, um die gemessene Konzentration zu erreichen. Die Bewertung steht jedem selber zu.

“(…) die, jeweils auf verschiedenen Stufen, zwischen Affen und Menschen stehen, und dass es Vergleichbares auch bei Tieren, Insekten etc. gibt. Ist dies nicht eine anschauliche Grundlage, die die Beschäftigung mit einer Evolutionstheorie (und wir sprechen ja hier davon, dass es nur eine Theorie ist) als sinnvoll erscheinen lässt? Gibt es denn Gegenargumente, die etwas anderes als die Evolutionstheorie als vielversprechender erscheinen lassen?”

Ich würde als Kritikpunkte anbringen:

1.) Kann man wirklich Tiere, die “zwischen Affen und Menschen stehen” in eine chronologische Reihenfolge setzen und daraus eine Abstammungsgeschichte herleiten? Gibt es nicht heute noch Einzeller, primitive kugelförmige Mehrzeller (Volvox), Chordatiere, Fische, Amphibien, Reptilien, Spitzmäuse, Halbaffen, niedere Affen, Menschenaffen und Menschen alle parallel zueinander? Logisherweise kann der Lungenfisch von heute nicht unser Vorfahr sein: Wie soll man dann annehmen können, daß derjenige von vor Millionen Jahren unserer war?

2.) Beutelwolfs- und Wolfsschädelsehen sich, obwohl sie nicht näher verwandt sind (ein Wolf ist mit einer Kuh näher verwandt als mit einem Beutelwolf) so ähnlich, daß sie selbst von Fachleuten oft nicht unterschieden werden können: Google “Thylacine wolf skull”. Irrtümer sind hier sehr leicht.

3.) Viele Anhänger der ET sind aber nicht so ganz davon überzeigt, daß die ET eine “Theorie” ist, sondern verstehen nicht, daß wissenschaftliche Theorien nie “wahr” sein können (nur gültig bis zum Beweis des Gegenteils, wenn ich den Juden Popper und seinen sehr klugen Satz hernehmen darf). Man hört dann Argumente wie “Mittels Evolutionstheorie haben wir BEWIESEN, daß… usw.)

4.) Nehmen wir einmal an, alle Lebewesen haben sich von niedrigen Formen zu höheren Formen entwikelt (evolutioniert, sozusagen). Wer sagt dann, daß diese Entwicklung von selbst (oder durch Umwelteinflüsse, Mutation, Zufall usw.) geschah. Ist es nicht viel wahrscheinlicher, daß so ein komplizierter Prozeß durch einen aktiven Handelnden in Gang gehalten wird? Also, wenn evolution als WERKZEUG existiert, dann muß sie noch lange keine URSACHE sein.

Und nun nochmal zu meiner Einordnung von Evolutionstheorie, Relativitätstheorie, Marxismus und Psychoanalyse.

Allle vier Theorien sind materialistisch, sie verneinen die Lebenskraft, den Äther, das Metaphysische und Idealistische. Im Gegensatz zu einer rein beobachtenden Wissenschaft sind sie auf universelle Erklärungen als Religionsersatz aufgebaut. Sie sind anti-idealistisch und nihilistisch. Sie sind elementarerBestandteil des modernen Weltbildes und reduzieren den Menschen von einem Geistwesen zu einem Tier. Das alte Prinzip: “Ich BIN eine Seele und HABE einen Körper” wurde über den Umweg “Ich BIN ein Körper und HABE eine Seele” zu “Ich bin nur Materie und der Rest ist Einbildung”.

Alle diese Modelle bemühen unerklärbare Hilfstheorien. Wenn die Gravitation durch eine Art “Graviton” übertragen wird, warum fliegt dann nicht jedes Planeten-Mondgespann nach kurzer Zeit auseinander, weil sich der Gravitationsimpuls doch mit jeder Wechselwirkung abschwächen müßte, schließlich liegen Planet und Mond ja ein ganzes Stück auseinander. Also erfinden wir einfach dunkle Materie und dunkle Energie hinzu, die sind dann 99% des Universums, aber bewiesen sind sie zu 0%. In der Evolutionstheorie gibt es auch so einen Strohmann, der nennt sich “evolutionärer Sprung” oder “Explosion”. Wie ich bereits angeführt habe, können sich komplexe Orane nicht durch zufällige Mutationen entwicklen, denn man braucht dafür MEHRERE Gene. Hat man nur eines, dann hat man statt einem zusätzlichen Organ einen nutzlosen, 1 kg schweren Sack im Körper , der einen Selektionsnachteil darstellt. Also gibt es plötzlich diese evolutionären Sprünge, bei der sich ganz primitive Tiere plötzlich in kürzester Zeit zu hochkomplexen Tieren entwickeln, ohne dass wir aber dafür die Fundstücke (die missing links) haben. Gleiches Prinzip. Der zweitwichtigste frühe Evolutionist, Ernst Häckel, war ein notorischer Lügner und Sadist, der kontinuierliche Entwicklungen der Lebewesen zusammengelogen hat, um seine widerlegte biogenetische Grundregel aufzustellen.

Nichts Komplexes entwickelt sich durch Zufall.
Sie können im Experiment nicht das nachbilden, von dem sie behaupten, daß es durch Zufall entstanden ist.

ich habe eine eigene Erklärung für die Entstehung des Lebens, ja. Aber die gehölrt erstmal nicht in diese antwort, denn meine Erklärung ist nicht wissenschaftlich. Wissenschaft wird überschätzt.

Kommentar von Eulenbär — 30. März 2012 @ 01:26

98.“Deinen Kommentar, dass Selektion durch Partnerwahl und Evolutionstheorie nicht zusammenpassen würden (wenn man davon ausgehen würde, dass Eulenbärs Abschnitt, auf den du dich beziehst stimmen würde) kann ich nicht nachvollziehen. ”

ich wollte in meinem Kommentar darstellen, daß MENSCHLICHE Partnerwahl nicht als Beispiel hergenommen werden sollte für Evolution (wie im Fall der Augen- und Haarfarbe), da wir bei menschlciher Partnerwahl immer den Faktor “Bewußtsein” im Spiel haben, der von der naturgesetzlichen Dimension der ET und der Instinkte getrennt betrachtet werden sollte. Sicher ist nciht jede menschlcihe Partnerwahl bewußt, teilweise ist sie sogar ausgesprochen instinktiv, aber die Evolutionstheorie zu beweisen oder zu widerlegen sollte auf den Bereich der Tierwelt beschränkt bleiben, da wir die Qualität der störendenden Einflüße des menschlcihen Bewußtseins auf seine Instinkte dann nicht bewerten und ausschließen müssen.

Oder anders gesagt, jede Behauptung zur Evolution, die sich auf menschen bezieht, kann immer durch Argumente aus dem Sozial- oder Psychologiebereich entwertet werden. Dieser Kommentar war als Verteidigung der ET gedacht, ich wollte einfach nicht, daß da ein unlösbarer Streit aufgebaut wird, deswegen wollte ich bei Tieren bleiben.

Kommentar von Eulenbär — 30. März 2012 @ 01:32

99.Eulenbär,

“Bewußtsein” in diesem Sinne ist physisch und selbst der Evolution unterworfen. Evolutionspsychologie und letztlich auch Kevin MacDonalds Theorien basieren (zu Recht!) darauf.

Es ist vollkommen verständlich, dass Partnerwahl sozialen Normen und Reaktionen darauf unterworfen ist. Kein Individuum hat es jemals zu irgendwas herausragendem gebracht. Die Überstrategie ist die Gruppe. (Manche Menschen können und müssen Führungsrollen annehmen).

Vor dem Fernseh- und Quotenzeitalter gab es keine Probleme. Die Beobachtungen in der Gesellschaft haben die Erfolgsaussichten wiedergespiegelt und waren ein gutes Kriterium.

Das hat sich für uns geändert. Das heißt aber nicht, dass die Selektion ausser Kraft gesetzt wurde. Sie spielt jetzt vor allem auf einer nicht-individuellen Ebene. Die Gruppe, die die Selektionsstrategien einer anderen Gruppe am besten zu derem Nachteil manipulieren kann, setzt sich durch. Evolution pur. Im schlimmsten Fall, war der Mensch eben nicht durchsetzungsfähig, und wird als Ganzes ersetzt.

Kommentar von reinigungskraft — 30. März 2012 @ 09:24

100.Lieber Reinigungskraft,

““Bewußtsein” in diesem Sinne ist physisch und selbst der Evolution unterworfen. Evolutionspsychologie und letztlich auch Kevin MacDonalds Theorien basieren (zu Recht!) darauf.”

Ich meine trotzdem, daß wir das außen vor lassen sollen. Da streiten sich die Gelehrten eben schon seit ewig drüber. Für einen Beweis für oder gegen Evolution brauchen wir diese Diskussion nicht. Ich teile darüberhinaus auch ausgesprochen nicht das, was Du schreibst, namentlich:

“Kein Individuum hat es jemals zu irgendwas herausragendem gebracht.” Das würde ich sowohl biologisch als auch sonstwie ablehnen. Gerade für dei ET wäre diese Aussage übrigens auch fatal, denn Mutationen treten doch im Einzelwesen auf. Irgendwie muß er ja seine Gene verbreitet haben, wenn die sich dann auf die Gruppe übertragen haben sollen. Außerdem hängt das bei der Nachkommenschaft doch sehr davon ab, ob ein Individuum eher qualitativ oder quantitativ zahlenmäßige Nachkommenschaft hervorbringt. Die berühmten sieben syrischen Goldhamster, von denen abermillionen Hamster abstammen, das wäre im quantitativen Sinne die Macht des Individuums über die Gruppe. Bahnbrechende Erfindungen und Entdeckungen und Normensetzungen, im Guten wie im Schlechten beweisen die qualitative Überlegenheit des Individuums über die Gruppe.

“Das hat sich für uns geändert. Das heißt aber nicht, dass die Selektion ausser Kraft gesetzt wurde. Sie spielt jetzt vor allem auf einer nicht-individuellen Ebene. Die Gruppe, die die Selektionsstrategien einer anderen Gruppe am besten zu derem Nachteil manipulieren kann, setzt sich durch. Evolution pur. Im schlimmsten Fall, war der Mensch eben nicht durchsetzungsfähig, und wird als Ganzes ersetzt.”

Erst mal ist diese Aussage nicht wissenschaftlich (ich will damit nicht sagen, daß sie falsch ist, aber sie wird dann irgendwann auch metaphysisch), denn dadurch, daß Du alle Optionen abdeckst, wird die Evolutionstheorie nicht mehr falsifizierbar (gut, dass ist sie eigentlich sowieso nicht, weil sie sich ja mit der Vergangenheit beschäftigt). Indem Du sagst. Passiert X ist das ein beweis und passiert Minus X ist das auch ein Beweis, ist die Theorie nicht mehr falsifizierbar und (wäre) damit keine wissenschaftliche Theorie mehr.

“Das heißt aber nicht, dass die Selektion ausser Kraft gesetzt wurde. Sie spielt jetzt vor allem auf einer nicht-individuellen Ebene. ”

Wirklich fähige Anthropologen, v.a. vor denen der heutigen Zeit (heute ist die wissenschaft diesbezüglich nichts mehr wert, haben wir denn nicht “bewiesen”, dass ale Menschen gleich sind, keine Rassen existieren usw.? -> Hure der Politik) sprechen von Contraselektion/Gegenauslese. Wir befinden uns schon seit der Jungsteinzeit im Zustand der Gegenauslese. gegenauslese bedeutet, daß die Überlebensbedingungen für “fittere”, höherentwickelte, “bessere” Individuen so verschlechtert werden, daß sich minderwertige Exemplare durchsetzen können, bloß weil diese a) auf Quantität statt auf Qualität setzen und b) mehr Entbehrungen ertragen, keinen so hohen Stoffwechselumsatz zum ÜBERleben brauchen (vgl. asoziales Pack, daß einen Haufen Kinder zeugt und mit Hartz IV klarkommt). Durch die Gegenauslese wurde z.B. er Prozeß der Alpinisierung/Alpinisation in Gang gesetzt, so daß aus älteren Cromagnoiden (etwa:wie Olli Kahn) pyknische, reduzierte, eskimoähnliche Gestalten wie z.B. Angela Merkel wurden.

“Die Gruppe, die die Selektionsstrategien einer anderen Gruppe am besten zu derem Nachteil manipulieren kann, setzt sich durch.”

Ich kenne keine evolutionäre Regel, die dieses Phänomen abeckt. Von daher ist das sicher nicht “Evolution pur”. Außerdem würde das bedeuten, daß die Juden uns überlegen sind, eine Aussage, die ich, wie auch Kevin MacDonald sicherlich, sowie namentlich vor allem in seinen Schriften Evola a priori ablehnen. Unsere Schwäche kommt nicht aus der uns immanenten Unterlegenheit unter die jüdische List, sondern aus der Verirrung unserer eigenen Willenskraft; Alfred Rosenberg hätte geschrieben, aus dem kraftzehrenden Kampf unserer beiden rassischen Höchstwerte Willen und Liebe miteinander. Daß die Juden als Inbegriff des armenisch-reduzierten Städtertypus es gelernt haben, andere Rassen zu manipulieren (parasitieren) ist klar und einleuchtend.

Der Mensch ist grundsätzlich in seiner Konstitution auf verschiedene Lebensräume eingestellt und darauf, diese zu manipulieren. Cromagnoide Typen (oder auch Athletiker bei anderen Rassen) waren Jäger und Sammler, einzeln lebend z.B. im Gebirge, Astheniker sind vor allem zum Laufen geeignet, weil Hirten und besitzen einen schizothymen (zielgerichteten) Verstand und die optimalen menschlichen Körpermaße (z.B. Äthiopier oder Nordische), Pykniker sind Schrumpf- und Infantilformen, die vor allem unter großem Streß und schlechter Ernährung überleben können (die meisten Bauernvölker); der armenoide Städtertypus sieht harmols-unattraktiv-subdominant aus (um nicht von dominanten Athletikern und Asthenikern als Konkurrenz eliminiert zu werden), verbirgt dahinter aber seinen auf die Manipulation der Menschen, nicht der Natur ausgerichteten pervertierten Verstand. Entstanden ist dieser Menschentyp im fruchtbaren Halbmond des Orients, dem einzigen Ort auf der Welt, der lange genug ein städtisches Habitat geboten hat. Ein Paradebeispiel wäre etwa Henry Kissinger, sieht aus wie ein harmloses Bärchen, ist aber ein bestialischer Verbrecher.

Die alten Hebräer haben sicher eher semitisch (asthenisch, nomadische Hirten) ausgesehen, diesen armenoiden Bodensatz haben sie erst im verlaufe ihrer religiösen Radikalisierung eingesogen. Da die Hebräer ja bereits die ausgstoßene unterste parasitäre Schicht der Ägypter waren, dreckig, verlaust, von Krankheiten, schwarzer Magie, Okkultismus, Haß, Ressentiment usw. gestaltet (alles im Alten Testament nachlesbar), war dieser Weg für sie vorgezeichnet, auch wenn sie ursprünglich noch körperlich sicher ansprechender aussahen und z.B. große Krieger (bzw. Massenmörder) hervorbrachten. Sie sind eben eine “geistige Rasse”.

Kommentar von Eulenbär — 30. März 2012 @ 11:20

101.P.S.: Leider ist meine große Antwort af sternbald noch nicht freigeschaltet worden, sie war sehr umfangreich und ich habe sie auch gespeichert, aber ein erneutes Zusenden wird als Doppelpost abgelehnt. ich bitte um etwas Geduld.

Im Übrigen möchte ich noch kurz sagen, daß ich mich über dieses Gespräch sehr freue und mich bei allen Mitdiskutierenden bedanke. Für mich bleibt aber letztendlich die Frage: Was TUN? Wir werden der Wahrheit nie mit dem Verstand auf den Grund gehen. Die Wahrheit ist über-verständig (meiner Ansicht nach) und zeigt sich nur in Momenten von Klarsicht, wenn die eigene astrale und spirituele Person durchbricht. Das ist der Moment, in dem man etwas zweifelsfrei weiß und diese Wahrheiten lassen sich, zumGuten oder schlechten, auch nicht mehr ändern durch Diskutieren. Jeder Mensch hat seinen Wesenskern, den man nicht durch ziviliserte Diskussion rreicht. Deswegen sind ja unsere Volksgenossen trotz 800-Milliarden Euroschirm und Ausländerflut immer noch uneinsichtig. Der Unaussprechliche hat mal gesagt, daß man sich deshalb um die Kinder und nicht um die Erwachsenen kümern muß, weil bei den Erwachsenen eh schon alles vergebens ist (einen so hohen Aufwand kaum rechtfertigt.)

Jeder hat seine eigene Vorstellung davon, wie das Leben entstanden ist und beweisbar im wissenschaftlichen Sinne ist sowieso keine, allein schon deshalb, weil das Ereignis in der Vergangenheit liegt. Die Frage ist, sehen wir das Deutsche Volk als heilig an und was sind wir bereit, zu TUN, um es zu verteidigen.

Kommentar von Eulenbär — 30. März 2012 @ 11:40

102.Zunächst wieder einmal ein Lob an die Schwertasblogmacher. Ich bin froh und dankbar, daß ihr diesen Blog macht. Sogar bei manchen Gesprächsketten, deren Anfang für mich abstoßend ist, kommen im späteren Verlauf wirkliche Lichtblicke.
Ich glaube auch, daß sich hier Menschen finden, die sowieso schon vorher ähnlich gedacht haben und die sich freuen, daß sie jetzt ähnliche und vor allem auch weiterführende Meinungen lesen können. Ich vermute auch, daß dieses Übereinstimmungsgefühl bei
den meisten Blogs im Weltnetz genau so ist, gleich und gleich gesellt sich gern.

An
94. Kommentar von Niemand — 29. März 2012 @ 21:20
Das sehe ich genauso. Blond, blauäugig und einen roten Pullover an, das reicht aus, damit ist eine Frau anziehend. Du brauchst nur einmal die Titelbilder der Zeitschriften in einem Zeitschriftenregal anzusehen. — Du brauchst nur eimal in Mitteldeutschland in einer Kleinstadt (z.B. Naumburg) die Mädchen von der Oberschule aus der Schule kommen sehen: Du kannst ohne hinzusehen 20 Stück nehmen und dafür 20 Hollywood“stars“ nach Hause schicken. Das ist natürlich Geschmackssache, aber fast die ganze Welt denkt genauso.
Schau dir einmal an, was sich die reichen Leute aussuchen:
Tiger Woods und Elin Nordegren oder
Kofi Annan und Nane Maria Annan

An Niemand, Reinigungskraft und Eulenbär:
Vielen Dank für eure Beiträge, ich finde sie sehr gut.
Noch eine Anmerkung: Zur Weißhäutigkeit gehört auch das Rotwerden.
Bei der Eigenschaft der Menschen weißer Rasse, dauerhaft rotwangig zu sein und zusätzlich auch noch besonders leicht rot zu werden, gibt es verschiedene Abstufungen von gar nicht bis sehr viel. Zusätzlich gibt es noch Abstufungen nach Lebensalter, Lebensführung (Alkohol) und Beruf (Landwirt, Kältearbeiter) und nach dem gegenwärtigem Zustand (erhitzt, heißes Wetter, gerade aus dem Kalten in die geheizte Stube gekommen).
Im Lebensablauf wird in der Zeit vom Ende der Kindheit bis man eine feste Partnerschaft eingeht diese Sache für die Selbstbetrachtung eine große Rolle spielen, vorher und nachher eher weniger.

Das Rotwerden ist ein Besonderheit der weißen Rasse, welche andere Rassen nicht in diesem Maße haben.
Welche Folgen hat das: Es erzieht zur Ehrlichkeit. Nicht deshalb, weil man etwa sittlich besser wäre, sondern weil man weiß, daß man beim Lügen durch das Rotwerden ja sofort ertappt werden würde. Es erzieht zu einer besonderen Empfindsamkeit auch anderen Menschen gegenüber, weil man ja beim Anderen durch dessen Rotwerden sieht, wenn dem etwas peinlich ist. So wird die ganze Gesellschaft durch ein hohes Maß an Rücksichtnahme geprägt.
Natürlich ist das Rotwerden bei den unterschiedlichen Menschen eines Volks unterschiedlich stark ausgeprägt, und in England mehr als in Deutschland. Und es gibt außerdem viele andere Einflußgrößen, welche das Verhalten der Menschen untereinander bestimmen.

Das Rotwerden gehört zu den wichtigen Einflußgrößen und es hat sehr viel zum Vorwärtskommen der weißen Rasse mitgeholfen. Wir brauchen deshalb die anderen Rassen nicht zu bemitleiden, jede Rasse ist halt anders und die Natur geht viele Wege. Wir sind zufrieden mit dem, so wie wir sind und wir wünschen den Anderen, daß sie auch zufrieden sind.

Eulenbär
zu deiner Frage, was wir tun sollen. Für mich habe ich die Frage so beantwortet: Ich versuche, ordentlich zu leben und in Beruf, Familie, Freizeit eine gerade Linie zu fahren.
Einge gewisse Zeit widme ich der politischen Tätigkeit und einen Teil der Aufgabe, die sogenannten “Gutmenschen“ auf den Normalweg zurückzuführen. Die „Gutmenschen“ sind nämlich auch ein Teil unseres Volkes, sie gehören zu uns. Man macht seine Arbeit, mehr geht nicht, und damit muß man zufrieden sein.

http://agriserve.de/Weltspiel-Geschichte-21.html
Der Zerfall des Gutmenschentums.

Kommentar von Karlfried — 30. März 2012 @ 13:41

103.Eulenbär,

“Bewußtsein” in diesem Sinne ist physisch und selbst der Evolution unterworfen. Evolutionspsychologie und letztlich auch Kevin MacDonalds Theorien basieren (zu Recht!) darauf.”

“Ich meine trotzdem, daß wir das außen vor lassen sollen. Da streiten sich die Gelehrten eben schon seit ewig drüber. Für einen Beweis für oder gegen Evolution brauchen wir diese Diskussion nicht.”

Worauf beziehst du dich?

Dass “Bewußtsein” im psychologischen Sinne physisch ist, darüber streiten sich keine ernsthaften Gelehrten. Dazu gibt es harte chirurgische, pharmakologische, pathologische und funktional-bildgebende Fakten. Sowie Zeugenaussagen von unzähligen Hippies.

Dass unser Hirn der Evolution unterworfen ist?
Natürlich! Hinter dem Hirn stecken genauso Gene, die vererbt werden wollen, wie hintern den Muskeln.

Dass Evolutionspsychologie darauf basiert, dass unser Hirn der Evolution unterworfen ist?
Das ist die Grundlage der Evolutionspsychologie.

Dass MacDonalds Theorien daurauf basieren?
Der Punkt hat wirklich eine Schwachstelle. Ich habe “Theorien” schrieben. Also Mehrzahl. Nicht jede Theorie die er vertritt ist evolutionspsychologisch. Gemeint war die Theorie der gruppenevolutionären Strategie.

Für mich sind diese Erkenntnisse für zu wichtig als das ich gewillt bin sie außen vor zu lassen. Erst recht unter der Prämisse: “Du liegst falsch, aber reden wir nicht mehr drüber”.

‘Ich teile darüberhinaus auch ausgesprochen nicht das, was Du schreibst, namentlich:

“Kein Individuum hat es jemals zu irgendwas herausragendem gebracht.”’

Nimm einen Newton und lass ihn von Wölfen erziehen. Er wird zu keinen nennenswerten physikalischen Erkenntnissen kommen. Große Menschen stehen immer auf den Schultern von Giganten oder haben Giganten auf ihren Schultern stehen. Wir können nicht zum Mond fliegen, weil wir biologisch in den letzten Jahrhunderten so toll geworden sind, sondern weil wir Gruppen sind, mit einer Art kollektiven Verstand, der Erkenntnisse sogar weit über den Tod ihrer Entdecker am Leben erhält und weiterentwickelt.

“Erst mal ist diese Aussage nicht wissenschaftlich (ich will damit nicht sagen, daß sie falsch ist, aber sie wird dann irgendwann auch metaphysisch), denn dadurch, daß Du alle Optionen abdeckst, wird die Evolutionstheorie nicht mehr falsifizierbar (gut, dass ist sie eigentlich sowieso nicht, weil sie sich ja mit der Vergangenheit beschäftigt). Indem Du sagst. Passiert X ist das ein beweis und passiert Minus X ist das auch ein Beweis, ist die Theorie nicht mehr falsifizierbar und (wäre) damit keine wissenschaftliche Theorie mehr. “

Evolution ist keine Sache der Vergangenheit, sondern zeitübergreifend. Wir stecken mitten drin. Mich interessiert nicht mal die Entstehung der Arten als Geschichtswissen. Ich komme sehr gut aus mit Menschen, die behaupen vor 6000 Jahren wären alle Arten auf einmal entstanden, aber nicht anzweifeln, dass die Prinizipien heute gelten. Eben weil, wie du sagst, geschichtliches schlecht zu überprüfen ist. Ich finde es trotzdem schön, dass die Geschichte das zu bestätigen scheint, was wir heute an Prinzipien erkennen können.

Wenn ich behaupten würde, dass in einer entfernten Galaxie die Masse eines Protons genauso groß ist wie in unserer, dann wird das nicht zu einer unwissenschaftlichen Aussage, obwohl wir kein Experiment durchführen können, dass es widerlegen könnte. Es basiert auf bekannten wissenschaftlichen Prinzipien. Wir können damit sogar rechnen und das Ergebnis wird stimmen.

“Wirklich fähige Anthropologen, v.a. vor denen der heutigen Zeit (…) sprechen von Contraselektion/Gegenauslese. Wir befinden uns schon seit der Jungsteinzeit im Zustand der Gegenauslese. Wir befinden uns schon seit der Jungsteinzeit im Zustand der Gegenauslese. gegenauslese bedeutet, daß die Überlebensbedingungen für “fittere”, höherentwickelte, “bessere” Individuen so verschlechtert werden, daß sich minderwertige Exemplare durchsetzen können, bloß weil diese a) auf Quantität statt auf Qualität setzen und b) mehr Entbehrungen ertragen, keinen so hohen Stoffwechselumsatz zum ÜBERleben brauchen (vgl. asoziales Pack, daß einen Haufen Kinder zeugt und mit Hartz IV klarkommt).”

(Mit dem letzten Satz, stimme jetzt ich nicht überein.)

Was fit (engl. auch für “passend”) ist, bestimmt die Umwelt. Wenn die Umwelt gerade so ist, dass Lebewesen, die mehr Entbehrungen ertragen können oder reproduktiver sind, bevorzugt werden, dann sind diese zur Zeit eben fitter. Das Problem ist, dass die aktuelle Umwelt künstlich so gestaltet wurde. Das ist wie mit Nutzpflanzen und -tieren. Wenn der Bauer eine Umwelt kreiert in der durchgeimpte Schweine schön fleischig werden sollen, dann verlieren die irgendwann ihre Anpassung an eine natürliche Umwelt. Das ist Evolution. Der hilft bei der sexuellen Selektion noch sehr von Hand nach, aber der Bauer ist ja teil der Umwelt.
Auch bei uns:
Jewtube: Making Out is Legal
Jewtube: DJ Hero 2 Mix 2Gether
Nehmen wir den Bauer wieder raus aus dem Spiel, passen sich diese Schweine wieder an die natürliche Umwelt an oder sterben aus.

“Die Gruppe, die die Selektionsstrategien einer anderen Gruppe am besten zu derem Nachteil manipulieren kann, setzt sich durch.”

“Ich kenne keine evolutionäre Regel, die dieses Phänomen abeckt.”

Weil du von einer absoluten Fittness ausgehst. Die gibt es nicht. Wenn du die Umweltbedingung für deine Konkurrenten zeitweise stark verdrehst, wirkt die Evolution derweilen für ihn in eine dauerhaft nachteilige Richtung.

“Außerdem würde das bedeuten, daß die Juden uns überlegen sind, eine Aussage, die ich, wie auch Kevin MacDonald sicherlich, sowie namentlich vor allem in seinen Schriften Evola a priori ablehnen. Unsere Schwäche kommt nicht aus der uns immanenten Unterlegenheit unter die jüdische List, sondern aus der Verirrung unserer eigenen Willenskraft”

Also sind die Juden uns nicht überlegen, sondern wir den Juden wegen unserer eigenen Willenskraft unterlegen?!? Ich verstehe den Punkt nicht.

Kommentar von reinigungskraft — 30. März 2012 @ 22:41

104.Lieber Reinigungskraft,

Du beharrst auf einer Unterdiskussion zum Thema Bewußtsein. Meine Aussage dazu war, daß diese Diskussion nicht notwendig ist, um eine ET zu beweisen oder zu widerlegen. Sie ist jedenfalls nicht Bestandteil der ursprünglichen ET und daher auch nicht notwendig, um sich über körperliche Entwicklung und Artwerdung zu streiten. Da ich geschrieben habe, daß sich über das Bewußtsein die Gelehrten streiten, verfängt Deine Zuordnung meiner Position ““Du liegst falsch, aber reden wir nicht mehr drüber”.” nicht.

“Dass “Bewußtsein” im psychologischen Sinne physisch ist, darüber streiten sich keine ernsthaften Gelehrten.” hast du geschrieben. Diese Aussage ist geradezu selbstwiderlegend. Was sollen denn “ernsthafte Gelehrte” sein heutzutage. Offenbare mir bitte, wen Du da als solchen noch einordnest? Und das auf “As der Schwerter”, in der jede zweite Artikel an dem Lügennetz des Mainstreams verzweifelt… Gelehrte, das würde ja dann auch nicht nur Wissenschaftler bedeuten, oder? Wie steht es mit Geisteswissenschaftlern? Ich habe selber als Gasthörer Vorlesungen udn Vorträge in Neuropsychologie besucht. Diese Einhelligkeit, von der Du schreibst, entspricht nicht den Tatsachen.

Ich habe übrigens nichts über das Gehirn geschrieben. Daß das Bewußtsein im Gehirn “sitzen” würde, ist doch auch nur ein unbeweisbares Postulat.

“Nimm einen Newton und lass ihn von Wölfen erziehen. Er wird zu keinen nennenswerten physikalischen Erkenntnissen kommen. ”

Das ist wirklich selten arrogant und ehrabschneidend. Und wieder so eine ex post facto-Behauptung. Es hat genug Autodidakten gegeben, Naturtalente usw. Wirklich bahnbrechende erkenntnisse werden doch meistens von Autodidakten und Amateuren gemacht, die sogenannten Experten sind doch in Wirklichkeit meist nur Wissensverwalter und keine genialischen Persönlichkeiten. Bei vielen Wissenschaftlern, genauso wie bei Künstlern, Strategen und wasweißichnoch, spielt Intuition eine herausragende Rolle.

“Kein Individuum hat es jemals zu irgendwas herausragendem gebracht”. Ich bleibe dabei, diese Aussage ist kategorisch falsch, selbst wenn man die Leistungen eines ndividumsnoch auf sein Kollektiv bezogen mindern will. NUR Individuen bringen es zu etwas “herausragendem”. Das ist die DEFINITION von “herausragend”.

“Wir können nicht zum Mond fliegen, weil wir biologisch in den letzten Jahrhunderten so toll geworden sind, sondern weil wir Gruppen sind, mit einer Art kollektiven Verstand, der Erkenntnisse sogar weit über den Tod ihrer Entdecker am Leben erhält und weiterentwickelt.”

Wir (Menschen) können ÜBERHAUPT nicht zum Mond fliegen, falls dir das nicht aufgefallen ist. Wir können höchstens unbemannte Sonden hinschicken. Ach ja, sogar offiziell können wir nicht zum Mond fliegen, “nicht mehr”, “erst wieder in X Jahren” (laut NASA) oder so ein Unsinn, bis wir den Technikstand von 1969 erreicht haben ?!?
Da sich die menschlichen Fehler stets wiederholen, bin ich auch, was alles andere Lernen betrifft, mehr als skeptisch.

“Evolution ist keine Sache der Vergangenheit, sondern zeitübergreifend.”
Die Evolutionstheorie versucht primär, eine Erklärung für die Entstehung der Arten zu liefern (“origin of species”, Darwin) -> Vegangenheit. Daher ist es eine Theorie, die nicht falsifizierbar oder verifizierbar ist, weil sie sich auf vergangene Ereignisse besteht. Eine derartige Theorie kann qua Definition nicht bewiesen werden, selbst wenn sie wahr ist.

“Ich finde es trotzdem schön, dass die Geschichte das zu bestätigen scheint, was wir heute an Prinzipien erkennen können.”

Das wäre dann der eigentliche Diskussiongegenstand. Aber dieser Satz, den Du da oben geschrieben hast, wurde schon so oft bemüht und so oft lagen diejenigen falsch, die ihn angewendet haben. Wir sehen gar nichts, wir sind blind. Wir können uns nicht einmal erinnern, was vorgestern war.

“Wenn ich behaupten würde, dass in einer entfernten Galaxie die Masse eines Protons genauso groß ist wie in unserer, dann wird das nicht zu einer unwissenschaftlichen Aussage, obwohl wir kein Experiment durchführen können, dass es widerlegen könnte. Es basiert auf bekannten wissenschaftlichen Prinzipien. Wir können damit sogar rechnen und das Ergebnis wird stimmen.”

Das Gegenteil ist zutreffend. Es gibt derartige Experimente und gestützt auf diese wird auch diese Behauptung (der universellen Gültigkeit der Naturgesetze) gestützt, genau, nur und ausschließlich auf Grundlage dieser Beobachtungen. Die Gültigkeit dieser Gesetze wurde (jedenfalls solange es noch eine “Wissenschaft” gab, nur soweit ausgeweitet, wie man etwas experimentell belegen konnte. Die Masse fremder sterne wurde berechnet und ihre Zusammensetzung analysiert mit Hilfe von Beobachtungen an diesen Objekten. Man hat die Gültigkeit dieser Naturgesetze aber nie so weit ausgedehnt, bis sie die Grenze ihrer Beweiskraft überschritten hatten (z.B,. jenseits unseres Universums.) Astronomie ist keine Mathematik, keine Theoriewissenschaft, sondern eine echte, harte und faktenbasierte Naturwissenschaft.

Thema Gegenauslese:
“Was fit (engl. auch für “passend”) ist, bestimmt die Umwelt. Wenn die Umwelt gerade so ist, dass Lebewesen, die mehr Entbehrungen ertragen können oder reproduktiver sind, bevorzugt werden, dann sind diese zur Zeit eben fitter.”
Das ist richtig, aber darauf wollte ich auch nicht hinaus.
Kontraselektion ist das Herbeiführen von Umständen, die eine qualitative Weiterentwicklung der Art verhindern, weil qualitativ höherwertige Individuen von pervertierten Lebensumständen nicht mehr bevorzugt werden. Gegenauslese wirkt sich negativ auf die Weiterentwicklung einer Spezies aus, sie hemmt deren Entwicklung. Dabei ist zu unterscheiden zwischen zwei Qualitäten von Weiterentwicklungen, evolutionären Anpassungen etc. Nämlich speziellen udn allgemeinen. Spezielle Anpassungen sind nur innerhelb einer gewissen Umwelt von Vorteil. Dazu würde z.B. Kraushaar bei negern gehören (hat Vorteile in einer feuchtheißen Umgebung) oder helel Haut (Durchlässigkeit für UV-Strahlen).
Allgemeine Vorteile snd etwa eine höhere körperliche Leistungsfähigkeit, höheres Denkvermögen, höhere Attraktivität, höhere widerstandskraft gegen Krankheiten usw. Bei der Gegenauslese werden Individuuen, die diese allgemeinen Vorteile besitzen, nicht mehr bevorzugt und/oder benachteiligt.

““Die Gruppe, die die Selektionsstrategien einer anderen Gruppe am besten zu derem Nachteil manipulieren kann, setzt sich durch.””
““Ich kenne keine evolutionäre Regel, die dieses Phänomen abeckt.””
“Weil du von einer absoluten Fittness ausgehst. Die gibt es nicht. Wenn du die Umweltbedingung für deine Konkurrenten zeitweise stark verdrehst, wirkt die Evolution derweilen für ihn in eine dauerhaft nachteilige Richtung.”

Diese Antwort hat doch nichts mit meiner in eine Feststellung gekleidete Frage zu tun; Ich möchte wissen, welcher postulierte evolutionäre Grundsatz das sein soll. Tiere haben keine genozidalen Absichten. Sie manipulieren nicht die Selektionsstrategien anderer Tiere mit dem Ziel, eine bestimmte – konkurrierende – Art zu verdrängen. Ein solches Verhalten ist bei Tieren nicht bekannt. Die ganze Vorgehensweise erfordert bewußtes Handlen, deswegen wirst du keinen evolutiostheoretischen Lehrsatz finden, der Deiner Aussage entspricht. Das ist vielleicht Deine eigene, auf den menschen bezogene Erkenntnis, aber das hat nichts mit evolutionstheorie zu tun.
Außerdem ist nicht gesagt, daß sich “die Gruppe, die die Selektionsstrategie einer anderen Gruppe zu ihrem Nachteil manipuliert” auch durchsetzt. selbst wenn eine Gruppe (Menschen) die Selektionsstrategie einer anderen Menschengruppe (z.B.) manipuliert, bedeutet das erst mal gar nichts. Was ist, wenn aus anderen gründen diese zweite Gruppe die erste Gruppe einfach vernichtet und/oder verdrängt? Das klingt alles nicht sehr plausibel.

“”Weil du von einer absoluten Fittness ausgehst.”

Tue ich nicht, siehe oben.

“Also sind die Juden uns nicht überlegen, sondern wir den Juden wegen unserer eigenen Willenskraft unterlegen?!?”

Der arische Mensch ist von Natur aus keinem anderen Menschen unterlegen, sondern allen anderen Menschentypen mindestens ebenbürtig, er kann aber in der Tat und insofern hast du ganz Recht mit Deiner Schlußfolgerung aus meiner Aussage, aufgrund der Verirrung seines Geistes sich selber schwächen. Seine Willenskraft geht dann in eine falsche Richtung oder wird inaktiv. Ruchlose und parasitäre Menschen haben zwar einen qualitativ minderwertigen Geist, können aber z.T. diesen sehr effektiv einsetzen. Man vergleiche Faust und Mephisto. Faust = Arier, Idealist, Deutscher; Mephisto = Pervertierter, monomanischer Verstand, Parasit, Nihilist, Krummnase. Faust hat sicher den qualitativ höherwertigen Verstand als Mephisto, aber er kann seinen komplexen Geist nicht einstellen, den Mephisto einfach zu vernichten und anschließend dann mit seinem Landgewinnungs- und Erkenntnisstreben fortzufahren. Diesem “verpeilten” Idealismus begegnen wir bei unseren Volksgenossen permanent. Sobald sich aber die Rückbesinnung und Fokussierung wieder einschaltet, werden die parasitären Elemente vergehen und der arische Geist wieder gesunden. Es wird passieren, ich weiß nicht wann, aber es wird passieren.

Kommentar von Eulenbär — 31. März 2012 @ 00:20

105.Werter Karlfried,

Danke für den Ratschlag. Ich zähle noch Kinder großziehen (insoweit das einem möglich ist) zu den wichtigsten Aufgaben, denn in den Kindern wachsen die von uns höchstpersönlich geschmiedetetn und gestählten Menschen der Zukunftheran. An unseren Kindern können wir alle unsere kritischen Schwächen und geistigen Fesseln entfernen und sie damit zu noch wertvolleren Kämpfern für die gerechte Sache machen. Wenn wir einen Quantensprung in der Entwicklung unseres Volkes machen wollen, dann vor allem bei den eigenen Kindern.

Kommentar von Eulenbär — 31. März 2012 @ 00:23

106.Kommentar von Eulenbär — 31. März 2012 @ 00:23
Eulenbär,
Kinder sind für unser Volk das Wichtigste überhaupt, das ist klar. Ich glaube, daß man sich bei der Kindererziehung nicht zu viel vornehmen sollte, in der Art: bei den Kindern soll jetzt aber alles besser werden. Wenn man die Kinder so einigermaßen großkriegt, das ist schon eine ziemliche Leistung, damit kann man sehr zufrieden sein. Die Kinder gestalten dann schon ihr eigenes Leben.
Der Schwerpunkt für Menschen meines Alters, ich bin 56 Jahre alt, liegt darin, daß wir selbst etwas dafür tun, daß unser Volk, daß unsere Rasse überlebt. Die Kinder werden später diese Arbeit fortsetzen. Das ist kein Widerspruch zu deiner Aussage, nur ein leicht anderer Blickwinkel.

Kommentar von Eulenbär — 30. März 2012 @ 11:40
Eulenbär,
…Jeder Mensch hat seinen Wesenskern, den man nicht durch ziviliserte Diskussion erreicht. Deswegen sind ja unsere Volksgenossen trotz 800-Milliarden Euroschirm und Ausländerflut immer noch uneinsichtig. Der Unaussprechliche hat mal gesagt, daß man sich deshalb um die Kinder und nicht um die Erwachsenen kümmern muß, weil bei den Erwachsenen eh schon alles vergebens ist (einen so hohen Aufwand kaum rechtfertigt.)…

Dazu meine eigene Erfahrung:
Seit Jahrzehnten habe ich eine gefestigte Weltsicht: „Das ist unser Land, das ist unser Volk, hier wollen wir und unsere Kinder leben und zwar unter Unseresgleichen.“
Über Jahrzehnte hinweg konnte ich diese sehr einfache Weltsicht überhaupt nicht im Gespräch unterbringen, der Gesprächspartner wollte es schlicht nicht hören.
Ich mache aber einfach weiter. Und irgendwann werden wir vielleicht durchdringen.
Die einfache Wahrheit: „Entweder wir selbst kümmern uns darum, daß wir weiter auf der Welt sind oder aber wir sterben aus (werden verdrängt/ausgerottet)“, wird sich möglicherweise durchsetzen. Und zwar nicht nur bei den Kindern, sondern eben auch bei den jungen und alten Erwachsenen.
Unsere Überzeugungsarbeit ist von der Art: 30 Jahre lang ist nach außen keine Wirkung sichtbar, und dann ist innerhalb von wenigen Wochen alles anders. Deshalb braucht man auch nicht mißmutig zu sein, wenn 29 Jahre lang nach außen kein Erfolg sichtbar ist. Im ruhigen und gleichmäßigen Arbeiten liegt die Kraft.

Kommentar von Karlfried — 31. März 2012 @ 06:23

107.Dein persönliches Beispiel ruhiger und freundlicher, unbeirrter Beharrlichkeit, ist eine unglaublich wertvolle Ermutigung, Karlfried. Ich bin so froh, dass Du hier bist. Und Du hast Recht! Es ist nicht nur bei Überzeugungen so, sondern auch bei ganz anderen Dingen.

Wenn man etwas Neues lernt oder zum Beispiel auch anfängt, für einen Umzug zu packen, dann sieht das zunächst so aus, als ob sich trotz großer Mühe gar nichts tut.Man ist abends todmüde und die Wohnung sieht irgendwie noch genauso voll aus wie vorher, bloß ist alles sehr viel schlimmer, weil man erst mal gemerkt hat, wie viel Zeugs da ist und auch noch irgendwie weggeräumt werden muss, an das man zuerst gar nicht gedacht hatte.

So ist das bei dem, was wir tun, auch. Je länger man sich mit der Sache befasst, desto mehr Dreck entdeckt man. Und die Aufgabe scheint mit jedem Tag größer zu werden, weil sich neue Abgründe auftun, die man vorher nicht gesehen hat. Dabei hat man das Gefühl, sie müsste eigentlich mit der Zeit kleiner werden, da man ja bereits Energie investiert hat.

Das Ausmaß der Aufgabe haut einen dann erst einmal um. Der sichtbare Erfolg tritt in sehr vielen Fällen nicht stetig wachsend ein (vielleicht tut er das, aber er tut’s nicht sichtbar), sondern schlagartig. Das ist eine Erkenntnis, die man nur durch Lebenserfahrung gewinnt, wir wissen ja auch, dass es typisch für Kinder ist, Neues mit großer Begeisterung anzugehen und dann kurz danach in die Ecke zu werfen, weil sich nicht gleich Erfolg einstellt.

Die Enttäuschung und Frustration über ausbleibenden Erfolg lässt sich auch bei Erwachsenen nicht ausschalten. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, die Sache vom Erfolg vollkommen unabhängig zu sehen, d.h.: Wenn’s was bringt, ist es schön. Wenn es nichts bringt, mache ich es trotzdem.

Selbst wenn ich mit absoluter Gewissheit wüsste, dass es nichts bringt und nie etwas bringen wird und der Umkehrpunkt überschritten ist und unser Volk auf jeden Fall ausstirbt (was ich nicht denke oder ok: meistens nicht)… würde ich nichts anders machen!

Sollten wir untergehen, dann gehen wir gefälligst mit Würde unter! Und zeigen auf den letzten Metern noch, was wir können und WER WIR SIND!

Und auch dass es eine große Befriedigung verschafft, frei zu denken und frei zu reden, dass es schön ist, Erkenntnisse zu erlangen, die Erfahrung zu machen, dass andere unabhängig von einem selber zu denselben Erkenntnissen gekommen sind, die eigenen bestätigen und durch ihre Gedanken erweitern und vertiefen… das ist doch an sich schon nicht NICHTS!

Was für eine bessere Verwendung der begrenzten Zeit zwischen heute und dem Tod kann man sich vorstellen? Und mit dieser Haltung (zu der man sich natürlich zuweilen bewusst zwingen muss, weil die Frustration schon gelegentlich hochkriecht), ist man nicht so abhängig von der Reaktion der Außenwelt. Das heißt nicht, dass der Erfolg gleichgültig ist, und dass man Aufklärung nur zum Zweck der “Selbstvewirklichung” betreibt, sondern nur, dass man es AUCH als etwas sieht, was der persönlichen Reife und Charakterbildung – komplett unabhängig davon, wie es auf die Welt wirkt – dient.

Kommentar von osimandia — 31. März 2012 @ 09:52

108.Liebe Osimandia, Lieber Karlfried,

Danke ebenfalls für die sehr beeindruckenden Zuschriften. Ich freue mich darauf, wenn eines Tages das große Aufatmen kommen wird, so wie nach jeder gelungenen Arbeit, vor allem nach Projekten (gutes Beispiel, Osmandia, war das von Dir gebrachte des Umzugs). Dann wird der lustige Moment kommen, in dem wir uns, beim Anstoßen mit einem Glas sekt alle in unseren Klarnamen ansprechen und verblüfft feststellen, daß wir zum Teil die ganzen Jahre Tür an Tür gewohnt haben.

Kommentar von Eulenbär — 31. März 2012 @ 10:14

109.Liebe Eulenbär,

ich bezweifle, dass du dich so genau an einen Vortrag erinnern kannst, dass du wissen kannst, welche Einstellung der Professor zu einem Konzept gehabt hat, dessen Namen (der des Konzepts, nicht der des Professors) überladen ist, so dass ich immer irgendwelche Zusätze anfügen musste (die du wieder weglässt), damit die Aussage verstanden wird. Desshalb erweitere ich meine Aussage und ziehe das Unbewusste mit ein: Dass Kognition physisch ist, darüber streiten sich keine ernsthaften Gelehrten. Ich hoffe das hilft weiter. Den Begriff “Gelehrte” habe ich von dir übernommen. Was ein “ernsthafter Gelehrte” ist, lässt sich, wie du andeutest, schwer sagen. Da der Satz im negativ steht, ist es auch nicht wichtig “ernsthafte Gelehrtheit” zu definieren, sondern nur zu erkennen, dass eine Teilmenge nicht dazugehört. Der Satz ist im weiteren nicht “selbstwiderlegend” sondern eher tautologisch. Genau wie der Satz: “Dass Muskelbewegungen durch Nervenimpulse ausgelöst werden, darüber streiten sich keine ernsthaften Gelehrten.” Den anderen Gelehrten spreche ich die “Ernsthaftigkeit” ab, zumindest für dieses Thema und mit Ausnahme von Haarspaltern, die als “Muskelbewegungen” auch definieren würden, wenn ich meinen Arm in eine Maschine stecken würde, die mich bewegt. So arrogant bin ich dann immerhin doch schon.

Auch Autodidakten und Amateure greifen auf das Wissen von Anderen zu und haben auch “Wissensverwalter” erst auf ihren Schultern stehen. Die Aussage “Kein Individuum hat es jemals zu irgendwas herausragendem gebracht”, ist nicht kathegorisch falsch. Ich finde sie geradezu trivialerweise richtig. Jedes Individuum hatte auf den Schultern seiner Gruppe gestanden. Losgelöst von unserer Gruppe sind wir nix. Null. Beim Mondfliege-Argument bist du ausgewichen. Ich denke schon, dass du es verstanden hast. Wie du siehst, benutze ich mehrere Argumente um mögliche Schwächen in einem (z.B. der Nichtdurchführbarkeit des “Newton-Experiments”) durch eine weitere Betrachtung abzudecken.

Evolutionstheorie ist und bleibt eine über die Vergangenheit hinausgehende Sache. Da du aktuell von einer Gegenauslese ausgehst, (die morgen immer noch da ist,) sind müssten wir uns doch einig darin sein.

“Ich finde es trotzdem schön, dass die Geschichte das zu bestätigen scheint, was wir heute an Prinzipien erkennen können.”

Das wäre dann der eigentliche Diskussiongegenstand. Aber dieser Satz, den Du da oben geschrieben hast, wurde schon so oft bemüht und so oft lagen diejenigen falsch, die ihn angewendet haben. Wir sehen gar nichts, wir sind blind. Wir können uns nicht einmal erinnern, was vorgestern war.

Die Evolutionstheorie führt zu Wahrscheinlichkeitsaussagen. Das sind echte, funktionierende, simulierbare, theoretisch-nachgewiesen-erfolgserzielende Prinzipien. Wenn ich von einem Würfel weiß, dass jede Zahl mit Wahrscheinlichkeit 1/6 auftaucht, dann weiß ich was darüber, was er morgen zeigen wird und was er vorgestern gezeigt hat, auch wenn ich die konkreten Zahlen nicht kenne.

Dass man die Masse eines Protons in einer Nachbargalaxie experimentell gemessen habe, finde ich etwas unglaubwürdig, ist aber ein Nebenthema. Deine Idee von Wissenschaft ist sehr eng und, so wie ich sie verstanden habe, nicht wirklich sinnvoll. Wenn ich mich heute beispielsweise nur deshalb darauf verlassen kann, dass ein Proton morgen immer noch die selbe Masse hat, weil ich es morgen verifizieren könnte, was ich aber gar nicht vorhabe zu tun, dann interessiert das eventuell einen Philosophen, aber keinen Physiker.

Die Einteilung in spezielle und allgemeine Anpassungen macht, wenn ich darüber nachdenke, irgendwie Sinn. In dem Sinne liefert eine Gegenauslese auch die Möglichkeit von lokalen Optimalzuständen wegzukommen. Danke! Auch wenn ich es vermutlich falsch verstanden habe. Höhere Attraktivität ist subjektiv. Eine reduzierte Körperkraft von Frauen ist funktional. Besonders im Sinne eindeutigerer Aufgabenteilung und des Autoritätsproblems.

“Die ganze Vorgehensweise erfordert bewußtes Handlen, deswegen wirst du keinen evolutiostheoretischen Lehrsatz finden, der Deiner Aussage entspricht.”

Hättest du auch etwas gegen die Aussage: “Die Gruppe, die die andere Gruppe totschlägt, setzt sich durch”?

“… insofern hast du ganz Recht mit Deiner Schlußfolgerung aus meiner Aussage …”

Danke. Da ich stets über die aktuelle Fittness argumentiere, ist das alles auf das ich hinaus wollte. Über die Frage unter welchen Bedingungen Arier Juden überlegen sind, habe ich noch nicht nachgedacht. Unter jüdischer Herrschaft ist nicht zu erwarten, dass sich die Bedingungen selbständig wieder zu unserem Vorteil verschieben. Für die Rückbesinnung und Fokussierung sind wir nun selbst verantwortlich.

Kommentar von reinigungskraft — 31. März 2012 @ 12:22

110.@ Eulenbär und Reinigungskraft

Das hier ist nur eine kurze Rückmeldung, dass ich die letzten Beiträge zu der Diskussion (die ich ja mit Fragen mitangeregt habe) mitverfolgt habe. Danke für die Antworten. Für eigene Antworten bzw. weitere Fragen (ich bin ja nur ein interessierter Laie) reicht die Zeit im Moment leider nicht.

Gruß,

Sternbald

Kommentar von sternbald — 31. März 2012 @ 14:14

111.Lieber Sternbald & Reinigungskraft, sowie Karlfried und Osimandia,

auch von meiner seite denke ich, wir haben soweit unsere Positionen klargemacht. Ich gehe noch auf die letzten offenen Punkte und Fragen an meine Adresse ein: Werter Reinigungskraft, ich glaube keiner Autorität und akzeptiere so gut wie keinen Gelehrten. Ich akzeptiere nur dajenige, vor dem ich eine innere Ehrfurcht habe und das, was ich selber durchdacht habe und dann auch unterschreibe. Das ist bei dir möglicherweise ähnlich. Bei mir hat das zur Konsequen, daß ich Akademikern, Autoritäten, Experten und Gelehrten im allgemeinen äußerst kritisch gegenüberstehe. Für mich würde das “ernsthafte Gelehrte”-Argument nie zählen, unter keinen Umständen und auch nicht bei scheinbaren Selbstverständlichkeiten. Wie Faust denke ich, daß wir nichts wissen können und oft umso weniger wissen, je mehr wir zu wissen glauben. Meine Vorstellung ähnelt der von Varg Vikernes (eine von mir gan persönlich nach innerer Prüfung akzeptierte Autorität) und ich denke, daß die Herrschaft des Verstandes ein großer Fehler ist. Irrationalismus udn Idealismus, wenn sie aus einer Ebene kommen, die höher ist als der Verstand (wie der astralen und spirituellen Ebene) zeigen mir auf, daß das meiste wissen nur die Schatten an der Höhlenwand sind. Allerdings denke ich, daß ebn sehr viele Theorien schon innehalb des Verstandes und der Logik und Wissenschaft etc. selbstwiderlegend sind.

Es stimmt nicht daß Deine Aussage “Individuen haben es zu nichts herausragendem gebracht” tautologisch ist, sondern sie ist selbstwiderlegend. Eine Tautologie/Zirkelschluß würde dann vorliegen, wenn man schreiben würde: “Individuen sind einzigartig”. In deiner Aussage steckt aber der Gedanke, daß Individuen im Bezug auf ihre Leistungen keine einzigartige Qualität hätten, was in das Gegenteil deutet und durch tausende Beispiele widerlegbar ist. Der Satz ist auch dann nicht richtig, wenn man die Leistungen des Individuums versucht, eher als Verdienste seiner Gruppe zu sehen, was ich ohnehin eine sehr merkwürdige Weltsicht finde. Zahlreiche Individuuen, etwa Autodidakten, haben, ohne Unterstützung ihrer Gruppe, manchmal sogar gegen ihr Kollektiv, Herausragendes geleistet. Was ist zum Beispiel mit dem Spion Oberst Redl? Das war doch eine herausragende Leistung eines Individuums, wenn auch im Schlechten? Oder ein Dichter wie Kleist, dem man ständig die Unterstützung entzogen hat? Das ist auch herausragend gewesen.

“Losgelöst von unserer Gruppe sind wir nix”. Genügend Menschen leben allein und isoliert undgestalten trotzdem ihre Umwelt. In seiner Gruppe mitzuschwimmen mag für viele Menschen der einzige Lebensweg sein, aber für harausragende Persönlichkeiten, Genies, Einzelgänger, eben nicht. Es genügt ja schon ein einziges Beispiel, um diese absurd übertriebene Aussage zu widerlegen.

Und zum Mond, falls überhaupt, ist die doofe Masse der Amis doch eh nur wegen der wenigen deutschen Genies gelangt, die sie per Paperclip mitgenommen haben. Ohne die wenigen Superhirne hätten sie gar nichts erreicht.
“Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.” sagt Schiller. Amen.

“Die Evolutionstheorie führt zu Wahrscheinlichkeitsaussagen. Das sind echte, funktionierende, simulierbare, theoretisch-nachgewiesen-erfolgserzielende Prinzipien. ”

Warum kann man dann aus toter Materie ohne den einfluß von lebender Materie keine lebende Materie machen?

“Evolutionstheorie ist und bleibt eine über die Vergangenheit hinausgehende Sache. Da du aktuell von einer Gegenauslese ausgehst, (die morgen immer noch da ist,) sind müssten wir uns doch einig darin sein.”

Für mich ist evolution ein Werkzeug, aber keine Ursache, so wie eine Maurerkelle ein werkzeug ist, aber nciht die Ursache davon, daß aus einem Haufen Ziegel einmal eine Wand wird.

“Hättest du auch etwas gegen die Aussage: “Die Gruppe, die die andere Gruppe totschlägt, setzt sich durch”?”

Nein, dem stimme ich zu. Wir sollten uns alle bewußt werden, dß wir schnellstmöglich etwas unetrnehmen sollten, um diesen Prozeß gegen uns zu einem Ende zu bringen, und der Gruppe, die versucht, uns auszulöschen, das dauerhaft auszutreiben. Lese mir gerne und auf jeden Fall noch weitere Gedanken von Dir zu der Sache durch, Reinigungskraft und bedanke mich an dieser Stelle erst mal für die Diskussion. Beim nächsten Thema sieht man sich wieder.

Kommentar von Eulenbär — 31. März 2012 @ 21:54

112.Eulenbär,

es gibt trivialerweise kein einziges Beispiel für ein Individuum, das etwas Wissenswertes ohne eine Gruppe zustande gebracht hätte. Jedes Individuum ist in einer Gruppe aufgezogen worden. Es hat von seiner Gruppe gelernt. Jedes.
Das Menschen später mit bereits hoch entwickeltem Wissen sich von ihrer Gruppe verabschieden und ganz tolle Theorien aufbauen, kann in einigen Fällen vorkommen, aber sie verwenden dabei, Wissen das aus der Gruppe stammt. Das geht sogar über das Triviale hinaus. Selbst bei Autodidakten, die Bücher lesen, die irgendwer geschrieben haben muss, der nicht das Individuum selbst war und dessen Sprache das Individuum von jemanden gelernt hat, usw.
Insbesondere waren die deutschen Genies, die den Amis die Raumfahrt ermöglicht haben, nicht unbedingt schlauer als die deutschen Genies in dem Jahrhundert davor. Sie hatten aber definitiv bessere Vorarbeit geleistet bekommen.

Ich will gar nicht abstreiten, dass einzelne Menschen in einer Gruppe herausragendes leisten oder meinetwegen in Extremfällen nach Austritt aus einer Gruppe. Wer aber glaubt, er hätte es alleine dahin geschafft, macht sich etwas vor, genau wie der, der annimmt die Rakete wäre nicht 100 Jahre früher erfunden worden, weil das Genom noch nicht so weit war.

Also selbst wenn wir das Triviale weglassen könnten. Und irgendeinen selbsterziehenden Newton als Findelkind aussetzen würden, ohne Bücher (die er sowieso nicht lesen könnte), ich bin nicht bereicht zu glauben, dass er alleine eine Raumfahrtrakete erfinden würde. Auch wenn wir es abertausende Mal versuchen.

Als Gruppe sind wir weit schlauer, stärker, resistenter und langlebiger als als Individuen. Was nicht bedeutet, dass niemand herausragende Positionen annehmen sollte.

“Die Evolutionstheorie führt zu Wahrscheinlichkeitsaussagen. Das sind echte, funktionierende, simulierbare, theoretisch-nachgewiesen-erfolgserzielende Prinzipien. ”

Warum kann man dann aus toter Materie ohne den einfluß von lebender Materie keine lebende Materie machen?

Tut mir leid, aber ich verstehe weder den Zusammenhang noch das Argument nicht. Evolution sagt doch gar nichts über tote Materie aus. Und wieso müssen die Kenntnisse von Prinzipien plötzlich die Konstruktung von etwas derart Komplexen für uns möglich machen? Wenn ich weiß wie Halbleiter funktionieren, kann ich immer noch keinen Computer bauen.

“Hättest du auch etwas gegen die Aussage: “Die Gruppe, die die andere Gruppe totschlägt, setzt sich durch”?”

Nein, dem stimme ich zu.

Gut, dann stell dir vor, anstatt eine Keule zu benutzen, würde die eine Gruppe die Selektionsstrategien der anderen Gruppe zu derem Nachteil manipulieren, mit dem selben Ziel. Dann haben wir es.

Kommentar von reinigungskraft — 31. März 2012 @ 23:21

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